TerraScout, Feldroboter

TerraScout: Neuer Feldroboter startet Automatisierungswelle in der Landwirtschaft

19.02.2026 - 19:56:12

Neue autonome Roboter wie TerraScout kartieren Felder in Echtzeit und bekämpfen Arbeitskräftemangel. Branchenriese John Deere und andere investieren massiv in KI-gesteuerte Landtechnik.

Landwirte erhalten einen digitalen Feldassistenten, der rund um die Uhr arbeitet. Mit dem vollautonomen Roboter TerraScout bringt das US-Unternehmen TerraClear eine neue Generation von Feldintelligenz auf den Markt. Die Ankündigung ist Teil einer Woche voller Neuigkeiten, in der etablierte Konzerne und Start-ups den Einsatz von Robotern auf dem Acker massiv vorantreiben.

Ein Roboter als unermüdlicher Späher

Der TerraScout ist darauf ausgelegt, Felder mit bisher unerreichter Detailgenauigkeit zu kartieren. Mit bis zu 24 km/h fährt der Roboter autonom über das Land, scannt mit einer 18-Meter-Schwadbreite und kann so über 400 Hektar pro Tag erfassen. Seine Besonderheit: Eine eingebaute Beleuchtung ermöglicht den 24/7-Einsatz bei fast jedem Wetter.

Die gesammelten Daten sind extrem hochauflösend. Das System erfasst pro Hektar über eine Milliarde Bildpunkte mit einem Abstand von nur einem Millimeter. An Bord verarbeitet eine KI-gestützte Edge-Computing-Einheit diese Datenmenge in Echtzeit zu handlungsorientierten Karten. Zunächst identifiziert der Roboter Steine und Unkraut und erstellt daraus präzise Arbeitsaufträge für bestehende Landmaschinen. Damit schließt er die Lücke zwischen Datenerhebung und praktischer Feldarbeit.

Anzeige

Immer mehr Agrarroboter nutzen KI und verarbeiten sensible Felddaten – das eröffnet große Effizienzgewinne, bedeutet aber auch neue rechtliche Pflichten. Wer KI-Systeme entwickelt oder einsetzt, muss Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen der EU-KI-Verordnung beachten. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt verständlich, welche Pflichten jetzt gelten und wie Sie Ihr System rechtskonform aufstellen. Jetzt kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden herunterladen

Praxistauglichkeit steht im Fokus

Der Trend geht klar zu integrierten, praxistauglichen Lösungen. Das zeigt auch das indische Unternehmen Niqo Robotics. Dessen KI-Roboter vereint auf einer Überfahrt gleich drei Aufgaben: Vereinzeln, Jäten und gezieltes Sprühen von Nützlingen. Diese Integration reduziert die notwendigen Überfahrten mit schweren Traktoren, mindert die Bodenverdichtung und spart Betriebsmittel.

Niqo reagiert damit gezielt auf den akuten Arbeitskräftemangel, etwa bei Gemüsebauern in Arizona und Kalifornien. Die Algorithmen des Unternehmens lernen ständig dazu und unterstützen inzwischen auch den Anbau von Zwiebeln, Brokkoli, Grünkohl und Tomaten.

Schwergewichte investieren in KI und Autonomie

Die Dynamik wird durch strategische Investitionen der Branchenriesen befeuert. Der Landmaschinen-Gigant John Deere hat fünf Start-ups in sein Förderprogramm 2026 aufgenommen. Dazu gehört TorqueAGI, das eine KI-Grundlagenmodelle für eine neue Generation reasoning-fähiger Roboter entwickelt.

Parallel investierte der japanische Konzern Kubota 6,5 Millionen Euro in das norwegische Ag-Tech-Unternehmen Kilter. Das Geld soll die globale Vermarktung des KI-gesteuerten Unkrautroboters AX-1 vorantreiben. Auch der deutsche Lohnunternehmer-Klassiker Fendt zeigt auf der Commodity Classic 2026 einen Traktor mit vollautonomer Technologie für Bodenbearbeitung und Erntelogistik.

Automatisierung wird zum neuen Standard

Die Häufung der Meldungen innerhalb einer Woche markiert einen Wendepunkt. Die Agrarrobotik verlässt das Versuchsstadium und liefert nun kommerziell nutzbare, aufgabenspezifische Lösungen. Sie bekämpft die größten Probleme der modernen Landwirtschaft: den akuten Arbeitskräftemangel, hohe Input-Kosten und den Effizienzdruck.

Die Zukunft liegt nicht nur in vollständig neuen autonomen Fahrzeugen, sondern auch in Nachrüst-Kits für bestehende Traktorenflotten. Diese Entwicklung macht die Technologie für mehr Betriebe zugänglich. Durch fortgeschrittene KI werden diese Systeme immer leistungsfähiger und treiben so eine nachhaltigere und transparentere landwirtschaftliche Produktion voran.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.