System, Down

System of a Down: Kommt jetzt doch das große Comeback?

21.02.2026 - 16:10:59 | ad-hoc-news.de

System of a Down sorgen wieder für wilde Spekulationen – Tour-Hoffnung, neue Musik & Fan-Gerüchte. Was deutsche Fans jetzt wirklich wissen müssen.

System of a Down sind wieder überall in deinem Feed – obwohl eigentlich nichts Offizielles gedroppt wurde. Genau das macht den Hype gerade so irre: kryptische Aussagen in Interviews, wilde Tour-Geraschel für Europa, alte Clips, die auf TikTok explodieren – und eine Fanbase, die 2026 immer noch jeden kleinsten Hinweis auseinander nimmt. Wenn du dich fragst, ob du deine schwarzen Bandshirts bügeln und den Moshpit-Körper wieder aufwärmen solltest: Du bist nicht allein.

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In diesem Deep Dive sammeln wir die aktuellsten Infos, die heißesten Gerüchte und die ehrlichen Chancen, dass du Serj, Daron, Shavo und John bald wieder auf einer Bühne in Deutschland siehst. Spoiler: Es sieht besser aus, als viele noch vor ein paar Jahren gedacht hätten, aber sicher ist noch gar nichts.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

System of a Down sind eine der wenigen Rockbands, die über zwei Jahrzehnte ohne klassisches "Karriere-Management" überlebt haben. Kein jährlicher Release-Zyklus, keine durchgeplante Welttour alle zwei Jahre, sondern lange Funkstille, punktuelle Festival-Gigs und gelegentliche politische Statements. Genau deshalb wirkt jede kleine Bewegung aus dem SOAD-Camp wie ein Erdbeben in der Szene.

In den letzten Monaten sind vor allem drei Dinge aufgefallen: Erstens häufen sich Festival-Spekulationen für Europa, besonders für Sommer 2026. Diverse Leaks von angeblichen Booking-Agenturen und Screenshot-Posts auf Social Media sprechen von Gesprächen mit einer "US-Alternative-Metal-Legende mit armenischen Wurzeln". Namentlich bestätigt ist nichts, aber seien wir ehrlich: Diese Beschreibung passt im Mainstream nur auf eine Band.

Zweitens wurde in mehreren Interviews angedeutet, dass die Türen für ausgewählte Shows nicht komplett zu sind. Serj Tankian hat in verschiedenen Gesprächen immer wieder betont, dass er keine Lust auf klassische Album-Zyklen hat, aber für besondere Anlässe oder klare politische Statements offen ist. Daron Malakian klingt in seinen Aussagen meist frustrierter, weil er deutlich mehr Musik in der Schublade hat, als jemals veröffentlicht wurde. Trotzdem sind sich beide einig: Wenn es etwas Neues gibt, muss es sich wichtig anfühlen und nicht nach Routine.

Drittens heizen Re-Releases und Jubiläums-Themen den Hype an. Die 2000er-Werke von System of a Down feiern nacheinander Runde Geburtstage, und Labels lieben solche Zeitpunkte, um Vinyl-Neuauflagen, exklusive Boxen und digitale Specials zu pushen. Genau diese Marketingwellen erinnern vielen jüngeren Fans überhaupt erst daran, wie krass diese Band in Hochform war. Auf TikTok landen wieder und wieder Snippets von "Chop Suey!", "B.Y.O.B." oder dem brutalen Ende von "Toxicity" in Edits, Memes oder Gym-Reels.

Für deutsche Fans bedeutet das alles: Du solltest nicht mit einer klassischen, monatelang im Voraus angekündigten Arenatour rechnen, aber Festival-Hopeium ist absolut erlaubt. Besonders spannend sind die Zeitfenster im späten Frühling und Hochsommer 2026, wenn die großen europäischen Open-Airs ihre Headliner-Slots noch nicht komplett dicht gemacht haben. Booking-Insider betonen immer wieder, dass System of a Down eine Band ist, die man oft lange unter Verschluss halten muss, weil schon das leiseste Leak Social Media in Sekunden überhitzt.

