Terawulf, Aktie

Terawulf Aktie: Morgan Stanley verhandelt Leveraged Loans

06.06.2026 - 03:34:26 | boerse-global.de

Terawulf sondiert den Leveraged-Loan-Markt für Kapital zur Expansion seiner KI-Infrastruktur, Monate nach einer milliardenschweren Anleiheemission.

Terawulf: Neue Finanzierungsquelle durch Leveraged Loans
Terawulf - Eine Silhouette einer Person in einem Anzug vor einem digitalen Display mit Finanzdaten, die Kreditverhandlungen darstellt. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Bitcoin-Miner und KI-Infrastrukturanbieter Terawulf tastet sich an den Leveraged-Loan-Markt heran. Das Unternehmen führt Gespräche mit Morgan Stanley über diese mögliche neue Finanzierungsquelle – nur Monate nach einer milliardenschweren Bond-Emission.

Hochzinsanleihen als Blaupause

Im Oktober 2025 platzierte Terawulf Anleihen im Volumen von 3,2 Milliarden Dollar. Das Orderbuch belief sich auf über 11 Milliarden Dollar. Die Mittel fließen in den Ausbau des Lake-Mariner-Campus im Bundesstaat New York. Nun könnte der Gang zum Leveraged-Loan-Markt oder in das Segment der besicherten Kreditverbindlichkeiten (CLO) folgen. Das zusätzliche Kapital wäre für den weiteren Ausbau der High-Performance-Computing-Kapazitäten in New York, Kentucky und Maryland bestimmt.

Vom Miner zum KI-Vermieter

Die Expansion fällt in eine Zeit, in der institutionelle Investoren die Rolle von Bitcoin-Minern im KI-Zeitalter neu bewerten. Analysten von Bernstein haben die Branche kürzlich mit einer ersten Analyse abgedeckt. Sie bezeichnen Unternehmen wie Terawulf als "Power Landlords" der KI-Revolution. Der Grund: Hyperscaler benötigen enorme Strommengen. Laut aktuellen Studien sind rund 6 Gigawatt Leistung über 17 größere Deals vertraglich gebunden – ein erheblicher Teil der US-KI-Rechenzentrumskapazität. Die Einnahmen aus dem KI-Segment könnten bis 2030 massiv steigen.

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Operativer Fortschritt am Lake Mariner

Die Bauarbeiten am Lake-Mariner-Campus schreiten voran. Core42 hat dort seine KI-Cluster-Kapazität erweitert. Das Management betont öffentlich, dass der Engpass in der Branche nicht die Hardware sei, sondern die Verfügbarkeit von Strom. Das unterstreiche den strategischen Wert der gesicherten Grundstücke und Energieverträge.

Die Aktie notierte am Freitag bei 20,82 Euro – ein Minus von 8,58 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 91 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 23,86 Euro hatte die Aktie erst Anfang dieser Woche markiert.

62,5 Prozent der Anteile liegen bei institutionellen Anlegern. Für sie steht die Frage im Raum, wie das Management seine kapitalintensive Expansion stemmt. Der Schritt in den Leveraged-Loan-Markt könnte dabei ein entscheidender Baustein sein.

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