Telefon-Betrüger, Notrufnummern

Telefon-Betrüger nutzen gefälschte Notrufnummern

18.01.2026 - 11:39:12

Eine neue Welle raffinierter Telefonbetrugsfälle hat mehrere Bundesländer getroffen. Die Polizei warnt eindringlich vor Anrufen mit gefälschter Nummer.

Betrüger manipulieren die Telefonnetze, um vertrauenswürdige Nummern wie die der eigenen Bank oder sogar der Polizei-Notrufleitung 110 auf dem Display erscheinen zu lassen. Diese sogenannten „Spoofing“-Angriffe zielen gezielt auf Senioren ab und haben zwischen dem 15. und 17. Januar deutlich zugenommen. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein häufen sich die Fälle.

Die Methode ist tückisch: Die Angerufenen sehen die echte Nummer ihrer Bankfiliale oder der Polizei. Dahinter stecken jedoch organisierte Betrüger. In Zandt (Bayern) rief am Donnerstag ein angeblicher Bank-Mitarbeiter einen 76-Jährigen an und warnte vor „massiven Störungen“ im Online-Banking. Der Rentner beendete das Gespräch, bevor Schaden entstand.

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Ebenfalls am 15. Januar wurde ein 86-jähriger Mann in Heimbach (NRW) von einem falschen Polizisten kontaktiert. Dieser erfand eine Geschichte über eine aktive Einbrecherbande und forderte den Senior auf, sein Erspartes zur „Aufbewahrung“ abzuheben. Nur eine aufmerksame Bankangestellte konnte den Betrug vereiteln.

Polizei warnt vor „Schockanrufen“

Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnte am Freitag vor der aktuellen Häufung dieser „Schockanrufe“. Die Täter setzen gezielt auf Angst und Autorität. Zwei gängige Szenarien sind:
* Der falsche Polizist: Es wird vor unsicheren Wertgegenständen oder korrupten Bankmitarbeitern gewarnt.
* Der klassische Schockanruf: Ein angeblicher Unfall eines Angehörigen erfordere sofortige Kautionzahlungen.

Die Polizei in Kiel und im Kreis Plön meldet ähnliche Vorfälle. Die Behörden betonen: Echte Polizisten fordern niemals Bargeld an oder bitten um die Herausgabe von Wertsachen. Zudem erscheint die Notrufnummer 110 nie auf der Anzeige des Gerufenen – ein sicheres Zeichen für Betrug.

Digitale und analoge Betrugswelle verschmelzen

Parallel zu den Telefonattacken warnen Verbraucherzentralen vor neuen Phishing-Kampagnen. Betrügerische E-Mails, die PayPal-Nutzer oder Kunden von Banken wie der Commerzbank adressieren, fordern unter Vorwänden wie „Kontobestätigung“ oder „Systemwartung“ zur Eingabe von Zugangsdaten auf.

Experten sehen eine gefährliche Verbindung: Die digital gestohlenen Daten liefern den Telefonbetrügern oft die persönlichen Details, um ihre Anrufe glaubwürdig zu gestalten. Die „Industrialisierung“ der Betrugsoperationen aus professionellen Callcentern ermöglicht gleichzeitige Angriffe in ganz Deutschland.

Aufmerksamkeit ist der beste Schutz

Die Behörden rechnen damit, dass die Betrugswelle im Winter anhalten wird. Die Bayerische Polizei und andere Landesbehörden wollen ihre Aufklärungskampagnen verstärken, insbesondere in den Familien von Senioren.

Das rät die Polizei:
* Auflegen: Bei Forderungen nach Geld, PINs oder Passwörtern sofort auflegen.
* Rückruf: Die Institution über eine bekannte Nummer von der Website oder dem Kontoauszug zurückrufen – nie über die angezeigte Nummer.
* Kein Bargeld: Polizei und Gerichte in Deutschland nehmen niemals Bargeld per Kurier an.
* Melden: Jeden verdächtigen Anruf bei der örtlichen Polizeidienststelle melden – auch wenn kein Schaden entstanden ist.

Quellen: Polizeiinspektion Bad Kötzting (17.01.), Polizei Kreis Düren (16.01.), Polizeipräsidium Oberpfalz (16.01.), Verbraucherzentrale (17.01.).

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