Selbst wenn am Ende doch keine Deutschland-Show 2026 kommt, hat die aktuelle Bewegung einen Effekt: Die Fanbase wird lauter, organisiert Petitionen, spamt Festival-Kommentarsektionen auf Instagram voll und sorgt damit dafür, dass Veranstalter ganz genau sehen, welche Strahlkraft der Name System of a Down in Europa immer noch hat. Das ist langfristig Gold wert, wenn es um künftige Bookings und Festival-Headliner geht.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Damit du einschätzen kannst, ob sich der Stress um Tickets überhaupt lohnt, hilft ein Blick auf die jüngsten Show-Setlists der Band. Auch wenn sich die Details von Gig zu Gig ändern, zieht sich ein Muster durch: System of a Down liefern eine gnadenlose Best-of-Show, ohne viel Schnickschnack.

Typische Opener der letzten Jahre waren Songs wie "Prison Song", "Suite-Pee" oder auch direkt der Durchdreh-Moment "Chop Suey!" relativ früh im Set. Alleine dieser Einstieg macht klar, worum es live geht: kaum Intro, kaum Ansagen, sofort Vollgas. Fans beschreiben die Shows regelmäßig als eine Art Dauer-Sprint durch die 2000er, bei dem du kaum Zeit hast, Luft zu holen. Die Band rennt Song an Song, mit minimalen Pausen und nur wenigen längeren Ansagen von Serj oder Daron.

Fast garantiert in jeder Setlist sind Klassiker wie:

  • "Chop Suey!"
  • "Toxicity"
  • "B.Y.O.B."
  • "Aerials"
  • "Lonely Day"
  • "Question!"
  • "Spiders"
  • "Needles"
  • "Sugar"
  • "Deer Dance"

Dazu kommen Fan-Favoriten wie "Cigaro", "Hypnotize", "Violent Pornography" oder "Mr. Jack", die je nach Abend auftauchen oder wieder verschwinden. Besonders spannend: Wenn die Band Bock hat, packen sie tiefere Cuts aus, die Casual-Hörer kaum kennen, Hardcore-Fans dafür umso mehr feiern. Genau diese Momente sorgen dann für wilde Clips in den sozialen Medien, weil seit Jahren kein Mensch damit gerechnet hat, den Song jemals wieder live zu hören.

Die Atmosphäre auf einem SOAD-Konzert unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Metal- oder Rock-Shows. Statt einer durchchoreografierten Bühnenshow mit Pyro ohne Ende vertraut die Band primär auf ihre Songs, ihre Präsenz und das Kollektiv im Publikum. Schlagzeuger John Dolmayan (oder je nach Zukunftskonstellation ein Ersatz, falls es zu einem Line-up-Wechsel kommt) treibt die Songs mit extrem tightem, aber zugleich sehr dynamischem Spiel voran. Shavo Odadjian sorgt mit seinem Bass nicht nur für Druck, sondern auch für kranken Bühnen-Movement, das man selten bei Bassisten sieht.

Serj Tankians Stimme ist live der entscheidende Faktor: Wenn er gut drauf ist und gesundheitlich fit, bekommst du die volle Bandbreite von opernhaftem Gesang bis zu wütenden Shouts. In Fankreisen wird viel darüber diskutiert, wie sehr seine Stimme über die Jahre gelitten hat oder nicht. Realistisch betrachtet: Ja, manche ganz hohen Passagen aus den frühen 2000ern wirken heute etwas entschärft oder werden von Daron unterstützt, aber die Intensität der Performance ist immer noch weit weg von Nostalgie-Cashgrab. SOAD-Shows fühlen sich, wenn sie stattfinden, immer noch nach echter Band an, nicht nach Cover-Act der eigenen Vergangenheit.

Für moshwillige deutsche Fans wichtig: In der Regel gibt es im vorderen Drittel des Publikums eine Mischung aus konstanten Moshpits, Circle Pits bei schnellen Songs ("B.Y.O.B.", "Bounce", "Sugar") und einigen Momenten kompletter kollektiver Gänsehaut, etwa bei "Aerials" oder "Lonely Day", wenn plötzlich Zehntausende das komplette Stadion-Chor-Game übernehmen. Wer körperlich nicht komplett zerlegt werden will, stellt sich leicht seitlich versetzt oder eine Spur weiter nach hinten – Sound und Sicht sind meist auch dort noch stark, gerade auf Festivals.

