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The Clash-Hype 2026: Warum die Punk-Legenden wieder überall sind

11.02.2026 - 07:07:34

The Clash sind 2026 so präsent wie lange nicht mehr. Warum die Punk-Ikonen wieder Trend sind – und was das für Fans in Deutschland heißt.

Du hast es sicher schon gemerkt: The Clash tauchen 2026 wieder überall auf – in TikToks, auf Vintage-Shirts, in Dokus, in Playlists. Die Band ist seit Jahrzehnten Geschichte, aber ihr Einfluss haut immer noch härter rein als so manche aktuelle Gitarrentruppe. Und genau jetzt wird der Hype noch mal neu angeheizt, weil Medien, Dokus, Reissues und junge Bands die Londoner Legenden wieder ganz nach vorne holen.

Zur offiziellen Seite von The Clash

Ob du schon immer Fan warst oder gerade erst durch einen Soundtrack oder ein TikTok mit "Should I Stay or Should I Go" auf sie gestoßen bist: 2026 ist das perfekte Jahr, tiefer in die Welt von The Clash einzutauchen. Von neuen Dokus und Jubiläen über Reissue-Gerüchte bis zu Setlist-Diskussionen und wilden Fan-Theorien: Wir sammeln für dich, was gerade abgeht – mit Blick darauf, was das konkret für Fans in Deutschland bedeutet.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Offizielle Tourdaten der Originalband wird es logischerweise nie wieder geben – Joe Strummer ist seit 2002 tot, und The Clash haben ihre eigene Geschichte immer ziemlich konsequent abgeschlossen. Trotzdem sind sie 2026 im Gespräch wie selten zuvor. Auslöser sind vor allem drei Stränge: Jubiläen, Streaming-Hype und eine neue Welle von Dokus, Büchern und Tribute-Shows.

Zum einen rücken wieder Jahrestage wichtiger Alben ins Rampenlicht. Labels und Musikpresse lieben runde Zahlen, und The Clash haben einen Backkatalog, der sich perfekt dafür eignet. "London Calling" gilt in unzähligen Polls als eines der wichtigsten Rockalben aller Zeiten, "The Clash" als eine Art Startschuss für britischen Punk mit politischem Anspruch. In der internationalen Musikpresse häufen sich gerade Rückblicke, Oral-History-Artikel und lange Interviews mit Mick Jones, Paul Simonon und Topper Headon, die auf ihr Erbe zurückschauen und neue Perspektiven auf die Ära späten 70er/frühen 80er liefern.

Gleichzeitig sorgt Streaming dafür, dass The Clash für Gen Z nicht wie eine verstaubte 70er-Band wirken, sondern wie ein aktueller Teil der Popkultur. Songs wie "Should I Stay or Should I Go", "Rock the Casbah" oder "I Fought the Law" landen in Serien, Games und TikTok-Sounds. Aus US- und UK-Medien ist zu hören, dass die Streaming-Zahlen der Band seit einigen Jahren konstant steigen – besonders, wenn ein Song in einer großen Netflix-, HBO- oder Disney+-Produktion auftaucht. Sobald ein Track in einer Serie viral geht, schlagen Shazam- und Spotify-Kurven nach oben; genau das passiert bei The Clash immer wieder.

Hinzu kommen neue oder neu aufgelegte Dokus und Bücher. Britische Musikmagazine berichten regelmäßig über erweiterte Neuauflagen von Biografien über Joe Strummer oder Fotobände zur Punk-Ära in London. TV- und Streaming-Dokus greifen The Clash gerne als Beispiel für politisch bewusste Rockmusik auf – häufig mit Fokus auf Rassismus, Thatcher-Ära, Antifaschismus und die Verbindung zur britischen Arbeiterklasse. Für Deutschland ist spannend: In vielen dieser Dokus tauchen auch Archive aus alten Europa-Tourneen auf, inklusive Material aus Hamburg, Berlin oder Düsseldorf.

Für deutsche Fans wird es dadurch einfacher, The Clash nicht nur als Mythos, sondern als lebendige Story zu erleben. Clubs und Programmkinos reagieren bereits: In mehreren deutschen Städten laufen regelmäßig Punk-Filmreihen oder Themenabende, bei denen Konzertmitschnitte und Dokus über The Clash gezeigt werden. Parallel planen Indie-Clubs Tribute-Nächte, an denen lokale Bands komplette The-Clash-Alben nachspielen – teilweise mit Rahmenprogramm wie Podiumsdiskussionen über politischen Punk.

