Telegram-Chef Durov greift WhatsApp-Sicherheit scharf an
31.01.2026 - 06:53:12Messaging-Riese Telegram schürt mit schweren Vorwürfen erneut den Sicherheitsstreit mit dem Meta-Konkurrenten. Der Vorstoß fällt in eine heikle Phase für WhatsApp, das sich in den USA einer Sammelklage wegen irreführender Privatsphäre-Versprechen erwehren muss.
Der langjährige Konkurrenzkampf der Messaging-Giganten Telegram und WhatsApp ist neu entfacht. Telegram-Gründer Pavel Durov hat die Sicherheitsstandards der Meta-Plattform scharf kritisiert und behauptet, sie weise erhebliche Schwachstellen auf. Seine Äußerungen befeuern die Debatte um Nutzerdatenschutz und die tatsächliche Umsetzung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) aufs Neue.
Durov erklärte öffentlich, wer 2026 noch an die Sicherheit von WhatsApp glaube, liege grundlegend falsch. Sein Team habe bei der Analyse der Verschlüsselung mehrere potenzielle Schwachstellen oder „Angriffsvektoren“ entdeckt. Der Vorwurf ist ein weiterer Schlag in Durovs langjähriger Kampagne, das Vertrauen in seinen größten Rivalen zu untergraben.
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Sammelklage stellt WhatsApp-Versprechen infrage
Durovs Attacke trifft Meta in einer empfindlichen Phase. Eine internationale Gruppe von Klägern hat in den USA eine Sammelklage eingereicht. Sie wirft Meta vor, Nutzer über die tatsächlichen Privatsphäre- und Sicherheitsmaßnahmen von WhatsApp getäuscht zu haben.
Der Kernvorwurf: Trotz der Bewerbung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung behalte Meta die technische Möglichkeit, auf den Inhalt von Nutzerkommunikation zuzugreifen, sie zu speichern und zu analysieren. Die Kläger aus Ländern wie Indien und Brasilien halten die Datenschutzversprechen des Konzerns für falsch. Die Klage zielt damit direkt auf das Vertrauen von Milliarden Nutzern in eine der weltweit beliebtesten Messaging-Apps.
Meta weist Vorwürfe als „absurd“ zurück
Meta und WhatsApp reagierten mit schroffen Dementis auf Klage und Durovs Kritik. Ein Unternehmenssprecher bezeichnete die Klage als „absurd“ und „reine Fiktion“. Jede Behauptung, WhatsApp-Nachrichten seien nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, sei falsch.
WhatsApp-Chef Will Cathcart betonte persönlich, die Verschlüsselungsschlüssel würden auf den Geräten der Nutzer gespeichert. Ein Zugriff des Unternehmens auf Nachrichteninhalte sei technisch unmöglich. Meta kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Anwälte der Kläger prüfen zu wollen. Auch Tech-Milliardär Elon Musk schaltete sich in die Debatte ein und äußerte seinerseits Sicherheitsbedenken.
Immer neue Bedrohungen für Messaging-Apps
Der Streit beleuchtet die komplexe Welt digitaler Verschlüsselung. Durov lieferte zwar keine technischen Details zu den angeblich gefundenen Schwachstellen, doch die Sicherheitsdebatte ist breiter. Kürzlich meldete Googles Project Zero-Team eine Schwachstelle in WhatsApp für Android, die über automatische Mediendownloads ausgenutzt werden könnte.
Als Reaktion auf solche Bedrohungen rät Experten, proaktive Sicherheitseinstellungen vorzunehmen – etwa das automatische Herunterladen von Medien zu deaktivieren. Gleichzeitig baut WhatsApp sein Schutzangebot für Risikogruppen aus. Ein neuer, optionaler „Strenger Modus“ soll etwa Journalisten besser vor ausgeklügelter Spyware schützen.
Kampf um Vertrauen als Dauerzustand
Der Schlagabtausch zwischen Telegram und WhatsApp ist ein Dauerbrenner. Durov inszeniert Telegram regelmäßig als sicherere Alternative, eine Behauptung, die unter Sicherheitsexperten selbst umstritten ist. Kritiker monieren, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Telegram nicht standardmäßig für alle Chats aktiviert ist.
Für den Durchschnittsnutzer unterstreicht der Konflikt die anhaltenden Herausforderungen digitaler Privatsphäre. Der Ausgang der Sammelklage gegen Meta wird aufmerksam verfolgt werden, denn er könnte Maßstäbe dafür setzen, wie Tech-Konzerne ihre Datenschutzfunktionen bewerben dürfen. Klar ist: Das Ringen um das Vertrauen der Nutzer bleibt das zentrale Schlachtfeld im Wettbewerb der Messaging-Giganten.
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