Tesla Optimus: Verkauf von Roboter-Menschen ab 2027 geplant
23.01.2026 - 05:51:12Tesla-Chef Elon Musk will seinen humanoiden Roboter Optimus bis Ende 2027 für die breite Öffentlichkeit verfügbar machen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos skizzierte er eine Zukunft, in der Roboter die Menschen zahlenmäßig übertreffen und einen beispiellosen globalen Wohlstand schaffen sollen.
Diese Ankündigung gibt dem seit Jahren mit Spannung verfolgten Projekt erstmals ein konkretes, wenn auch ambitioniertes Ziel. Es steht im Einklang mit dem neu formulierten Unternehmenszweck Teslas, eine „Welt des erstaunlichen Überflusses“ zu erschaffen. Damit signalisiert der Elektroauto-Pionier einen strategischen Schwenk hin zu Künstlicher Intelligenz und Robotik als künftige Kerngeschäfte.
Der Weg zur Massenproduktion wird jedoch steinig. Musk warnte jüngst selbst, dass der Produktionshochlauf für den Optimus und das neue Cybercab-Robotaxi „quälend langsam“ verlaufen werde. Diese Einschätzung speist sich aus den Erfahrungen mit der schwierigen Skalierung des Model 3 und des Cybertrucks.
Derzeit erledigen erste Optimus-Einheiten einfache, repetitive Aufgaben in Teslas Fabriken. Ein wichtiger Meilenstein soll bis Ende 2026 erreicht werden: Dann sollen die Roboter bereits komplexere industrielle Arbeiten übernehmen können. Erst wenn Sicherheit, Zuverlässigkeit und Funktionsumfang absolut überzeugen, will Tesla den öffentlichen Verkauf starten. Diese vorsichtige Strategie unterstreicht die immense technische Herausforderung, für die komplett neue Lieferketten aufgebaut werden müssen.
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Die Vision eines Billionen-Dollar-Marktes
Für Tesla ist die Robotik kein Nebenprojekt, sondern eine zentrale Zukunftswette. Musk hat gegenüber Investoren bereits angedeutet, dass das Optimus-Programm eines Tages den Großteil des Unternehmenswerts ausmachen und Billionen Dollar zur Marktkapitalisierung beitragen könnte.
Der Markt für humanoide Roboter wächst rasant. Branchenberichte prognostizieren, dass das globale Marktvolumen von rund 2,9 Milliarden Euro 2025 auf über 15 Milliarden Euro bis 2030 steigen könnte. Einige Analysen sehen sogar ein Potenzial von 38 Milliarden Euro bis 2035.
Teslas Schlüssel zur Eroberung dieses Marktes ist ein disruptiver Preis. Langfristig peilt Musk einen Stückpreis zwischen 20.000 und 30.000 Euro an. Dies wäre nur durch massive Stückzahlen und die Nutzung von Teslas Expertise in Fertigung und KI möglich – jener vertikalen Integration, die auch das Autogeschäft prägt. Für 2026 plant Tesla deutlich höhere Investitionen, unter anderem in die KI-Infrastruktur für Optimus.
Strategiewechsel: Von der Energie zur „Fülle“
Der Fokus auf Optimus fällt mit einer Neuausrichtung der Unternehmensidentität zusammen. Tesla hat seine Mission offiziell von der „Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltiger Energie“ auf den Aufbau einer Welt des „erstaunlichen Überflusses“ aktualisiert.
Dieser Schwenk kommt zu einer Zeit, in der das Kerngeschäft mit Elektroautos unter wachsendem Wettbewerbs- und Margendruck steht. Für Investoren bilden Optimus und das Robotaxi-Programm daher eine neue Wachstumserzählung. Musks Vision geht hin zu einer Zukunft, in der Roboter von der Altenpflege über Haushaltsarbeiten bis zur Industrie alles übernehmen und so eine Post-Scarcity-Ökonomie ermöglichen.
Der kritische Countdown läuft
Die kommenden 24 Monate werden entscheidend für Teslas Roboter-Ambitionen sein. Investoren werden den Fortschritt genau verfolgen, beginnend mit der Bilanzpressekonferenz für das vierte Quartal 2025 am 28. Januar. Wichtige Indikatoren werden der erfolgreiche Einsatz von Optimus in komplexeren Fabrikrollen bis Ende dieses Jahres und mögliche Präzisierungen des Zeitplans sein.
Musk setzt darauf, dass die Lösung der echten Welt-KI für einen humanoiden Roboter eine transformative Errungenschaft wird. Seine jüngsten Aussagen entwerfen das Bild einer Zukunft mit mehr Robotern als Menschen – eine Entwicklung, die Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft fundamental verändern würde. Der Weg dorthin ist voller technischer Hürden, doch der Masterplan für ein Zeitalter des robotischen Überflusses liegt nun auf dem Tisch.
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