Take-Two, GTA

Take-Two: GTA VI November 2026 als EPS-Wendepunkt

28.04.2026 - 21:30:58 | boerse-global.de

Trotz eines erwarteten Nettoverlustes von bis zu 129 Millionen Dollar setzt Take-Two auf operative Stärke und den GTA-6-Release im November 2026.

Take-Two: GTA VI November 2026 als EPS-Wendepunkt - Foto: über boerse-global.de
Take-Two: GTA VI November 2026 als EPS-Wendepunkt - Foto: über boerse-global.de

Die Wall Street feiert Take-Two Interactive, während das Management tiefrote Zahlen ankündigt. Bei dem Videospielkonzern klaffen Buchhaltung und Realität derzeit weit auseinander. Vor den anstehenden Quartalszahlen blicken Investoren auf einen massiven Bilanzverlust. Die wahren Gewinntreiber liegen jedoch abseits der reinen Gewinn- und Verlustrechnung.

Für das vierte Geschäftsquartal erwartet Take-Two einen Nettoverlust von bis zu 129 Millionen US-Dollar. Dieser Fehlbetrag resultiert primär aus Abschreibungen. Die Übernahme von Zynga belastet die Bilanz ebenso wie die enormen Entwicklungskosten für Grand Theft Auto VI.

Aus Sicht des Cashflows sieht die Lage deutlich besser aus. Die Milliarden für die Spieleentwicklung sind längst geflossen. Das Management hob die Prognose für den operativen Cashflow im Gesamtjahr kürzlich auf 450 Millionen US-Dollar an.

Die Aktie spiegelt diese operative Stärke aktuell kaum wider. Mit einem Kurs von 183,40 Euro notiert das Papier seit Jahresbeginn knapp 15 Prozent im Minus. Der Titel pendelt damit spürbar unter der 200-Tage-Linie. Kein Wunder. Die anhaltenden Buchverluste verunsichern einige Marktteilnehmer.

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Stabiles Basisgeschäft

Abseits der Bilanztechnik brummt das Tagesgeschäft. Die wiederkehrenden Einnahmen wachsen rasant. Im laufenden Jahr sollen In-Game-Käufe und Abonnements rund 78 Prozent der Nettobuchungen ausmachen. Das entspricht einem erwarteten Wachstum von 17 Prozent. Eine prall gefüllte Pipeline stützt diese Entwicklung zusätzlich.

Der Blick richtet sich auf 2026

Alles wartet auf den 19. November 2026. An diesem Tag erscheint Grand Theft Auto VI. CEO Strauss Zelnick rechnet für das darauffolgende Geschäftsjahr mit Rekordbuchungen. Das Spiel soll ein völlig neues finanzielles Fundament für den Konzern legen.

Analysten teilen diesen Optimismus fast ausnahmslos. Eine deutliche Mehrheit der Experten rät zum Kauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 277 US-Dollar. Für das Jahr 2027 erwarten die Banken einen massiven Gewinnsprung.

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Im Mai präsentiert Take-Two die Zahlen für das vierte Quartal. Dann legt das Management auch die konkrete Produktpipeline für die kommenden drei Jahre vor. Diese Vorschau dürfte zeigen, wie schnell der Konzern die aktuellen Bilanzverluste in echtes Geld verwandeln kann.

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