Ein weiterer Aspekt: Die Diskussion um politische Musik hat durch aktuelle Krisen, Kriege und gesellschaftliche Spaltungen wieder Fahrt aufgenommen. In diesem Kontext werden The Clash oft als Referenz genannt, wenn es um die Frage geht: Wie laut darf und muss Musik politisch sein? Kommentatoren ziehen Linien von "White Riot" zu heutigen Protest-Songs und Demonstrationskultur. In deutschen Feuilletons tauchen regelmäßig Texte auf, die The Clash als Blaupause für engagierten Punk und Rock heranziehen – inklusive der Kritik, dass viele aktuelle Acts sich nicht mehr so klar positionieren.

Unterm Strich heißt das: Auch ohne neue Songs oder eine Reunion gehören The Clash 2026 zu den meistdiskutierten "alten" Bands. Für dich als Fan in Deutschland bedeutet das mehr Inhalte, mehr Events, mehr Diskurse und eine Szene, in der man mit Clash-Merch nicht als Retro-Nerd, sondern als Teil einer sehr lebendigen Community wahrgenommen wird.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Auch wenn The Clash selbst nicht mehr auftreten, drehen sich unzählige Shows, Tribute-Konzerte und Cover-Projekte um ihr Songmaterial. Wer in Deutschland auf Punk- oder Alternative-Festivals unterwegs ist, merkt schnell: Kaum ein Warm-up-DJ kommt ohne The-Clash-Tracks aus, und Tribute-Bands orientieren sich erstaunlich genau an klassischen Setlists der Originalband.

Typisch ist eine Dramaturgie, die an legendäre Live-Mitschnitte wie den Paris-Gig von 1980 oder die Shows von 1982 erinnert. Viele Tribute-Bands beginnen mit temporeichen frühen Songs wie "London's Burning", "Janie Jones" oder "Career Opportunities" – diese Stücke bringen in den ersten Minuten die komplette Crowd ins Rollen. Danach folgen meist Midtempo-Klassiker mit Reggae- und Ska-Einflüssen wie "Police & Thieves", "The Guns of Brixton" oder "(White Man) In Hammersmith Palais". Genau diese stilistische Mischung hat The Clash damals von vielen anderen Punkbands unterschieden.

Später im Set tauchen fast immer die ganz großen Hymnen auf: "London Calling" als kollektiver Mitsing-Moment, "Clampdown" als politischer Punch, "I Fought the Law" für die Punk-Romantik und "Should I Stay or Should I Go" als Pop-Punk-Feuerwerk. In manchen Shows wird "Train in Vain" als Überraschung in den Zugaben platziert, manchmal auch "Rock the Casbah" – ein Song, der live immer wieder für Diskussionen sorgt, weil er zwischen politischer Aussage und Radio-Hit changiert.

Die Atmosphäre bei solchen Nächten ist oft ein Mix aus Nostalgie und Neuentdeckung. Du triffst ältere Fans, die The Clash vielleicht noch in den 80ern live gesehen haben oder zumindest die Ära bewusst erlebt haben, daneben aber auch 18- oder 20-Jährige, die über ihre Eltern, über Vinyl-Reissues oder über Social Media reingezogen wurden. Viele berichten online, dass sie The Clash erst wirklich verstanden haben, als sie die Songs in einem vollen Club mit anderen Leute mitgebrüllt haben – nicht nur allein mit Kopfhörern.

Was die "Setlist" in einem weiteren Sinne angeht, spielen Streaming-Playlists eine immer wichtigere Rolle. Auf Spotify und Apple Music kursieren kuratierte Reihen wie "This Is The Clash" oder Fan-Playlists mit Titeln wie "Best of The Clash" oder "Clash Deep Cuts". Typischer Aufbau: Die bekanntesten Singles vorne, danach lange, teilweise unterschätzte Tracks wie "Spanish Bombs", "Rudie Can't Fail", "Death or Glory", "Safe European Home" oder "Straight to Hell". Gerade Letzterer taucht immer häufiger in Trend-Videos und Meme-Edits auf – was dafür sorgt, dass er für viele Jüngere wichtiger wird als frühere Radio-Singles.

Ein weiteres Thema sind komplette Album-Runthroughs. Einige Tribute-Bands in Europa kündigen an, ganze Alben wie "London Calling" oder "The Clash" in Originalreihenfolge zu spielen. Das funktioniert besonders gut in kleinen Clubs und Theatern, wo das Publikum sich eher wie bei einem gemeinsamen Listening-Event fühlt als bei einem klassischen Konzert. Oft gibt es dazu Einordnungen vom Bühnenrand, bei denen erzählt wird, in welchem politischen Kontext Songs wie "Koka Kola" oder "Lost in the Supermarket" entstanden sind.