Spannend für mögliche 2026-Shows wäre, ob die Band die beiden 2020 erschienenen Tracks "Protect the Land" und "Genocidal Humanoidz" wieder fester einbaut. Beide Songs wurden damals als politisches Statement zur Situation in Armenien veröffentlicht und zeigen, dass die Band durchaus noch gemeinsam im Studio funktionieren kann, wenn der Anlass stimmt. Sollten neue, ähnlich thematisch aufgeladene Stücke auftauchen, ist die Chance groß, dass sie live einen festen Slot bekommen, flankiert von den alten Abrissbirnen.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wenn Offizielles rar ist, übernehmen Fans die Deutungshoheit. Auf Reddit, in Discord-Servern und Kommentarspalten unter alten Livevideos wird seit Monaten heftig spekuliert, was System of a Down als Nächstes tun. Drei große Themen dominieren dabei die Debatten: neue Songs, eine konzentrierte Abschiedsreihe an Shows und mögliche Umbesetzungen.

Ein verbreitetes Reddit-Narrativ lautet: Die Band sammelt über Jahre Ideen, wartet auf den richtigen politischen Moment und dropt dann ein kurzes, sehr fokussiertes Release – vielleicht eine EP, keine klassische Albumlänge, dafür inhaltlich kompromisslos. Als Argument führen Fans die beiden 2020er-Songs an, die quasi über Nacht erschienen, als der Konflikt um Bergkarabach eskalierte. Viele User spekulieren, dass ähnliche globale oder regionalpolitische Krisen die Band erneut triggern könnten, ins Studio zu gehen. Die Erwartung: keine nostalgische Retro-Platte, sondern ein wütendes, aktuelles Statement.

Andere Fans halten das für zu optimistisch und rechnen eher mit einem Szenario nach dem Motto: "Wir machen noch eine letzte, sehr exklusive Runde mit ausgewählten Festivals und ein paar Soloshows, dann ist Schluss." In diesem Szenario würden vor allem ikonische Orte in Europa und Amerika angefahren – darunter gerne zitiert: London, Paris, Berlin, vielleicht Köln oder Hamburg. Grundlage dieser Theorie sind immer wieder Sätze aus Interviews, in denen Serj betont, dass er seine Energie begrenzt einteilen möchte und lieber wenige besondere Shows spielt, statt lange Touren zu fahren. Auch Daron hat mehrfach durchblicken lassen, dass das zwischenmenschliche und kreative Klima in der Band nicht dauerhaft für Monatelange Tourneen reicht.

Besonders hitzig wird es, wenn es um mögliche Line-up-Änderungen geht. Auf Reddit-Threads tauchen gern wilde Fan-Fantasien auf, in denen John Dolmayan für Tourneen durch einen Gast-Drummer ersetzt wird, falls langfristige Differenzen innerhalb der Band nicht komplett geklärt werden. Bisher gibt es dafür keine belastbaren Belege, aber die Diskussion zeigt, wie sehr Fans versuchen, jede kleine Social-Media-Interaktion, jeden Like und jeden Kommentar zu lesen wie einen geheimen Code.

Parallel dazu läuft natürlich der Klassiker jeder größeren Rockband: Ticketpreis-Debatten. In vielen Threads werden hypothetische Zahlen durchdiskutiert, basierend auf den Preisen der letzten Europa-Shows großer Metal-Acts. Viele Fans rechnen bei möglichen Deutschland-Gigs mit Preisen zwischen 80 und 150 Euro für reguläre Stehplätze, je nach Veranstaltungsort und Festival-Status. Die Stimmung ist gespalten: Ein Teil der Community sagt "Lieber einmal richtig viel zahlen und diese Band wenigstens einmal sehen", während andere warnen, dass eine zu starke Premium-Preisstrategie junge Fans ausschließt, die System of a Down erst über TikTok und YouTube entdeckt haben.

Auf TikTok wiederum dreht sich die Spekulation stärker um Sound-Fragen: Unter Edit-Videos mit Riffs von "B.Y.O.B." oder "Toxicity" tauchen regelmäßig Kommentare auf wie "Stell dir vor, sie bringen jetzt einen Song mit modernem Metalcore-Mix raus" oder "Wie würde ein Feature mit Spiritbox, Bring Me The Horizon oder Architects klingen?". Realistisch ist so ein Crossover zwar aktuell nicht, aber es zeigt, wie sehr die Gen Z SOAD nicht nur als Nostalgie-Act, sondern als mögliche Schnittstelle zur modernen Heavy-Szene sieht.

