Tech-Aktien beenden Panikwoche mit historischem Rekord
10.02.2026 - 07:45:12Der Dow Jones knackt erstmals die 50.000-Punkte-Marke. Getragen wird der Rekord von einer fulminanten Erholung der zuvor abgestürzten Software-Aktien. Die als „SaaSpocalypse“ gefürchtete KI-Angst entpuppt sich als überzogene Marktreaktion.
Vom KI-Schock zur historischen Rally
Was als existenzielle Bedrohung für die gesamte Software-Branche begann, endete mit einem Rekordfeuerwerk. Nach wochenlangem Verfall drehte der Markt Anfang Februar und startete eine kraftvolle Gegenbewegung. Der Dow Jones Industrial Average schloss erstmals über der symbolträchtigen Grenze von 50.000 Punkten. Die Tech-börse NASDAQ legte 0,9 Prozent zu, der breite S&P 500 stieg um 0,4 Prozent.
Die Erholung kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Zuvor hatte die Veröffentlichung neuer KI-Fähigkeiten durch das US-Unternehmen Anthropic eine beispiellose Verkaufswelle ausgelöst. Die Angst: Künstliche Intelligenz könnte teure Unternehmenssoftware überflüssig machen. Innerhalb weniger Tage büßten Softwarewerte rund eine Billion Dollar an Börsenwert ein. Schwer traf es Branchengrößen wie Salesforce, Microsoft und SAP-Konkurrent Workday.
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Warum die Panik übertrieben war
Analysten sehen in der „SaaSpocalypse“ nun ein klassisches Beispiel für überhastetes Markt-Urteilen. Die aktuelle Rally speist sich aus einer nüchterneren Einschätzung. Zwar ist agentenbasierte KI eine disruptive Kraft, doch sie wird etablierte Software wahrscheinlich ergänzen – nicht ersetzen.
„Die Kernaufgabe von Unternehmenssoftware liegt nicht nur in der Ausführung von Tasks“, erklärt ein Marktbeobachter. „Es geht um integrierte Workflows, Compliance, Sicherheit und Governance.“ Diese komplexen Ökosysteme könne eine KI allein nicht nachbilden. Zudem trieb der Ausverkauf die Bewertungen vieler solider Softwareunternehmen auf Jahrestiefs – was kluge Anleger als Einstiegschance nutzten.
Das neue Spiel: Wer wird „KI-nativ“?
Die heftige Volatilität offenbart einen grundlegenden Wandel. Investoren differenzieren nicht mehr pauschal zwischen „Tech“ und „Nicht-Tech“. Stattdessen fragen sie: Welche Firmen besitzen die nötigen Daten, die Domänenexpertise und die Infrastruktur, um sich in ein „KI‑natives Ökosystem“ zu verwandeln? Und welche bieten nur leicht ersetzbare Tools?
Die Geschwindigkeit der KI-Innovationen hat den Markt kalt erwischt. Sie zeigt, dass der Wandel schneller kommen könnte als gedacht. Die Ära, in der „Software“ als einheitliche Anlagekategorie galt, ist damit wohl vorbei. Künftig zählen spezifische Geschäftsmodelle und Anpassungsfähigkeit.
Für etablierte Konzerne wie SAP oder Microsoft geht es nun darum, die neuen KI-Fähigkeiten nahtlos in ihre Plattformen zu integrieren. Die kommenden Quartalszahlen werden ein erster Stresstest sein. Eins ist klar: Die Ruhe nach dem Sturm ist trügerisch. Die Branche erwartet weiterhin hohe Volatilität, während sie die langfristigen Folgen der KI-Revolution verdaut.
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