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Tesla beendet Model S und X für Roboter-Produktion

09.02.2026 - 15:33:12

Tesla beendet die Fertigung seiner Premium-Elektroautos Model S und X, um Kapazitäten für die Massenproduktion des Optimus-Roboters freizumachen. Die strategische Neuausrichtung markiert einen Pivot vom Autohersteller zum KI- und Robotik-Konzern.

Tesla stellt die Produktion seiner Flaggschiff-Modelle S und X ein, um Kapazitäten für die Massenfertigung des humanoiden Optimus-Roboters freizumachen. Die Entscheidung markiert einen strategischen Pivot vom Automobilbauer zum KI- und Robotik-Konzern.

Die letzten Fahrzeuge der beiden einstigen Vorzeigemodelle rollen im zweiten Quartal 2026 vom Band. Ihre Fertigungslinien im Stammwerk Fremont, Kalifornien, werden für eine neue Roboter-Produktion umgerüstet. CEO Elon Musk hatte den Schritt bereits Ende Januar im Rahmen der Quartalszahlen bestätigt. Es ist das Ende einer Ära: Der 2012 eingeführte Model S und sein SUV-Bruder Model X (2016) begründeten einst Teslas Ruf als Premium-EV-Hersteller.

Vom Statussymbol zur Nische

In den letzten Jahren wurden die hochpreisigen Modelle von den Volumenmodellen Model 3 und Model Y deutlich überflügelt. Sie machten 2025 den überwältigenden Großteil der Fahrzeugauslieferungen aus. Der relative Bedeutungsverlust der Flagschiffe fiel mit Teslas erstem gemeldeten Jahresumsatzrückgang und schärferem globalen Wettbewerb zusammen.

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Die freiwerdenden Ressourcen fließen nun in Zukunftsprojekte. Tesla plant für 2026 Kapitalausgaben von über 20 Milliarden Euro, ein Großteil davon für Robotik, die autonome Cybercab-Flotte und KI-Infrastruktur. Das initiale Ziel für Fremont ist ehrgeizig: Bis zu eine Million Optimus-Roboter pro Jahr sollen dort produziert werden.

Die große Vision: Optimus als neues Kerngeschäft

Für die Konzernführung hat Optimus das Potenzial, das Automobilgeschäft langfristig in den Schatten zu stellen. Die Massenproduktion der Optimus Gen 3-Variante begann Berichten zufolge Ende Januar 2026. Erste Einheiten werden bereits in Teslas eigenen Fabriken für repetitive Aufgaben eingesetzt.

Ein noch größerer Produktionsausbau ist im Giga Texas-Werk geplant. Dort soll künftig ein „Optimus 4“-Modell vom Band laufen. Auf einer Aktionärsversammlung 2025 skizzierte das Unternehmen das Ziel, in Texas langfristig bis zu 10 Millionen humanoide Roboter pro Jahr zu bauen. Der Schritt ist mehr als eine Produktentscheidung – er soll Tesla als Technologieunternehmen neu definieren.

Mutige Wette in unsichere Zeiten

Die Entscheidung, etablierte Fahrzeuglinien für ein junges Robotik-Geschäft zu opfern, ist ein gewagter Schachzug. Während Tesla im EV-Markt weiterhin dominant ist, erweitert es seinen Fokus auf die Zukunft von Arbeit und Automation. Parallel entwickelt das Unternehmen eine eigene Lieferkette für den Roboter – ein Unterfangen, das mit dem Aufbau der ersten Auto-Supply-Chain verglichen wird.

Neben Optimus treibt Tesla weitere Projekte voran: Der Semi-Lkw soll 2026 endlich in die Serienfertigung in Nevada gehen. Die Entwicklung des vollautonomen Cybercabs bleibt eine Investitionspriorität. Für Kunden, die ein Model S oder X erwerben möchten, gilt: Jetzt sind finale Bestellungen vor Produktionsende möglich.

Die strategische Neuausrichtung ist die bedeutendste seit dem Launch des Model 3. Tesla setzt auf seine Fähigkeit, eine weitere technologische Revolution anzuführen. Der Erfolg hängt davon ab, ob die immensen technischen Herausforderungen der humanoiden Robotik gemeistert und die Produktion skaliert werden kann. Die Automobilwelt blickt gespannt auf einen ihrer disruptivsten Player, der seine Zukunft nun jenseits der Straße sieht.

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