TGR5-Rezeptor: Neuer Hoffnungsträger gegen Lebererkrankungen
17.02.2026 - 17:11:12 | boerse-global.deEine neue Forschungsinitiative in Hannover gibt Patienten mit chronischen Gallengangserkrankungen Hoffnung. Das Projekt „StopPSC“ an der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickelt eine neuartige Therapie gegen die bislang unheilbare Primär sklerosierende Cholangitis (PSC). Im Fokus steht dabei ein körpereigener Schutzmechanismus: der Gallensäurerezeptor TGR5.
Vom Verdauungshelfer zum Schlüsselsignal
Gallensäuren sind mehr als nur Verdauungshilfen. Sie wirken als wichtige Signalmoleküle, die über Rezeptoren wie TGR5 Körperfunktionen steuern. Dieser Rezeptor sitzt auf Zellen im Darm, in der Leber und im Immunsystem.
Seine Aktivierung löst eine Signalkaskade aus, die:
* Entzündungsreaktionen hemmt.
* Den Energiestoffwechsel reguliert.
* Die Leberzellen vor Schäden schützt.
Bei chronischen Lebererkrankungen wie PSC oder der Fettleber (NAFLD) ist die Menge dieses Schutzrezeptors jedoch oft deutlich reduziert. Dieser Mangel könnte die Krankheitsprozesse beschleunigen.
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Die doppelte Herausforderung für die Medikamentenentwicklung
Aufgrund seiner schützenden Rolle gilt TGR5 als vielversprechendes Ziel für neue Medikamente, sogenannte TGR5-Agonisten. Die Forschung steht hier vor einer komplexen Aufgabe: Sie muss Substanzen finden, die gezielt in Leber und Darm wirken, ohne unerwünschte Nebenwirkungen im ganzen Körper auszulösen.
Ein bekanntesProblem einer zu breiten Aktivierung ist beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Gallensteine. Aktuelle Ansätze setzen daher auf Wirkstoffe, die vorrangig im Darm aktiv sind, oder auf Kombinationen mit anderen Rezeptoren.
StopPSC: Ein Angriff auf zwei Fronten
Das mit zwei Millionen Euro geförderte „StopPSC“-Projekt verfolgt einen innovativen Ansatz. Es zielt auf von Bakterien produzierte Enzyme ab, die die Gallengangsentzündung auslösen können. Dieser Weg verdeutlicht den Trend zur Präzisionsmedizin.
Die Zukunft wirksamer Therapien liegt wahrscheinlich in einer Kombination: der Bekämpfung externer Auslöser und der Stärkung körpereigener Schutzsysteme wie des TGR5-Signalwegs. Für Patienten mit schwer behandelbaren Leberleiden könnte dieser mehrgleisige Ansatz den lang ersehnten Durchbruch bringen.
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