Unterm Strich ist die Gerüchteküche 2026 vor allem eins: ein Zeichen dafür, dass diese Band immer noch eine emotionale Lücke füllt, die wenige andere schließen. Die Mischung aus politischer Wut, absurdem Humor und krank catchy Melodien ist im aktuellen Mainstream-Rock kaum zu finden. Genau deshalb interpretieren Fans jedes Interview-Zitat maximal positiv und halten an der Hoffnung fest, dass noch nicht das letzte Kapitel geschrieben ist.

Alle Daten auf einen Blick

Offizielle kommende Deutschland-Termine sind Stand jetzt nicht bestätigt. Trotzdem hilft ein Blick auf wichtige Eckdaten, um das große Bild besser zu verstehen. Die folgende Tabelle fasst zentrale Meilensteine und typische Orientierungsdaten für Fans zusammen:

KategorieDatum / ZeitraumOrt / KontextKommentar
BandgründungMitte der 1990erLos Angeles, USAArmenischstämmige Musiker aus der LA-Szene formen System of a Down.
Debütalbum "System of a Down"1998InternationalErstes Studioalbum, legt das Fundament für den späteren Durchbruch.
Album "Toxicity"2001InternationalWeltweiter Durchbruch mit Hits wie "Chop Suey!" und "Aerials".
"Mezmerize"2005InternationalTeil eins des Doppelprojekts, enthält "B.Y.O.B." und "Question!".
"Hypnotize"2005InternationalDirekt nach "Mezmerize" veröffentlicht, u.a. mit "Lonely Day".
Pause / Hiatusab Mitte der 2000erBand legt eine längere Veröffentlichungs- und Tourpause ein.
Reunion-Showsab 2010erEuropa & USAUnregelmäßige Festival- und Arenashows, ohne neues Album.
Neue Songs "Protect the Land" & "Genocidal Humanoidz"2020Digital ReleaseErste neuen Studioaufnahmen seit vielen Jahren, thematisch politisch motiviert.
Typischer Festivalzeitraum EuropaJuni–August (jedes Jahr)Deutschland & NachbarländerWahrscheinlichstes Zeitfenster für mögliche SOAD-Auftritte.
Offizielle InfoslaufendOffizielle WebsiteHier werden offizielle Tourdaten und News zuerst veröffentlicht.

Diese Übersicht ersetzt keine offizielle Bestätigung, gibt dir aber einen guten Rahmen, um Social-Media-Gerüchte realistischer einzuordnen. Wenn eine neue Europa-Runde kommt, wird sie sich ziemlich sicher in das klassische Festivalfenster einreihen.

Häufige Fragen zu System of a Down

Um den aktuellen Buzz rund um System of a Down besser einzuordnen, helfen ein paar ausführliche Antworten auf Fragen, die gerade ständig in Comments und Suchleisten auftauchen.

Spielt System of a Down 2026 in Deutschland?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine offiziell bestätigten Deutschland-Termine für 2026. Alle Screenshots von vermeintlichen Tourpostern oder Leaks solltest du deshalb sehr kritisch sehen, solange sie nicht auf der offiziellen Bandseite oder bei seriösen Veranstaltern auftauchen. Trotzdem ist es realistisch, dass System of a Down zumindest Gespräche mit europäischen Festivals führt. Die Band war in den letzten Jahren immer wieder Headliner auf großen Open-Airs und hat gezeigt, dass sie solche Einzel- oder Cluster-Termine einem klassischen, langen Tourblock vorzieht.

Für dich als Fan bedeutet das: Wenn du wirklich nichts verpassen willst, solltest du sowohl die offizielle Seite als auch die Social-Media-Profile der großen deutschen Festivals im Blick behalten. Erfahrungsgemäß kündigen viele Open-Airs zunächst einen Headliner-Block an, ohne alle Tage komplett zu füllen. System of a Down würden, falls sie zusagen, meist in einer dieser großen Headliner-Wellen mit rausgehen, nicht versteckt in der dritten Reihe des Line-ups.