In deutschen Städten wie Berlin, Hamburg oder Leipzig gibt es zudem Spezialnächte, bei denen DJs nur Clash-Songs, Solo-Material von Joe Strummer & The Mescaleros, Big Audio Dynamite (Mick Jones) und verwandte Bands spielen. Die "Setlist" solcher Nächte geht noch tiefer in B-Seiten, Live-Versionen und Raritäten. In Foren und Kommentaren liest man häufig, dass genau diese Events vielen Fans helfen, die Band jenseits der großen Hits zu entdecken.

Wenn du also 2026 zu einem The-Clash-Tribute-Event oder einer Punk-Nacht gehst, kannst du ziemlich sicher mit einer Setlist rechnen, die diese Eckpfeiler enthält:

  • Frühe Punk-Bretter: "Janie Jones", "London's Burning", "Career Opportunities"
  • Reggae/Ska-Momente: "Police & Thieves", "The Guns of Brixton", "(White Man) In Hammersmith Palais"
  • Hymnen: "London Calling", "Clampdown", "I Fought the Law"
  • Radio-Klassiker: "Should I Stay or Should I Go", "Rock the Casbah", "Train in Vain"
  • Fan-Favorites/Deep Cuts: "Spanish Bombs", "Rudie Can't Fail", "Safe European Home", "Straight to Hell"

Gerade in kleineren Venues lohnt es sich, bis zum Schluss zu bleiben: Viele Bands heben Songs wie "Bankrobber" oder "Complete Control" für späte Zugaben auf – perfekt für alle, die nicht nur für die TikTok-Hits gekommen sind.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Auch ohne offizielle Reunion sorgt die Community im Netz dafür, dass um The Clash ständig neue Geschichten kreisen. Auf Reddit, in Punk-Foren und auf TikTok drehen sich viele Spekulationen um drei große Themen: mögliche neue Archiv-Releases, geheime Gastauftritte bei Tribute-Shows und den Einfluss der Band auf aktuelle Protestkultur.

Ein wiederkehrender Punkt in englischsprachigen Threads ist die Frage, ob das Label noch unveröffentlichtes Live-Material oder Studio-Outtakes in der Hinterhand hat. Immer wenn irgendwo ein kurzer Clip aus einem bislang unbekannten Gig auftaucht – etwa ein Fan-Mitschnitt aus einer europäischen Show Anfang der 80er – kochen die Spekulationen hoch, dass eine neue Box mit Live-Aufnahmen erscheinen könnte. Manche User verweisen auf alte Interviews, in denen Produzenten andeuteten, dass die Band damals viel mehr aufgenommen hat, als offiziell veröffentlicht wurde. Bewiesen ist das selten, aber die Hoffnung hält sich hartnäckig.

Ein anderes Gerücht, das regelmäßig hochpoppt: einzelne Ex-Mitglieder könnten in Zukunft öfter bei Special-Events auftreten. Mick Jones war in den letzten Jahren gelegentlich als Gast auf Bühnen zu sehen, Paul Simonon spielte unter anderem mit The Good, The Bad & The Queen und anderen Projekten. Immer wenn eine größere Punk- oder Charity-Show in London oder New York angekündigt wird, spekulieren Fans, ob einer der beiden auftaucht und vielleicht einen Clash-Song anstimmt. Konkrete Belege sind meist dünn, aber Clips von spontanen Auftritten – etwa wenn Jones "Train in Vain" anspielt – verbreiten sich extrem schnell auf TikTok und Instagram.

Unter deutschsprachigen Fans findet man außerdem Diskussionen darüber, ob in Deutschland wieder größere Tribute-Festivals mit Fokus auf UK-Punk entstehen könnten. User träumen von Abenden, an denen komplette Alben von The Clash, Sex Pistols, Buzzcocks und The Damned live gecovert werden, begleitet von Panels über Punkgeschichte und Politik. In manchen Subreddits kursieren sogar DIY-Entwürfe für Fantasie-Festivalplakate, auf denen Clash-Tribute-Bands die Headlinerrolle übernehmen.

