Tarifabschluss, Hamburg-Zulage

Tarifabschluss sichert Hamburg-Zulage für 10.000 Beschäftigte

17.02.2026 - 22:24:12 | boerse-global.de

Der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder sieht dreistufige Gehaltserhöhungen bis 2028 vor und macht die umstrittene Hamburger Sonderzulage dauerhaft. Rund 925.000 Beschäftigte profitieren.

Nach zähen Verhandlungen haben Gewerkschaften und Bundesländer einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst vereinbart. Das Ergebnis bringt spürbare Gehaltssteigerungen und macht die umstrittene Hamburger Sonderzulage dauerhaft.

Der Durchbruch gelang am Wochenende in Potsdam nach der dritten Verhandlungsrunde. Der bis Januar 2028 laufende Vertrag sieht insgesamt 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Stufen vor. Rund 925.000 Beschäftigte der Bundesländer profitieren davon. Für Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel, der auch Chefunterhändler der Länder war, markiert der Abschluss die finanzielle Schmerzgrenze der Hansestadt.

Dreistufige Gehaltserhöhung bis 2028

Die Tarifsteigerungen folgen einem klaren Zeitplan: Ab April 2026 gibt es 2,8 Prozent mehr, mindestens jedoch 100 Euro. Im März 2027 folgen weitere 2,0 Prozent, bevor im Januar 2028 die finale Erhöhung um 1,0 Prozent wirkt. Diese Staffelung garantiert einen kontinuierlichen Einkommenszuwachs.

Besonders profitieren Nachwuchskräfte und Auszubildende. Sie erhalten über den Vertragszeitraum insgesamt 150 Euro mehr. Auch Schichtzulagen werden deutlich angehoben – ein wichtiges Signal für Krankenhauspersonal. Die Zulage für Wechselschicht steigt in Kliniken auf bis zu 250 Euro monatlich.

Durchbruch bei der Hamburger Sonderregelung

Ein zentraler Streitpunkt war die „Hamburg-Zulage“ für Beschäftigte mit viel Bürgerkontakt. Diese bereits 2025 vereinbarte Sonderzahlung wird nun fest im Tarifvertrag verankert. Ab Februar 2026 erhalten berechtigte Mitarbeiter 100 Euro extra, ab Mai 2027 dann 115 Euro.

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Rund 10.000 Hamburger profitieren, die in Servicecentern, Jobcentern oder Schulverwaltungen arbeiten. Für sozialpädagogisches Personal beginnt die Zulage bei 50 Euro. Die Gewerkschaften werten dies als großen Erfolg, der die besonderen Herausforderungen in Metropolen anerkennt. Zusätzlich bestätigt der Vertrag eine Mobilitätszulage für alle Stadtbeschäftigten.

Finanzielle Belastung für die Hansestadt

Die Errungenschaften haben ihren Preis: Hamburgs Finanzsenator Dressel rechnet bis 2028 mit jährlichen Mehrkosten von über 600 Millionen Euro. Diese Summe übersteigt die eingeplanten Personalreserven der Stadt deutlich. Die Umsetzung wird erhebliche Haushaltsanstrengungen erfordern.

Die Vereinbarung beendet die Drohung mit weiteren Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Die lange Laufzeit von 27 Monaten gibt beiden Seiten Planungssicherheit. Nun müssen die Gewerkschaftsmitglieder dem Ergebnis noch zustimmen, bevor die Tarifkommission endgültig bestätigt. Der Abschluss stellt nicht nur die Angleichung an Bundes- und Kommunaltarife sicher, sondern schafft auch erstmals bundesweit anerkannte Metropolenzulagen.

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