Tesla, Aktie

Tesla Aktie: Senatoren fordern FSD-Untersuchung bis 7. Juli

17.06.2026 - 11:37:29 | boerse-global.de

US-Senatoren fordern NHTSA-Prüfung von Teslas FSD-Sicherheitsdaten, während Goldman Sachs die Liefererwartungen anhebt.

Tesla Aktie: Politische FSD-Untersuchung überschattet optimistische Lieferprognose
Tesla - Ein futuristisches Armaturenbrett eines Elektroautos mit digitaler Anzeige, die eine Fahrkarte und -schnittstelle zeigt. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ausgerechnet in der Woche, in der Goldman Sachs seine Lieferprognose anhebt, gerät Tesla unter politischen Druck. US-Senatoren fordern eine Untersuchung der Sicherheitsstatistiken rund um das autonome Fahrsystem FSD — und der Timing könnte kaum ungünstiger sein.

Senatoren zweifeln an FSD-Sicherheitsdaten

Am 16. Juni 2026 wandten sich die Senatoren Ed Markey und Richard Blumenthal offiziell an die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Sie verlangen eine Untersuchung von Teslas Sicherheitsbehauptungen zum „Full Self-Driving"-System.

Kern des Vorwurfs: Tesla vergleiche Unfälle mit Airbag-Auslösung im FSD-Betrieb mit einem deutlich breiteren Datensatz allgemeiner Polizeimeldungen. Das verzerrt die Statistik zugunsten des Systems. Hinzu kommt ein methodischer Streitpunkt bei der Unfalldatenerfassung. Tesla nutzt ein Fünf-Sekunden-Fenster nach FSD-Deaktivierung. Die NHTSA arbeitet standardmäßig mit 30 Sekunden. Die Behörde soll bis zum 7. Juli 2026 antworten.

Goldman hebt Lieferprognose an

Parallel dazu erhöhte Goldman-Sachs-Analyst Mark Delaney seine Lieferprognose für das zweite Quartal 2026. Er erwartet nun 420.000 ausgelieferte Fahrzeuge — zuvor waren es 405.000. Das liegt über dem Marktkonsens von rund 400.000 Einheiten.

Treiber sind starke internationale Märkte. In Europa stiegen die Zulassungen bis Mai um 85 bis 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr. China zeigte ebenfalls Wachstum im hohen einstelligen Bereich. Diese Zuwächse federn einen Rückgang in den USA ab, wo die Auslieferungen im mittleren Zehnprozentbereich sinken dürften. Trotz der angehobenen Prognose hält Goldman Sachs an der Bewertung „Neutral" fest — mit einem Kursziel von 375 Dollar.

Magnificent Seven ohne Tesla

Abseits der Quartalsdaten verschiebt sich das Bild für Tesla im Kreis der Tech-Schwergewichte. T.-Rowe-Price-Fondsmanager David Giroux ersetzte Tesla in seiner Version der „Magnificent Seven" durch Broadcom. Als Grund nannte er die aktuelle Bewertung.

Zeitgleich verändert SpaceX die Kräfteverhältnisse. Das Raumfahrtunternehmen erreichte am 16. Juni eine Marktkapitalisierung von rund 2,85 Billionen Dollar — mehr als doppelt so viel wie Teslas aktueller Börsenwert von etwa 1,3 Billionen Dollar. Einige Analysten schlagen bereits neue Akronyme vor, etwa „MANGOS", das SpaceX einschließt und Tesla ausklammert.

Kurs zwischen zwei Durchschnitten

Die Tesla-Aktie schloss zuletzt bei 348,70 Euro. Sie notiert knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, liegt aber noch rund 2,7 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 358,45 Euro. Der RSI von 48,1 signalisiert neutrale Dynamik.

Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp 7 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht beträgt das Plus jedoch 26,6 Prozent. Den nächsten konkreten Impuls liefert der offizielle Q2-Lieferbericht — dessen Ergebnis Goldman Sachs nun optimistischer einschätzt als der Markt.

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