Auf TikTok gibt es einen parallelen Strang: Dort geht es weniger um Archivboxen, sondern mehr um Ästhetik und Haltung. Viele Creators kleben sich The-Clash-Cover an die Wand, samplen "London Calling" für kurze politische Clips oder nutzen "Straight to Hell" als Soundtrack für Videos über Migration, Kolonialgeschichte oder Klassismus. In den Kommentaren wird häufig diskutiert, ob die Message der Band heute noch als radikal durchgeht oder eher zum coolen Retro-Branding verkommen ist. Einige jüngere Fans kritisieren, dass zu viele Leute nur das "coole" Logo auf Shirts feiern, ohne sich mit Texten wie "Clampdown" oder "Spanish Bombs" auseinanderzusetzen.

Ein weiteres kleines, aber lautes Thema in Foren: Ticketpreise für Tribute-Shows. Gerade wenn offiziell abgesegnete Tribute-Acts oder große The-Clash-Specials in Theatern stattfinden, beschweren sich Fans, dass Preise schnell in Richtung von Original-Konzerttickets moderner Bands gehen. Andere User entgegnen, dass hochwertige Produktionen, Lizenzen und große Venues nun mal Geld kosten. Die Diskussion erinnert an Debatten um Hologramm-Touren und Legacy-Acts allgemein – nur dass es bei The Clash oft auch eine politische Dimension bekommt: Darf eine Band, die für Arbeiterklasse, Antikapitalismus und DIY stand, heute mit teuren Premium-Events gefeiert werden?

Aus deutscher Perspektive interessant: Viele Fans fordern bezahlbare, kleine Clubabende, bei denen lokale Bands Clash-Songs spielen und gleichzeitig Spenden für soziale Projekte sammeln – zum Beispiel für Initiativen gegen Rechts, für Geflüchtete oder für Mieter:innen-Proteste. In Gesprächen in Kommentarspalten liest man oft den Satz, dass The Clash das wahrscheinlich lieber gehabt hätten als eine extrem exklusive Gala.

Zusammengefasst: Die Gerüchteküche ist weniger von spektakulären Comeback-Plänen geprägt, sondern von der Frage, wie man das Erbe von The Clash 2026 zeitgemäß, politisch glaubwürdig und zugleich fanfreundlich feiern kann. Dass überhaupt so intensiv darüber diskutiert wird, zeigt, wie lebendig die Band in den Köpfen geblieben ist.

Alle Daten auf einen Blick

Auch ohne aktuelle Tour gibt es für 2026 und darüber hinaus einige Fixpunkte, die für deutsche Fans spannend sind – von Jubiläen über typische Setlist-Favoriten bis zu historischen Daten.

KategorieInfoKommentar für Fans in Deutschland
Debütalbum "The Clash" (UK)Erstveröffentlichung 08.04.1977Oft Aufhänger für Jubiläums-Artikel und Special-Playlists in Frühjahr/Sommer
Album "London Calling"UK-Release 14.12.1979Jahrestage werden häufig im Dezember mit Specials, Dokus und Clubnächten gefeiert
Album "Sandinista!"Release 1980Komplexer, experimenteller – beliebt für Deep-Dive-Hörsessions in Musikbars
Album "Combat Rock"Release 1982Enthält "Should I Stay or Should I Go" & "Rock the Casbah" – Dauerbrenner in Rockdiscos
Ikonische Live-PhaseSpäte 70er bis frühe 80erHistorische Deutschland-Gigs werden in Dokus und Fanforen regelmäßig thematisiert
Joe Strummers Tod22.12.2002Jedes Jahr emotionaler Gedenktag, oft mit Sonder-Sendungen und Tribute-Abenden
Streaming-BoomSeit Mitte der 2010erSpürbarer Zuwachs junger Hörer:innen; Songs tauchen häufig in Serien & TikToks auf
Beliebte Songs in Tribute-Setlists"London Calling", "Should I Stay or Should I Go", "I Fought the Law"Fast garantiert bei jeder The-Clash- oder Punk-Tribute-Nacht in deutschen Clubs
Deep-Cut-Favorites"Spanish Bombs", "Rudie Can't Fail", "Safe European Home"Oft in Fan-Playlists; Hinweis auf Veranstaltungen mit fokussiertem, nerdigem Programm
Typische Eventformate 2026Tribute-Konzerte, Listening-Sessions, Doku-ScreeningsVor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, München

Häufige Fragen zu The Clash

Zum Schluss klären wir die wichtigsten Fragen rund um The Clash – ideal, wenn du neu in der Fanwelt bist oder dein Wissen auffrischen willst.

Wer waren The Clash eigentlich genau?

