Tesla, US-Freigabe

Tesla erhält US-Freigabe für kabelloses Laden des Cybercab

19.02.2026 - 18:09:12 | boerse-global.de

Die US-Regulierungsbehörde FCC hat eine Sondergenehmigung für Teslas induktives Ladesystem erteilt, eine Schlüsselvoraussetzung für das geplante autonome Taxinetzwerk.

Die US-Regulierungsbehörde FCC ebnet den Weg für Teslas Robotaxi-Netz. Eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren darf nun eingesetzt werden.

Washington D.C. – Ein wichtiger Meilenstein für das autonome Fahren ist erreicht: Die US-Funkaufsichtsbehörde FCC hat Tesla eine entscheidende Sondergenehmigung erteilt. Sie betrifft das kabellose Ladesystem für den geplanten Robotaxi-Dienst Cybercab. Die am Donnerstag bestätigte Freigabe beseitigt eine zentrale Hürde für die Vision eines fahrerlosen, selbstladenden Taxinetzwerks.

Ohne diese Technologie wäre ein rund um die Uhr verfügbares Robotaxi-Geschäft kaum denkbar. Die Fahrzeuge müssten sonst manuell angesteckt werden – ein klarer Widerspruch zum Konzept der Vollautonomie. Die FCC-Entscheidung ist daher mehr als nur eine Formalie. Sie legt das technische Fundament für einen skalierbaren Dienst.

So funktioniert die präzise Ladetechnik

Das System nutzt Ultra-Wideband (UWB)-Funktechnologie. Sie positioniert den Cybercab millimetergenau über eine Ladestation im Boden. Der eigentliche Energietransfer erfolgt dann induktiv – ganz ohne Kabel.

Der Prozess ist zweistufig: Zuerst ortet das Fahrzeug die Ladestation grob per Bluetooth. Im Nahbereich übernehmen dann UWB-Sender im Fahrzeugboden und in der Station die Feinjustierung. Die FCC gewährte die Ausnahme von bestehenden Regeln, weil Teslas Lösung als unbedenklich eingestuft wurde. Die Signale sind schwach, wirken nur kurz beim Einparken und werden zudem durch die Karosserie abgeschirmt.

Wettbewerbsvorteil für das Robotaxi-Geschäft

Für Teslas geplantes Robotaxi-Netz ist die Technologie ein entscheidender Effizienzhebel. Sie eliminiert teure Roboterarme oder manuelle Arbeit. Eingelassene Ladepads sind zudem unempfindlicher gegen Vandalismus und Wetter als herkömmliche Säulen. Die Betriebszeit der Flotte maximieren – das ist das oberste Ziel.

Interessant ist Teslas Doppelstrategie. Prototypen des lenkradlosen Cybercab wurden bereits an normalen Superchargern gesichtet. Die ersten Fahrzeuge werden demnach sowohl das neue kabellose System als auch das bestehende Kabelnetz nutzen können. Ein pragmatischer Ansatz, der den Start nicht von der flächendeckenden Verfügbarkeit der neuen Infrastruktur abhängig macht.

Branchentrend: Das Ende des Ladekabels?

Tesla ist mit dieser Lösung Vorreiter, aber nicht allein. Der gesamte Markt bewegt sich in Richtung kabelloses Laden. Porsche etwa hat angekündigt, serienmäßige Wireless-Charging-Systeme in künftigen Modellen anzubieten.

Ein langjähriger Kritikpunkt an der induktiven Ladung war der Wirkungsgrad. Tesla behauptet jedoch, mit „deutlich über 90 Prozent“ Werte zu erreichen, die mit konventionellen Level-2-Ladern vergleichbar sind. Sollte sich das bewahrheiten, wäre ein Hauptnachteil ausgeräumt.

Was die Freigabe jetzt bedeutet

Mit der regulatorischen Hürde aus dem Weg kann Tesla nun mit der Produktion der Fahrzeuge und dem Aufbau der Ladeinfrastruktur fortfahren. Das Unternehmen peilt den Produktionshochlauf des Cybercab noch für dieses Jahr an.

Die erfolgreiche Umsetzung wäre ein wichtiger Machbarkeitsnachweis für die gesamte Branche. Für Tesla markiert der Schritt den Übergang von der Robotaxi-Vision in die operative Realität. Das Bild eines Cybercabs, der nach der Fahrt selbstständig eine Station ansteuert, sich auflädt und zum nächsten Kunden weiterfährt, rückt in greifbare Nähe.

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