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Telegram: Diese fünf Einstellungen schützen Ihre Privatsphäre 2026

06.02.2026 - 20:52:12

Die Standardeinstellungen von Telegram bieten keine vollständige Sicherheit. Dieser Leitfaden erklärt die fünf wichtigsten Anpassungen für mehr Datenschutz und warum Nutzer selbst aktiv werden müssen.

Der Messenger Telegram bietet nicht automatisch maximale Sicherheit. Angesichts neuer Sicherheitslücken bei Konkurrenten und einer veränderten Kooperationspolitik mit Behörden ist aktives Handeln der Nutzer entscheidend.

Viele Nutzer wechseln zu Telegram in der Hoffnung auf mehr Anonymität und Datenschutz. Doch die Standardeinstellungen der App bieten oft nur eine trügerische Sicherheit. Dieser Leitfaden zeigt die wichtigsten Anpassungen für das Jahr 2026, um Ihre Kommunikation wirksam zu schützen.

Der größte Irrtum: Cloud-Chats sind nicht sicher

Ein weit verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, alle Chats bei Telegram seien Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das ist falsch. Standardmäßig nutzen Cloud-Chats, also alle Gruppen und Kanäle, nur eine Client-Server-Verschlüsselung. Die Nachrichten sind auf dem Weg zu den Servern geschützt, liegen dort aber potenziell lesbar für den Betreiber vor.

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Echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE), bei der nur Sender und Empfänger den Inhalt entschlüsseln können, bietet Telegram ausschließlich in „Geheimen Chats“. Diese müssen manuell für jeden Kontakt gestartet werden. Sie werden nicht in der Cloud gespeichert und sind an das jeweilige Gerät gebunden. Für vertrauliche Zweiergespräche sind sie unverzichtbar.

Fünf Schlüsseleinstellungen für mehr Sicherheit

Um Ihre digitale Identität zu schützen, passen Sie diese Punkte in den Einstellungen unter „Privatsphäre und Sicherheit“ an:

  1. Telefonnummer verbergen: Ihre Handynummer ist ein Hauptidentifikationsmerkmal. Stellen Sie die Sichtbarkeit auf „Niemand“ und erlauben Sie nur „Meine Kontakte“, Sie über die Nummer zu finden.
  2. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Ein zusätzliches Passwort schützt Ihr Konto selbst dann, wenn jemand Ihren SMS-Code abfängt. Diese einfache Maßnahme verhindert effektiv unbefugten Zugriff.
  3. Anrufeinstellungen anpassen: Standardmäßig können Anrufe über eine Peer-to-Peer-Verbindung (P2P) laufen, was Ihre IP-Adresse preisgibt. Stellen Sie „Peer-to-Peer“ auf „Niemand“ oder „Meine Kontakte“, um dies zu verhindern.
  4. Gruppeneinladungen beschränken: Legen Sie fest, dass nur „Meine Kontakte“ Sie zu Gruppen hinzufügen dürfen. So vermeiden Sie ungewollte Einladungen in unbekannte Kreise.
  5. App-Zugriff sichern: Schützen Sie die Telegram-App auf Ihrem Gerät mit einer PIN oder biometrischen Daten. Das verhindert den Zugriff Dritter bei physischem Kontakt zu Ihrem entsperrten Smartphone.

Erweiterter Schutz: Aktive Kontrolle und Notfallplan

Über die Grundkonfiguration hinaus sind zwei weitere Funktionen entscheidend für die Konto-Hygiene.

Überprüfen Sie regelmäßig die „Aktiven Sitzungen“. Hier sehen Sie alle Geräte, auf denen Ihr Konto angemeldet ist. Beenden Sie sofort jede unbekannte Sitzung – das ist der erste Schritt nach einem möglichen Hack.

Richten Sie zudem die automatische Kontolöschung bei Inaktivität ein. Sie können einen Zeitraum (z.B. sechs Monate) festlegen, nach dem das Konto unwiderruflich gelöscht wird, falls Sie sich nicht anmelden. Dies dient als digitaler Notfallmechanismus für verwaiste Konten.

Telegram im Spannungsfeld: Mehr Kooperation, mehr Eigenverantwortung

Die Rahmenbedingungen haben sich verschärft. Berichten zufolge hat Telegram seit 2024 seine Kooperation mit Ermittlungsbehörden ausgeweitet und gibt auf richterliche Anordnung IP-Adressen und Telefonnummern heraus. Gleichzeitig inszeniert sich Gründer Pawel Durow öffentlich als Kritiker staatlicher Überwachung.

Was bedeutet das für Nutzer? Die Verantwortung für die Sicherheit der eigenen Kommunikation liegt stärker denn je bei jedem Einzelnen. Marketing-Versprechen allein schützen nicht. Initiativen wie die Beratungsangebote der Polizei zum „Safer Internet Day“ zeigen den großen Aufklärungsbedarf.

Der Druck auf Tech-Plattformen wird weiter steigen. Nutzer müssen daher wachsam bleiben: Einstellungen regelmäßig prüfen, „Geheime Chats“ für sensible Themen nutzen und sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Nur wer die Funktionen versteht und aktiv konfiguriert, schützt seine Privatsphäre wirksam.

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