Telefonbetrüger, Nummern

Telefonbetrüger nutzen gefälschte Nummern für neue Angriffswelle

07.03.2026 - 19:49:39 | boerse-global.de

Sicherheitsbehörden warnen vor einer massiven Betrugswelle, bei der sich Kriminelle als Bankmitarbeiter ausgeben, um an sensible Finanzdaten zu gelangen. Besonders Kunden des Brokers Trade Republic sind betroffen.

Telefonbetrüger nutzen gefälschte Nummern für neue Angriffswelle - Foto: über boerse-global.de
Telefonbetrüger nutzen gefälschte Nummern für neue Angriffswelle - Foto: über boerse-global.de

Sicherheitsbehörden warnen vor einer massiven Welle von Telefonbetrug im deutschsprachigen Raum. Kriminelle nutzen gefälschte Anruferkennungen, um sich als vertrauenswürdige Institutionen auszugeben. Sie erbeuten so sensible Daten und erpressen Geld.

Trade Republic-Kunden im Visier

Eine spezifische Masche zielt aktuell auf Kunden des Online-Brokers Trade Republic. Unbekannte rufen an und geben sich als Mitarbeiter aus. Sie nutzen manipulierte Nummern mit Berliner (030/30015893) oder Stuttgarter Vorwahl (0711/20709527).

Anzeige

Da Betrüger immer häufiger versuchen, sensible Finanzdaten über das Smartphone abzugreifen, ist ein umfassender Geräteschutz unerlässlich. Dieser Gratis-Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Smartphone und Apps für Online-Banking oder Broker zuverlässig absichern. 5 Sicherheitsmaßnahmen für Ihr Smartphone jetzt kostenlos entdecken

Den Opfern wird am Telefon von angeblichen Unregelmäßigkeiten auf ihrem Konto erzählt. Unter dem Vorwand einer Sicherheitsüberprüfung verlangen die Täter Verifizierungscodes oder TANs. Mit diesen Daten lösen sie dann unbemerkt Transaktionen aus und plündern Konten.

Finanzexperten betonen: Seriöse Anbieter fragen niemals telefonisch nach TANs oder Passwörtern. Beenden Sie ein solches Gespräch sofort. Tätigen Sie keinen Rückruf über die angezeigte Nummer.

Falsche Polizisten fordern Bargeld

Auch in der Schweiz häufen sich die Vorfälle. Die Luzerner Polizei warnte kürzlich vor Betrügern, die sich als Bankmitarbeiter oder Polizisten ausgeben. Sie behaupten, verdächtige Abbuchungen entdeckt zu haben.

Für eine angebliche Überprüfung fordern sie die E-Banking-Daten. Oder sie drängen ihre Opfer, Bargeld abzuheben und einem Kurier zu übergeben. Wie perfide diese Masche ist, zeigte ein Fall im Kanton Schaffhausen.

Dort forderten Betrüger von einer Seniorin mehrere hunderttausend Franken. Sie setzten die Frau derart unter Druck, dass sie sogar eintreffenden Polizisten misstraute. Nur durch das Eingreifen einer Drittperson konnte die Überweisung gestoppt werden.

Psychotricks setzen Opfer unter Stress

Die Täter setzen nicht nur auf Technik, sondern massiv auf psychologische Manipulation. Sie erzeugen künstlichen Zeitdruck, indem sie von akuten Kontogefahren sprechen. Dieser Stress schaltet rationale Kontrollmechanismen aus.

Anzeige

Kriminelle nutzen oft psychologische Tricks und technische Lücken, um an Ihr Geld zu gelangen – das gilt auch für beliebte Bezahldienste wie PayPal. In diesem kostenlosen Startpaket erfahren Sie, wie Sie Ihr Konto richtig einrichten und den Käuferschutz effektiv nutzen. Gratis PayPal-Spezialreport mit Profi-Tipps herunterladen

Die Betrüger isolieren ihre Opfer gezielt. Sie verpflichten sie zur Verschwiegenheit gegenüber Familie oder der Bank. So soll verhindert werden, dass jemand den Betrug rechtzeitig erkennt.

So funktioniert Caller ID Spoofing

Das Kernproblem ist die Manipulation der Anruferkennung (Caller ID Spoofing). Die Täter lassen dabei jede beliebige Nummer auf dem Display erscheinen – etwa die der Hausbank oder einer Behörde.

Die Dimension ist enorm: Die Bundesnetzagentur registrierte im Jahr 2025 über 85.000 Beschwerden wegen Rufnummernmissbrauchs. Die Behörde schaltete rund 6.200 missbräuchliche Nummern ab. Doch Kriminelle generieren ständig neue.

So schützen Sie sich effektiv

Der wichtigste Grundsatz: Geben Sie am Telefon niemals Passwörter, TANs oder Kontodaten preis. Legen Sie auf, sobald Druck aufgebaut wird.

Bei angeblichen Anrufen Ihrer Bank: Suchen Sie die offizielle Nummer auf der gesicherten Website heraus und rufen Sie dort selbst an. Nutzen Sie nie die Rückruffunktion.

Verdacht auf Betrug? Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, um Konten zu sperren. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und dokumentieren Sie den Vorfall lückenlos. Schnelles Handeln kann Verluste begrenzen.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt anmelden.
Für immer kostenlos.

boerse | 68645701 |