TCM-Masterstudiengang, Herzstück

TCM-Masterstudiengang startet als Herzstück deutsch-chinesischer Gesundheitskooperation

14.01.2026 - 09:25:12

Die Technische Hochschule Deggendorf startet den ersten staatlich anerkannten Master in Traditioneller Chinesischer Medizin. Dies ist ein zentrales Projekt des deutsch-chinesischen Gesundheitsabkommens.

Ab morgen können sich Ärzte für den ersten staatlich anerkannten Master of Science in Traditioneller Chinesischer Medizin bewerben. Das Programm ist ein Meilenstein für die Integration von TCM in das deutsche Gesundheitssystem und ein zentrales Projekt des deutsch-chinesischen Aktionsplans 2024-2026.

Akademischer Durchbruch mit Frist am 15. Januar

Der Start des Masterstudiengangs an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) markiert eine strategische Wende. Ab März 2026 werden hier approbierte Ärzte in chinesischer Diagnostik, Akupunktur und Arzneimitteltherapie ausgebildet. Die Kooperation zwischen THD, der TCM-Klinik Bad Kötzting und der Societas Medicinae Sinensis (SMS) verlegt die TCM-Ausbildung erstmals auf universitäres Niveau.

„Damit verlassen wir den Bereich loser Zertifikatskurse“, erklärt ein Hochschulsprecher. Der wissenschaftlich fundierte Ansatz soll Qualitätsbedenken begegnen, die der Integration von TCM in Deutschland bisher im Weg standen. Die Ausbildung kombiniert Blockwochen in der Klinik mit theoretischen Modulen – eine Brücke zwischen westlicher Schulmedizin und östlicher Ganzheitsmedizin.

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Internationale Partnerschaft mit Hongkong besiegelt

Parallel zur akademischen Initiative expandieren die klinischen Netzwerke. Erst letzte Woche bestätigte die TCM-Klinik Bad Kötzting eine strategische Partnerschaft mit Hongkongs erstem chinesischem Krankenhaus (CMHHK). Diese Kooperation ermöglicht den Austausch von klinischem Personal und Forschungsdaten, insbesondere zu Wechselwirkungen zwischen pflanzlichen und synthetischen Arzneimitteln.

Für den Aktionsplan ist diese Verbindung nach Asien von zentraler Bedeutung. Sie öffnet deutschen Institutionen direkten Zugang zu klinischen Studien aus der Greater Bay Area, einer der innovativsten Regionen für TCM-Forschung. Deutsche Experten sollen zudem an Trainingsprojekten in Hongkong teilnehmen – ein echter Wissenstransfer in beide Richtungen.

Aktionsplan 2024-2026 tritt in entscheidende Phase

Die Entwicklungen fallen in die finale Phase des deutsch-chinesischen Gesundheitsabkommens, das Gesundheitsminister Karl Lauterbach im September 2024 unterzeichnete. Nach politischen Absichtserklärungen geht es nun um konkrete Umsetzung. Der Fokus liegt auf vier Säulen: nicht-übertragbare Krankheiten, Infektionskrankheiten, Gesundheitswirtschaft und TCM.

Gerade der TCM-Bereich zeigt mit dem Masterstudiengang und den Klinikpartnerschaften messbare Erfolge. Die Zusammenarbeit mit der Beijing University of Chinese Medicine, die die Bad Kötztinger Klinik seit langem unterstützt, dient dabei als Modell für wissenschaftlichen Austausch.

Markt wächst – Fachkräfte werden dringend gesucht

Der Zeitpunkt der Initiativen trifft auf steigende Nachfrage. Bereits heute nutzt ein bedeutender Teil der deutschen Bevölkerung komplementärmedizinische Angebote. Akupunktur ist bei chronischen Schmerzen bereits Kassenleistung.

Marktbeobachter erwarten, dass der neue Masterstudiengang die Verfügbarkeit qualifizierter TCM-Experten in den kommenden Jahren spürbar erhöhen wird. Absolventen mit dualer Kompetenz könnten Skepsis unter Schulmedizinern abbauen und die Zusammenarbeit in Praxen und Kliniken fördern.

Für 2026 kündigen sich weitere gemeinsame Forschungsprojekte an, besonders zu Lebensstilerkrankungen und Demografie – Bereiche, in denen die präventiven Ansätze der TCM westliche Akutversorgung ideal ergänzen können. Beim anstehenden Weltwirtschaftsforum in Davos könnte das deutsch-chinesische Modell sogar als Fallstudie für integrative Gesundheitssysteme dienen.

Die unmittelbare Aufmerksamkeit gilt jedoch zunächst den Pionieren: Den Ärzten, die bis morgen ihre Bewerbung für den ersten Jahrgang einreichen und diesen neuen akademischen Weg ebnen werden.

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