Tesla führt heimlich neue Hardware 4.5 in Model Y ein
26.01.2026 - 20:00:12Tesla stattet seine populärsten Elektroautos stillschweigend mit einer leistungsfähigeren Computer-Generation aus. Die unangekündigte Umstellung auf Hardware 4.5 (HW4.5) in aktuellen Model-Y-Auslieferungen deutet auf einen strategischen Zwischenschritt auf dem Weg zur vollständigen Autonomie hin.
Entdeckt wurde das Upgrade nicht durch den Hersteller, sondern durch Kunden. Ein Besitzer eines im Januar 2026 ausgelieferten Model Y AWD Premium aus der Fabrik in Fremont fand unter dem Handschuhfach ein Autopilot-Modul mit der Bezeichnung „AP45“ und der Teilenummer 2261336-02-A. Weitere Berichte von Besitzern eines Model Y Performance (Auslieferung 26. Dezember 2025) und eines in Austin gebauten Fahrzeugs folgten schnell. Die Umstellung scheint damit koordiniert über verschiedene Werke und Ausstattungsvarianten zu laufen.
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Bereits vor den physischen Funden gab es digitale Hinweise. Im offiziellen Tesla-Ersatzteilkatalog tauchte kurzzeitig der Eintrag „CAR COMPUTER – LEFT HAND DRIVE – PROVISIONED – HARDWARE 4.5“ zum Preis von 2.300 US-Dollar auf, bevor er wieder entfernt wurde. Fachleute analysieren den Fund nun genauer.
Die spannendste Theorie: HW4.5 könnte erstmals ein Drei-System-on-Chip-Design (SoC) nutzen. Das wäre ein architektonischer Sprung gegenüber den bisherigen Hardware-3.0- und 4.0-Computern, die mit zwei Chips für Redundanz arbeiten. Ein dritter Chip könnte die Leistung und vor allem die Fehlertoleranz massiv erhöhen. Das System könnte dann mittels Triple Modular Redundancy (TMR) arbeiten: Stimmen zwei von drei Chips überein, kann ein abweichendes Ergebnis des dritten ignoriert werden. Diese Abstimmung gilt als entscheidender Schritt für zuverlässigere, möglicherweise sogar führerlose Fahrsysteme.
Brücke zur Zukunft: Warum Tesla jetzt nachrüstet
Das Timing ist kein Zufall. Die Einführung von HW4.5 wirkt wie eine strategische Überbrückungslösung. Teslas nächste Chip-Generation, AI5, wird erst später 2026 in die Produktion gehen und soll 2027 in größerer Stückzahl verbaut werden. In der Zwischenzeit wird die Software für das Full Self-Driving (Supervised)-System immer komplexer und rechenhungriger.
Die neue Hardware soll sicherstellen, dass heute produzierte Fahrzeuge die leistungsfähigeren neuronalen Netze der kommenden Software-Updates effizient verarbeiten können. Für Kunden bedeutet das: Model Y aus der Produktion Ende 2025 und Anfang 2026 haben wahrscheinlich einen technologischen Vorsprung. Zusätzlich zur neuen Recheneinheit wurden bei einigen Fahrzeugen auch ein überarbeitetes Frontkameragehäuse und das größere 16-Zoll-Zentraldisplay (statt 15 Zoll) gesichtet.
Kein Retrofit: Das bedeutet der stille Rollout für Besitzer
Tesla hat weder einen konkreten Stichtag noch eine Fahrgestellnummer (VIN) als Cut-off für das neue Hardware-Update kommuniziert. Das Unternehmen setzt damit seine Praxis fort, Verbesserungen kontinuierlich und ohne große Ankündigung in die laufende Produktion zu integrieren. Eine Nachrüstung für ältere Fahrzeuge ist nach bisheriger Unternehmenspolitik und den aktuellen Hinweisen unwahrscheinlich.
Zwar betont Tesla, dass die aktuelle Hardware-Generation für die FSD-Ziele ausreichend sei. Die Revision 4.5 wird künftige Software-Versionen aber wohl effizienter ausführen und könnte für bestimmte Spitzenfunktionen der Zukunft sogar Voraussetzung sein. Während die Community weiter an technischen Details feilt, macht der stille Rollout eines klar: Teslas Innovations-Tempo auf dem Weg zum autonomen Fahren bleibt ungebremst.
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