Telegram überholt Android-App mit radikaler Neuausrichtung
07.02.2026 - 12:22:12Telegram setzt mit einem umfassenden Update einen neuen Standard für seine Android-App. Die Neuerungen umfassen ein komplett neues Design, veränderte Navigation und einen strategischen Schachzug bei der Verbreitung von Inhalten in bestimmten Regionen.
„Liquid Glass“: Abschied von Googles Design-Vorgaben
Der Messenger vollzieht einen der radikalsten visuellen Brüche seiner Android-Geschichte. Das neue „Liquid Glass“-Design ersetzt die klassischen, flachen Material-Design-Elemente durch transluzente, verschwommene Hintergründe. Diese verleihen der Oberfläche Tiefe und Schichtung. Abgerundete Ecken bei Chat-Karten und eine vereinheitlichte visuelle Hierarchie sorgen für ein moderneres Erscheinungsbild.
Der Effekt ist besonders in der Chat-Liste und den Einstellungen sichtbar, wo der Hintergrund durch halbtransparente Elemente schimmert. Das Ziel ist klar: Die Nutzererfahrung auf Android und iOS soll vereinheitlicht werden. Die Reaktionen in der Android-Community sind gespalten. Einige loben das hochwertige Gefühl, andere kritisieren den Verlust des typischen Android-Looks.
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Navigation im Umbruch: Menü wandert nach rechts
Die Änderungen gehen weit über Optik hinaus. Sie verändern gewohnte Bedienabläufe grundlegend. Das zentrale Hamburger-Menü – seit jeher oben links platziert – findet sich nun auf der rechten Seite der Kopfzeile wieder. Interface-Designer sehen darin eine Anpassung an immer größere Smartphone-Displays. So soll die Erreichbarkeit mit dem rechten Daumen verbessert werden.
Ergänzt wird dies durch eine neu strukturierte Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand. Sie bietet nun direkten Zugriff auf Kontakte, Anrufe, Chats und das Profil. Diese Anordnung priorisiert Kommunikationskanäle und vereinfacht den Zugang zu persönlichen Einstellungen und gespeicherten Nachrichten erheblich.
Stories-Feature: Gezielte Entriegelung in Krisenregionen
Während das neue Design global eingeführt wird, folgt eine funktionale Neuerung einer regionalen Strategie. Telegram hat die Möglichkeit, Stories zu posten, für Nicht-Premium-Nutzer in Russland, der Ukraine und dem Iran dauerhaft freigeschaltet.
Analysten deuten diesen Schritt als strategische Antwort auf die hohe Abhängigkeit von Telegram als primärer Nachrichten- und Sozialquelle in diesen Ländern. Indem die Bezahlschranke für Stories in diesen Märkten fällt, stärkt Telegram seine Position als Verbreitungswerkzeug, wo Informationsdissemination kritisch ist. In westlichen Märkten bleibt das Premium-Modell dagegen vorerst erhalten.
Polarisierte Reaktionen und mögliche Folgen
Die Reaktionen auf das Update sind extrem gemischt. Der Vergleich mit Samsungs One UI liegt nahe, das ebenfalls die Erreichbarkeit für große Bildschirme priorisiert. Die Verlagerung des Hauptmenüs ist ein gewagtes ergonomisches Experiment. Gelingt es, könnte es andere große Android-Entwickler beeinflussen.
Experten erwarten jedoch eine steile Lernkurve für Millionen täglicher Nutzer. Zudem wird spekuliert, dass die „Liquid Glass“-Transparenzeffekte in späteren Updates für Geräte der unteren Preisklassen noch optimiert werden könnten. Sollten die Nutzungszahlen für die freigeschalteten Stories in den genannten Regionen positiv ausfallen, könnte eine globale Öffnung des Features folgen.
Mit diesem Update macht Telegram deutlich, dass es bereit ist, etablierte Design-Regeln zu brechen, um eine einheitliche, plattformübergreifende Zukunft zu gestalten.
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