Börse Stuttgart: Sinkende Ölpreise stützen Börsen
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 14:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Nordseesorte Brent schloss am Montag bei 100,34 Dollar je Fass - ein Minus von 3,4 Prozent zum Freitag. Heute Vormittag zeichnet sich mit einem Plus von rund 1,5 Prozent eine Gegenbewegung ab. Am Dienstag der Vorwoche hatte Brent mit 108,75 Dollar je Fass noch ein Mehrmonatshoch markiert, bevor die fortschreitende Reparatur der saudischen Ost-West-Pipeline und diplomatische Signale zwischen Washington und Teheran die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt verringerten. Am Wochenende signalisierte US-Präsident Trump zudem Gesprächsbereitschaft mit dem iranischen Präsidenten Pezeshkian am Rande der UN-Vollversammlung in dieser Woche. Allerdings verschärfte die iranische Revolutionsgarde den Ton: Im Falle einer Aggression werde man die Waffen und die Geografie des Krieges ändern, sagte ihr Sprecher laut übereinstimmenden Medienberichten. Vorangegangen war am 16. September die erste Zinserhöhung der US-Notenbank Fed seit Juli 2023. Die Währungshüter hoben den Leitzins einstimmig an. Die neue Spanne liegt bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Fed-Chef Kevin Warsh begründete die Entscheidung mit anhaltend erhöhter Inflation, zu der auch gestiegene Energiepreise beigetragen hatten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt derzeit bei rund 4,97 Prozent. An den US-Börsen schloss der S&P 500 am Montag 1,49 Prozent höher bei 7.764,70 Punkten. Der Nasdaq Composite legte 2,26 Prozent zu, getrieben von Technologiewerten. Chiphersteller AMD (WKN 863186) erreichte dabei erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag laut Bundesbank bei 3,46 Prozent. Aktuell steht der DAX bei ca. 25.513 Punkten. Brent notiert bei ca. 101,50 US-Dollar je Fass. In dieser Woche stehen die Gespräche am Rande der UN-Vollversammlung in New York im Fokus des Ölmarkts. Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. © Börse Stuttgart Group 2026.