The Clash waren eine britische Band, die Mitte der 70er in London entstand und schnell zu einer der wichtigsten Gruppen der frühen Punkbewegung wurde. Die klassische Besetzung bestand aus Joe Strummer (Gesang, Rhythmusgitarre), Mick Jones (Leadgitarre, Gesang), Paul Simonon (Bass) und Topper Headon (Schlagzeug). Anders als viele andere Punkbands verbanden sie rohe Energie mit einem deutlichen politischen Bewusstsein und musikalischer Neugier. Statt stumpf nur dreiminütige Krach-Songs rauszuhauen, integrierten sie Reggae, Ska, Dub, Rockabilly, Funk und sogar frühe Hip-Hop-Einflüsse.

Sie galten als "The Only Band That Matters" – ein Spitzname, den die Musikpresse und Fans ihnen gaben, weil ihre Platten und Texte als relevanter, mutiger und konsequenter wahrgenommen wurden als die vieler Zeitgenossen. Gerade dieses Selbstverständnis als politisch denkende, genreübergreifende Band macht sie bis heute interessant.

Warum sind The Clash 2026 immer noch so wichtig?

Es gibt mehrere Gründe, warum The Clash nicht in der Nostalgie-Vitrine verstauben. Erstens: Viele gesellschaftliche Themen, die sie besungen haben – Rassismus, soziale Ungleichheit, Polizeigewalt, Arbeitslosigkeit, rechte Bewegungen – sind leider weiterhin aktuell. Songs wie "Clampdown", "Guns of Brixton" oder "White Riot" fühlen sich in einer Welt mit wachsendem Autoritarismus und Rechtsruck erschreckend zeitgemäß an.

Zweitens: Ihre Mischung aus Punk-Energie und Offenheit für andere Stile wirkt wie ein Vorläufer für heutige Genre-Hybride. Wer heute Emo-Rap, Punk-Pop, Indierock mit Dancehall-Einflüssen oder Crossover-Hip-Hop feiert, findet bei The Clash eine frühe Blaupause – auch wenn der Sound natürlich analoger, roher und weniger digital produziert ist.

Drittens: Ihr Image als Band, die sich positioniert, wirkt auf viele junge Hörer:innen attraktiv. In einer Zeit, in der viele Mainstream-Acts eher vorsichtig sind, sich klar zu gesellschaftlichen Themen zu äußern, steht der Mythos The Clash für Mut, Kante und Haltung. Selbst wenn einzelne Entscheidungen der Band damals widersprüchlich oder chaotisch waren, bleibt die Grundidee: Rockmusik kann mehr sein als Entertainment.

Was sind die wichtigsten Alben für den Einstieg?

Wenn du neu bei The Clash bist, bieten sich drei Platten besonders als Einstieg an:

  • "The Clash" (1977): Das Debüt ist purer, britischer Punk mit sozialem Fokus. Songs wie "Janie Jones", "Career Opportunities" oder "London's Burning" sind direkt, wütend und trotzdem einprägsam. Perfekt, wenn du wissen willst, warum die Band aus dem Nichts so viel Staub aufgewirbelt hat.
  • "London Calling" (1979): Für viele das Meisterwerk. Ein Doppelalbum, das Punk mit Reggae, Ska, Rockabilly und Pop verbindet. Neben dem Titelsong findest du hier Highlights wie "Spanish Bombs", "Rudie Can't Fail", "Train in Vain" oder "Lost in the Supermarket". Wenn du nur ein Album hören willst, um den Hype zu verstehen, dann dieses.
  • "Combat Rock" (1982): Das kommerziell erfolgreichste Album, mit Hits wie "Should I Stay or Should I Go" und "Rock the Casbah". Der Sound ist mehr nach Radio und MTV geschielt, aber die Texte behalten oft den gesellschaftlichen Biss.

Später kannst du in "Sandinista!" eintauchen, ein experimentelles, sehr langes Album, das zwischen genial und überfordernd schwankt – ideal, wenn du tiefer in die kreative Phase der Band einsteigen willst.

Gibt es 2026 eine Chance auf eine Reunion?

Realistisch: Nein. Joe Strummer ist 2002 gestorben, und ohne ihn wäre eine Reunion von The Clash im eigentlichen Sinne kaum denkbar. Die verbliebenen Mitglieder haben zudem immer wieder betont, dass ein vollständiges Comeback nie geplant war. Sie tauchen gelegentlich bei Hommagen, Gesprächsrunden oder Benefizaktionen auf, aber nicht als vollwertige Band.

