Teuken, Deutsches

Teuken 7B: Deutsches KI-Modell revolutioniert Security-Checks

12.01.2026 - 22:05:12

Der IT-Dienstleister Netuse setzt erstmals das heimische Sprachmodell Teuken 7B ein, um den Security-Reifegrad von Unternehmen zu bewerten. Dies stärkt die digitale Souveränität Europas.

Ein deutsches KI-Sprachmodell bewertet erstmals den IT-Sicherheitsstatus von Unternehmen – ein Durchbruch für Europas digitale Souveränität.

Der IT-Dienstleister Netuse AG setzt das heimische KI-Modell Teuken 7B ein, um den Security-Reifegrad seiner Kunden zu analysieren. Diese wegweisende Anwendung markiert den Sprung der europäischen KI-Forschung in den kommerziellen, sicherheitskritischen Alltag. Sie ist eine direkte Antwort auf die Dominanz US-amerikanischer Tech-Giganten und unterstreicht den Wunsch nach datenschutzkonformen Alternativen.

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Vom Fragebogen zum KI-Dialog: So funktioniert der neue Audit

Statt standardisierte Checklisten abzuarbeiten, setzt Netuse auf einen intelligenten Chatbot. Das auf Teuken 7B basende System führt ein dynamisches Gespräch mit dem Kunden, um dessen IT-Sicherheit zu bewerten. Der Clou: Die KI kann die Plausibilität der Antworten prüfen und gezielt nachhaken.

Dadurch entsteht ein deutlich genaueres Bild der Sicherheitslage. Der Prozess wird beschleunigt, und Netuse kann schneller maßgeschneiderte Lösungen vorschlagen. Ein entscheidender Vertrauensvorteil ist die lokale Betriebsfähigkeit. Sensible Unternehmensdaten verlassen niemals die eigene Infrastruktur des Kunden – ein Kernversprechen digitaler Souveränität.

Mehr als Technik: Ein politisches Statement

Der Einsatz ist ein starkes Signal gegen die strategische Abhängigkeit von US-Tech. Bislang beherrschen Modelle von OpenAI, Google & Co. den Markt und werfen Fragen zu Datenschutz und Transparenz auf.

Teuken 7B entstand im öffentlich geförderten Forschungsprojekt OpenGPT-X unter Leitung der Fraunhofer-Institute IAIS und IIS. Das Ziel war eine leistungsstarke, transparente europäische Alternative. Als Open-Source-Modell (Apache-2.0-Lizenz) gibt es Unternehmen die volle Kontrolle über ihre KI-Anwendungen und Daten zurück.

Die Stärken des europäischen Modells

Technisch ist Teuken 7B ein Sprachmodell mit sieben Milliarden Parametern. Sein größter Vorteil liegt in der multilingualen Ausbildung. Es wurde von Grund auf mit allen 24 EU-Amtssprachen trainiert, wobei rund die Hälfte der Daten nicht-englisch war. Das sichert stabile Leistung in der sprachlichen Vielfalt Europas.

Das rechenintensive Training lief auf Europas Supercomputer JUWELS im Forschungszentrum Jülich. Neben Fraunhofer und Jülich waren Partner wie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Aleph Alpha und IONOS am Projekt beteiligt.

Blaupause für die Zukunft: Regulierte Branchen im Fokus

Die Anwendung bei Netuse ist ein Paradebeispiel für den erfolgreichen Transfer von der Forschung in die Wirtschaft. Nach der Deutschen Telekom als erstem kommerziellen Anbieter zeigt dieser Schritt das Potenzial für spezialisierte Drittanwendungen.

Künftig dürfte dies als Blaupause für weitere Branchen dienen. Vor allem in streng regulierten Sektoren wie Finanzen, Gesundheitswesen oder der öffentlichen Verwaltung ist der Bedarf an souveränen, DSGVO-konformen KI-Lösungen enorm. Die Open-Source-Natur des Modells wird eine wachsende Entwickler-Community anziehen, die es weiter spezialisiert.

Für den Standort Deutschland ist es die Bestätigung: Investitionen in eine wertebasierte KI-Infrastruktur tragen Früchte und stärken die digitale Unabhängigkeit Europas nachhaltig.

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