Takkt, Aktie

Takkt Aktie: Tiefrote Zahlen

30.03.2026 - 14:45:19 | boerse-global.de

Der B2B-Händler Takkt meldet einen dreistelligen Millionenverlust für 2025 und setzt die Dividende aus. Die angestrebte Profitabilitätsziele werden um bis zu zwei Jahre verschoben.

Takkt Aktie: Tiefrote Zahlen - Foto: über boerse-global.de
Takkt Aktie: Tiefrote Zahlen - Foto: über boerse-global.de

Takkt-Anleger werden am Montag mit harten Fakten konfrontiert. Nach einem Geschäftsjahr 2025, das von einem Nettoverlust in dreistelliger Millionenhöhe geprägt war, zieht der Vorstand nun die Reißleine bei der Dividende. Damit bricht das Unternehmen mit seiner Tradition als verlässlicher Ausschütter, um die Liquidität während des laufenden Konzernumbaus zu sichern.

Besonders schmerzhaft liest sich die Bilanz beim Nettoergebnis: Der Verlust weitete sich auf 120,24 Millionen Euro aus, nachdem im Vorjahr bereits ein Minus von rund 41 Millionen Euro zu Buche stand. Verantwortlich für diesen Einbruch war vor allem die schwache Industrienachfrage in Europa, gepaart mit einem volatilen Marktumfeld in den USA. Diese Faktoren drückten die bereinigte EBITDA-Marge auf magere 3,8 Prozent.

Sanierung mit Hindernissen

Um die Effizienz langfristig zu steigern, treibt das Management die Strategie „TAKKT Forward“ voran. Diese Neuausrichtung ist jedoch kostspielig und wird durch die anhaltende Schwäche im Foodservices-Bereich erschwert, der sich weiterhin als massiver Bremsklotz für die Gesamtgruppe erweist.

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Zwar zeigen Sparten wie das europäische Industrial-Geschäft erste Anzeichen einer Stabilisierung, eine echte Wende ist jedoch noch nicht in Sicht. Die Skepsis der Marktteilnehmer spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Mit aktuell 2,46 Euro notiert das Papier nur knapp über seinem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Tief.

Ziele zeitlich verschoben

Anleger müssen sich auf eine längere Durststrecke einstellen. Takkt hat den Zeitplan für seine mittelfristigen Finanzziele, insbesondere die angestrebte zweistellige EBITDA-Marge, aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten um bis zu zwei Jahre nach hinten verschoben.

Für das erste Quartal 2026 stellt das Unternehmen zudem Kennzahlen unter dem Vorjahresniveau in Aussicht. Erst im weiteren Jahresverlauf wird mit einer graduellen Verbesserung gerechnet, sofern die eingeleiteten Restrukturierungen greifen und sich das Marktumfeld stabilisiert.

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