Telegram, Tummelplatz

Telegram wird zum Tummelplatz für Cyberkriminelle

19.02.2026 - 09:13:12

Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor einer massiven Zunahme von Finanzbetrug und Spionageangriffen über den Messenger Telegram. Kriminelle nutzen die Plattform für gefährliche Apps und Krypto-Fallen.

Telegram wird zur Hauptzielscheibe für Betrug und Spionage. Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen Welle ausgeklügelter Angriffe über den Messenger. Kriminelle nutzen die Plattform, um an Geld und sensible Daten zu gelangen.

BaFin warnt vor gefährlicher Finanz-App-Masche

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlägt aktuell Alarm. Betrüger geben sich in Telegram- und WhatsApp-Gruppen als Mitarbeiter der Bank of America aus. Sie drängen Nutzer dazu, die App „IB-KundenDienst“ herunterzuladen, um angebliche Finanzgeschäfte abzuwickeln. Die BaFin stellt klar: Die Anbieter haben keine Erlaubnis für Deutschland. Parallel kursiert Schadsoftware wie „ZeroDayRAT“ über Telegram, die Angreifern die vollständige Fernsteuerung von Smartphones ermöglicht.

Warum Telegram für Kriminelle so attraktiv ist

Die Plattform bietet mit großen Gruppen und anonymen Kanälen den idealen Nährboden. Kriminelle erreichen mit minimalem Aufwand Hunderttausende. Sie setzen auf Social Engineering: Scheinbar echte Nutzer berichten in Gruppen von Gewinnen, um andere zum Mitmachen zu verleiten. Ein verbreiteter Irrglaube ist die angebliche Sicherheit. Standard-Chats sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Nur manuell aktivierte „geheime Chats“ bieten diesen Schutz – für Gruppen gar nicht verfügbar.

Von Fake-Jobs bis zu Krypto-Fallen: Die Methoden

Die Masche beginnt oft harmlos. Nutzer sollen Videos liken oder Bewertungen schreiben und erhalten eine kleine Provision. Ist das Vertrauen gewonnen, folgt die Aufforderung, eigenes Geld für lukrativere „Aufträge“ zu investieren – eine Falle. In anderen Gruppen locken angebliche Experten mit todsicheren Krypto-Tipps. Die Opfer landen auf gefälschten Handelsplattformen. Anfängliche Gewinne animieren zu höheren Einzahlungen, bevor das Geld komplett verschwindet.

Messenger-Betrug wird zum globalen Massenphänomen

Experten prognostizieren für 2026, dass über 35 Prozent aller Phishing-Angriffe über SMS oder Messenger laufen werden. Telegrams zurückhaltende Inhaltsmoderation – oft als Datenschutz-Vorteil beworben – wird gezielt ausgenutzt. Die gleichen Funktionen, die Communities schätzen, bieten Kriminellen mächtige Werkzeuge. Die Angriffe werden datengesteuerter und durch KI optimiert, was die Erkennung für Laien immer schwieriger macht.

So können sich Nutzer schützen

Der Druck auf Plattformen wie Telegram wird steigen. Für Nutzer ist eigene Vorsorge entscheidend. Gehen Sie niemals auf unaufgeforderte Job- oder Investment-Angebote aus Gruppenchats ein. Klicken Sie keine verdächtigen Links. Laden Sie Apps nur aus offiziellen Stores herunter. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Ihren Telegram-Account. Die goldene Regel bleibt: Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es in der digitalen Welt fast immer.

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