Was es geben kann und teilweise gibt, sind spezielle Events, bei denen einzelne Mitglieder Gastauftritte haben oder The-Clash-Songs mit anderen Musiker:innen spielen. Außerdem gibt es Tribute-Bands und Tribute-Touren, die offiziell abgesegnet sind oder zumindest im Geist der Band agieren. Wenn du von einer angeblichen "Reunion-Tour" liest, ist Vorsicht angesagt – meist steckt eine Tribute-Show dahinter oder ein missverständlich vermarktetes Event.

Wie wichtig waren The Clash für Punk in Deutschland?

Auch wenn The Clash aus London kamen, hatten sie Einfluss auf Szenen in ganz Europa – inklusive Deutschland. In den späten 70ern und frühen 80ern dienten sie vielen deutschsprachigen Bands als Inspiration, politischere Texte zu schreiben und sich nicht nur auf Aggression, sondern auch auf Inhalte zu konzentrieren. In Interviews mit deutschen Punk- und NDW-Acts fällt der Name The Clash immer wieder – sowohl wegen der Haltung als auch wegen der musikalischen Offenheit.

Historische Deutschland-Konzerte der Band gelten unter älteren Fans bis heute als prägende Momente. Die Kombination aus englischen Texten, schweißiger Clubatmosphäre und klarer politischer Botschaft traf damals einen Nerv, als in der Bundesrepublik Fragen zu Atompolitik, Hausbesetzungen oder Rechtsradikalismus immer drängender wurden. Heute wird diese Verbindung in Dokus, Podcasts und Buchprojekten rekonstruiert, was gerade jüngeren Fans hilft, die Band nicht nur als "UK-Phänomen", sondern als Teil einer europäischen Protestkultur zu verstehen.

Wie kann ich 2026 in Deutschland am besten in das Clash-Universum eintauchen?

Du hast mehrere Wege, je nach Stadt und Budget:

  • Clubs & Bars: Achte auf Punk-, 80s- oder UK-Themennächte. Gerade in Großstädten gibt es regelmäßig Events, bei denen The-Clash-Songs Pflichtprogramm sind.
  • Tribute-Shows: Halte Ausschau nach The-Clash-Tribute-Bands, die komplette Sets oder sogar ganze Alben spielen. Oft treten sie in mittelgroßen Clubs oder Kulturzentren auf.
  • Kino & Off-Events: Programmkinos, Kulturzentren und Festivals zeigen immer wieder Dokus über Punk und The Clash. Solche Screenings sind super, um Hintergrundwissen zu sammeln und gleichzeitig andere Fans kennenzulernen.
  • Online-Communities: Reddit, spezialisierte Foren und Discord-Server bieten Raum für Austausch, Bootleg-Tipps, Leselisten und Diskussionen über Lyrics.
  • Vinyl & Secondhand-Shops: In vielen Plattenläden stehen The-Clash-Alben immer noch prominent im Regal. Manchmal organisieren Stores Listening-Sessions oder Themenabende.

Wenn du in einer kleineren Stadt lebst, lohnt sich ein Blick auf lokale DIY-Szenen: Häufig organisieren engagierte Crews eigene Punk-Abende, bei denen Clash-Cover selbstverständlich dazu gehören.

Welche Songs sollte ich unbedingt kennen?

Es kommt ein bisschen darauf an, was du magst. Als Essentials gelten meist:

  • "London Calling" – ikonischer Opener, Mischung aus Endzeitstimmung und Aufbruch
  • "Should I Stay or Should I Go" – Mitsing-Hit, der oft als Einstiegsdroge dient
  • "Rock the Casbah" – tanzbar, politisch kodiert, mit interessantem Background
  • "I Fought the Law" – Cover, aber in der Clash-Version zum Punk-Statement geworden
  • "The Guns of Brixton" – düsterer, bassgetriebener Track mit Reggae-Einfluss
  • "(White Man) In Hammersmith Palais" – komplexer Text über Rassismus und Musikindustrie
  • "Spanish Bombs" – politischer Song über den Spanischen Bürgerkrieg, aber extrem melodisch
  • "Straight to Hell" – melancholisch, atmosphärisch, oft gesampelt und in Filmen verwendet

Wenn du diese Tracks drauf hast, kannst du in jeder Clash-Diskussion mitreden und merkst schnell, welche Ecke des Sounds dich am meisten packt – den direkten Punk, die reggae-beeinflussten Grooves oder die hymnischen Pop-Momente.


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