Tesla, Roboter-Optimus

Tesla setzt alles auf den Roboter-Optimus

07.02.2026 - 17:02:12

Tesla stellt die Produktion der Modelle S und X ein, um auf humanoide Roboter zu setzen. Elon Musk sieht in Optimus eine unendliche Geldmaschine und plant den Aufbau einer KI-Robotik-Sparte.

Tesla-Chef Elon Musk definiert sein Unternehmen radikal neu: Der humanoide Roboter Optimus soll zum zentralen Geschäftsfeld werden. Hinter der Vision steckt eine drastische Produktionsumstellung in Kalifornien.

Musk beschreibt das Konzept als eine Art „unendliche Geldmaschine“. Die Idee: Roboter, die billiger als ein Auto sind, könnten nicht nur menschliche Arbeit verrichten, sondern auch weitere Roboter bauen. Dies würde eine exponentielle Steigerung der Produktivität auslösen und, so Musks Utopie, zu einem Zeitalter des Überflusses führen.

Die Strategie der sich selbst vermehrenden Arbeiter

Der Plan ist eine Antwort auf den erwarteten globalen Arbeitskräftemangel. Die Roboter sollen nicht nur bestehende Jobs übernehmen, sondern auch Tätigkeiten erledigen, für die es keine oder zu wenige Menschen gibt – vom Bergbau bis zum Raumschiffbau.

Tesla treibt diese Vision mit konkreten Schritten voran. Das Unternehmen stellt die Produktion der Elektroauto-Klassiker Model S und Model X im Werk Fremont ein. Die Fließbänder werden für die Fertigung des Optimus umgerüstet. Diese Entscheidung unterstreicht, dass Tesla seine Zukunft auf Robotik setzt.

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Vom Autobauer zum „physischen KI“-Konzern

Die Neuausrichtung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Im vierten Quartal 2025 brach der Gewinn um 61 Prozent ein, der Wettbewerb auf dem Elektroauto-Markt verschärft sich. Mit dem Fokus auf Optimus will Tesla seine hohe Börsenbewertung rechtfertigen – der adressierbare Markt für Roboter ist potenziell riesig.

Musk positioniert Tesla nun als „KI-Robotik-Unternehmen“. Die Autos seien „Roboter auf Rädern“, Optimus der nächste logische Schritt. 20 Milliarden Euro sind für die Entwicklung von Robotik und autonomen Fahrzeugen vorgesehen. Ein Video vom 2. Februar 2026 soll zeigen, wie der Roboter neue Fähigkeiten durch reine Beobachtung lernt.

Die größere Vision: Brücke ins All

Die Roboter-Pläne reichen über die Erde hinaus. Sie sind eng mit Musks anderen Unternehmen SpaceX und xAI verknüpft. Deren kürzlich bestätigte Fusion schafft einen 1,25-Billionen-Euro-Riesen.

Musk warnt vor dem explodierenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren. Seine Lösung: Sie ins All zu verlegen. Innerhalb von drei Jahren, so seine Prognose, werde der Orbit der kostengünstigste Standort sein. Hier entsteht eine Synergie: SpaceX-Raketen bringen die Infrastruktur ins All, und zukünftige Optimus-Roboter könnten sie dort aufbauen und warten.

Ambitionierte Ziele, große Herausforderungen

Die Zeitpläne sind ehrgeizig. Der Wechsel von der Auto- zur Roboter-Massenproduktion stellt Tesla vor völlig neue Herausforderungen. Analysten beobachten die Umsetzung kritisch, auch vor dem Hintergrund früherer, oft verzögerter Projekte.

In wenigen Monaten will Tesla die dritte Generation des Optimus vorstellen. Für Investoren bleibt die Frage: Ist dieser Pivot ein genialer Schachzug in einen Zukunftsmarkt – oder ein riskantes Ablenkungsmanöver vom angeschlagenen Kerngeschäft? Tesla baut Teile seiner Vergangenheit ab, um seine Version einer automatisierten und interplanetaren Zukunft zu errichten.

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