Tesla, Aktie

Tesla Aktie: Steuertrick trifft Realität

28.04.2026 - 16:02:40 | boerse-global.de

Tesla sparte durch Offshore-Strukturen hunderte Millionen Steuern, doch die Aktie fällt. Analysten sehen Kurstreiber vor allem in Robotaxi und Optimus.

Tesla Aktie: Steuertrick trifft Realität - Foto: über boerse-global.de
Tesla Aktie: Steuertrick trifft Realität - Foto: über boerse-global.de

Rund 18 Milliarden Dollar an Gewinnen durch niederländische und singapurische Tochtergesellschaften geleitet, mehr als 400 Millionen Dollar US-Steuern gespart — und die Aktie fällt trotzdem. Was auf den ersten Blick paradox wirkt, erzählt eine aufschlussreiche Geschichte über das, was Investoren aktuell wirklich bewegt.

Die Struktur ist legal und keineswegs ungewöhnlich für globale Konzerne. Eine niederländische Gesellschaft fungierte als Durchlaufstation, eine Holding in Singapur strich die Gewinne ein — ohne dort besteuert zu werden. Der rechnerische Vorteil gegenüber dem US-Körperschaftssteuersatz von 21 Prozent übersteigt damit die 400-Millionen-Dollar-Marke deutlich.

Einmaleffekt oder struktureller Vorteil?

Was den Hebel für Anleger problematisch macht: Im laufenden Jahr wies Tesla plötzlich mehr als 90 Prozent seiner globalen Gewinne in den USA aus — ein starker Bruch mit früheren Berichtszeiträumen. Das deutet darauf hin, dass die Offshore-Konstruktion möglicherweise bereits angepasst wurde oder gerade umgebaut wird. Ein Steuervorteil, der sich nicht reproduzieren lässt, fließt in die Bewertung nur begrenzt ein.

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Der Markt scheint das ähnlich zu sehen. Trotz des bilanziellen Rückenwinds verlor die Aktie nach den jüngsten Quartalszahlen spürbar an Wert und notiert seit Jahresbeginn rund 16 Prozent im Minus — aktuell bei rund 380 Dollar und damit weit unterhalb des 52-Wochen-Hochs von knapp 499 Dollar.

Robotaxi und Optimus als eigentliche Kursfantasie

Die Deutsche Bank hält trotzdem an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 465 Dollar fest. Analyst Edison Yu benennt dabei den eigentlichen Engpass: Robotaxi-Auslieferungen und der humanoide Roboter Optimus entwickeln sich langsamer als erhofft. Solange KI-basierte Produkte keine messbaren Erfolge liefern, fehlt dem Kurs der entscheidende Treiber.

Operativ gibt es unterdessen durchaus Lichtblicke. In Grünheide plant Tesla, bis Ende Juni rund 1.000 neue Mitarbeiter einzustellen und die Produktion ab Juli um ein Fünftel hochzufahren. Die Neuzulassungen in Deutschland stiegen im ersten Quartal 2026 auf 12.829 Einheiten — gegenüber 4.935 im Vorjahreszeitraum mehr als eine Verdopplung. Werksleiter André Thierig sieht die Auslastungsgrenze der Fabrik selbst bei 6.000 Einheiten pro Woche noch nicht erreicht.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer dämpft die Euphorie allerdings: Rabattaktionen und zeitlich begrenzte Impulse wie gestiegene Spritpreise hätten die Nachfrage kurzfristig angeschoben. Ob der Schub trägt, werde sich zeigen, sobald der Sonderbonus für das Model Y ausläuft.

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