Telegram, Design

Telegram: Neues Design und KI für Android

08.02.2026 - 09:24:11

Das größte Android-Update seit Jahren bringt ein komplett neues 'Liquid Glass'-Design, eine datenschutzfokussierte KI auf Blockchain-Basis und vereinheitlicht die Navigation mit iOS.

Telegram startet die größte Android-Überarbeitung seit Jahren. Mit dem Update „Liquid Glass“ gleicht die App endlich ihrem iOS-Pendant an – und bringt eine KI, die Privatsphäre verspricht.

Visuelle Revolution: Der „Liquid Glass“-Effekt

Das Herzstück von Version 12.4.0 ist das neue „Liquid Glass“-Design. Es ersetzt die alten, flachen Farben durch transluzente Elemente, Echtzeit-Unschärfe und Lichtbrechungseffekte. Navigationsleiste, Chat-Header und Menüs erhalten halbtransparente Hintergründe, die dahinterliegende Inhalte dynamisch verschwimmen lassen. Die Optik erinnert an mattiertes Glas und schafft räumliche Tiefe. Abgerundete Ecken bei Nachrichtenblasen und Mediakaarten tragen zum moderneren, weicheren Erscheinungsbild bei. Besonders im Hellmodus entstehen beim Scrollen subtile Farbverläufe.

Neue Navigation: Abschied vom Hamburger-Menü

Neben der Optik ändert sich die Bedienung grundlegend. Das klassische „Hamburger“-Seitenmenü, seit über einem Jahrzehnt Android-Standard, ist verschwunden. Stattdessen führt Telegram eine feste Leiste mit vier Tabs am unteren Bildschirmrand ein: Chats, Kontakte, Einstellungen und Profil. Diese Struktur übernimmt das Layout der iOS-Version und vereinheitlicht so die Nutzererfahrung. Funktionen wie das Erstellen einer Gruppe oder der Zugriff auf gespeicherte Nachrichten wandern in ein Dreipunkt-Menü oben rechts oder in den Einstellungen-Tab. Zudem ist die „Stories“-Funktion nun für alle Nutzer freigeschaltet.

Privatsphäre first: KI auf dezentraler Basis

Unter der Oberfläche verbirgt sich die vielleicht wichtigste Neuerung: eine datenschutzfokussierte Künstliche Intelligenz. Ein neues „KI-Zusammenfassung“-Feature erstellt mit einem Klick kurze Recap von langen Kanalbeiträgen. Der Clou: Telegram setzt dabei nicht auf zentrale Cloud-Server, sondern auf „Cocoon“ – ein dezentrales Rechennetzwerk auf Basis der TON-Blockchain. Es verbindet Entwickler mit einem verteilten Netzwerk von GPU-Besitzern. Die Daten werden in geschützten Ausführungsumgebungen (TEEs) verarbeitet und bleiben selbst für die Node-Betreiber verschlüsselt. So will Telegram KI-Komfort ohne Datenschutz-Kompromisse bieten.

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Gemischte Reaktionen und strategische Weichenstellung

Die Reaktionen der Nutzer sind gespalten. Viele loben das hochwertige, moderne Design. Langzeit-Nutzer kritisieren jedoch die umgeworfene Navigation und den Verlust gewohnter Bedienpfade. Aus Marktperspektive ist das Update eine strategische Weichenstellung: Telegram priorisiert erstmals eine eigene, plattformübergreifende Designsprache vor den nativen Konventionen von Android und iOS. Technisch markiert es einen Meilenstein für den praktischen Einsatz dezentraler, privater KI im Massenmarkt.

Was kommt als Nächstes?

In den kommenden Tagen werden kleinere Patches erwartet, um visuelle Fehler zu beheben und die Performance auf älteren Android-Geräten zu optimieren. Experten rechnen damit, dass das „Liquid Glass“-Design bald auch die Desktop-Apps für Windows und macOS erreicht. Die Integration des Cocoon-Netzwerks ebnet zudem den Weg für weitere KI-Features wie Echtzeit-Übersetzung oder automatische Medienbearbeitung – ganz ohne Abhängigkeit von Drittanbietern. Telegram festigt so seine Position als eigenständiges Ökosystem zwischen Massentauglichkeit und Nischen-Technologien für Privatsphäre.

@ boerse-global.de