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Taiwan: Wahlen, Säbelrassen und Wirtschaftsaufschwung / Kandidat derRegierungspartei liegt vornBerlin, Bonn, Taipeh - Am 13.

12.01.2024 - 09:03:11

Germany Trade & Invest / Taiwan: Wahlen, Säbelrassen und ...

Januar wählt Taiwan einen neuen Präsidentenund ein neues Parlament. Sicher ist, dass das neue Staatsoberhaupt desInselstaates ein Mann sein wird - es kandidieren nur Männer als Nachfolger derbisherigen Präsidentin Tsai Ing-wen der demokratischen Fortschrittspartei DPP.William Lai Ching-te, Parteivorsitzender der DPP liegt in den Umfragen vorn. HouYu-ih der Partei Kuomintang (KMT) liegt auf Rang zwei, Ko wen-je derneugegründeten Taiwanesischen Volkspartei (TPP) auf Rang drei.

"Aus Sicht der Volksrepublik China liegt also genau der falsche Kandidat vorn.Denn die DPP steht für eine enge Anbindung Taiwans an westliche Staaten und davor allem an die USA und für einen weitere Reduzierung der wirtschaftlichenAbhängigkeit von der Volksrepublik. Der Anteil der taiwanischen Exporte, die insReich der Mitte ging, ist in den vergangenen Jahren geschmolzen. Dies war aberauch auf die schleppende Konjunktur in China zurückzuführen. Gleichzeitig wurdeein Reshoring aus China nach Taiwan erfolgreich gefördert. Dieser Trend dürftesich bei einem Wahlsieg der DPP weiter fortsetzen," erklärt Alexander Hirschlevon Germany Trade & Invest in Taipeh.

Die Spannungen in der Region dürften also anhalten wenn nicht sogar zunehmen.Denn die Volksrepublik China pocht vehement auf ihren Anspruch auf Taiwan. EineWiedervereinigung ist ein klar formuliertes Ziel der Regierung in Peking.

Trotzdem gehen Experten von einem deutlich stärkeren Wirtschaftswachstum in 2024aus. Die offiziellen Prognosen gehen von einer Zunahme des Bruttoinlandproduktsin Höhe von 3,4 Prozent aus, im vergangenen Jahr waren es voraussichtlich 1,4Prozent. Die Bruttoanlageinvestitionen werden, so Prognosen, dieses Jahrvoraussichtlich um fast 5 Prozent steigen - nach einem Rückgang von über 8Prozent 2023. Wichtigster Treiber ist hier die Chipindustrie mit demBranchengiganten TSMC. Der Konzern kündigte im zweiten Halbjahr 2023 an, für 10Milliarden Euro einen Chipfabrik in Dresden errichten zu wollen.

"Um das sogenannte "Silicon Shield" weiter auszubauen, werden die Kapazitätenzur Produktion von Halbleitern in Taiwan massiv nach oben geschraubt. Von dieserEntwicklung profitieren auch deutsche Firmen, die als Zulieferer in vielenBereichen gute Geschäfte mit taiwanischen Unternehmen wie TSMC machen," erklärtAlexander Hirschle weiter. Und auch der mögliche Wahlsieg von William LaiChing-te hätte trotz der Spannungen mit Peking auch positive Auswirkungen aufdeutsche Unternehmen:

"Die DPP setzt stärker auf eine "Energiewende" mit einer starken Nutzungalternativer Energien als die Opposition. In Taiwan sind zahlreiche deutscheFirmen in diesem Segment tätig. Aus diesem Grund könnte es für "Made in Germany"von Vorteil sein, wenn Lai die Wahlen gewinnt. Allerdings haben auch die anderenKandidaten "grüne Themen" und den Ausbau erneuerbarer Energien auf der Agenda."

Schätzungen von Germany Trade & Invest zufolge betrug der deutsch-taiwanischeHandel 2023 rund 26,4 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte sind demnach um 8,7Prozent auf 10,1 Milliarden Euro gesunken, die Importe aus Taiwan um 4,0 Prozentauf 16,3 Milliarden Euro zurückgegangen. Die deutschen Direktinvestitionen inTaiwan erreichten im ersten Halbjahr 2023 mit 983 Millionen US$ einRekordhoch.Weitere Informationen zu Taiwan finden sie unter Taiwan | Taiwan(gtai.de) (https://www.gtai.de/de/trade/welt/asien/taiwan-118610)

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