Kommt noch ein neues System-of-a-Down-Album?

Die Frage spaltet die Fan-Community seit mehr als zehn Jahren. Die nüchterne Antwort: Ein klassisches, voll durchproduziertes Studioalbum im Stil von "Toxicity" oder "Hypnotize" ist eher unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen. In Interviews haben Serj und Daron mehrfach deutlich gemacht, dass sie sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie ein neues SOAD-Album klingen und entstehen sollte. Dieser kreative Konflikt war einer der Hauptgründe dafür, warum in den letzten anderthalb Jahrzehnten nichts Größeres veröffentlicht wurde.

Was realistischer wirkt, sind punktuelle Veröffentlichungen: einzelne Songs oder eine kurze EP, die aus einem sehr konkreten Anlass entsteht, etwa einem politischen Ereignis oder einer humanitären Krise. Genau so sind 2020 "Protect the Land" und "Genocidal Humanoidz" entstanden. Wenn also eine neue Veröffentlichung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie thematisch scharf fokussiert ist und eher wie ein Manifest wirkt als wie ein traditioneller Albumzyklus mit Promo, Singles und Tourplänen.

Warum ist System of a Down trotz weniger Releases so erfolgreich geblieben?

System of a Down gehören zu den Bands, die in einer Zeit groß geworden sind, in der Rock und Metal noch massiv im Mainstream stattfanden. "Chop Suey!" und "Toxicity" liefen im Musikfernsehen und Radio, lange bevor Algorithmen und Playlists die Oberhand hatten. Diese frühe Durchdringung plus die starke visuelle Sprache der Videos hat dafür gesorgt, dass ihre Songs in das kollektive Popkultur-Gedächtnis eingebrannt wurden.

Dazu kommt: Die Musik ist extrem wiedererkennbar. Die Mischung aus aggressiven Riffs, unberechenbaren Tempowechseln, armenischen Skalen und Serjs eigenwilligem Gesangsstil sorgt dafür, dass du einen SOAD-Song nach wenigen Sekunden identifizieren kannst. Dieses Alleinstellungsmerkmal macht die Band auch für TikTok- und YouTube-Generationen interessant, die 2001 noch nicht einmal geboren waren. Für Memes, Mashups und Edit-Videos eignen sich besonders die dramatischen Brüche in Songs wie "B.Y.O.B." oder "Chop Suey!" – genau das nutzt die Fanbase exzessiv.

Wie politisch ist System of a Down wirklich?

System of a Down sind seit dem ersten Album eine Band mit starkem politischen Kern. Viele Texte drehen sich um Themen wie Krieg, staatliche Gewalt, Medienmanipulation, Rassismus oder Umweltzerstörung. Gleichzeitig mischen sie diese Inhalte mit absurden, manchmal fast dadaistischen Momenten und schwarzem Humor. Dadurch wirken die Songs nie wie trockene politische Statements, sondern eher wie wütende, verzerrte Karikaturen der Realität.

Die armenische Herkunft der Bandmitglieder spielt eine zentrale Rolle. Die Auseinandersetzung mit dem Völkermord an den Armeniern, mit Flucht, Diaspora und Identität prägt viele Zeilen und Interviews. Das macht SOAD für viele Fans, die selbst aus Communities mit Konflikterfahrungen kommen, besonders relevant. Wenn du die Band live siehst, ist die politische Dimension oft spürbar – sei es durch kurze Ansprachen, Visuals im Hintergrund oder die Schwerpunktsetzung in der Setlist.

Lohnt sich ein SOAD-Konzert, wenn ich nur die Hits kenne?

Sehr klar: ja. Die Setlists der letzten Jahre sind so gebaut, dass auch Casual-Fans sehr schnell reinkommen. Die großen Singles sind nahezu immer dabei, und selbst die tieferen Cuts sind in sich extrem eingängig oder zumindest live so energiegeladen, dass du keine Vorbildung brauchst, um komplett abzufeiern. Viele Fans berichten, dass sie mit einem "Best-of plus ein paar unbekannte Songs"-Gefühl ins Konzert gegangen sind und danach tief in die Diskografie eingestiegen sind, weil die Live-Versionen sie komplett gepackt haben.

Wenn du dich vorbereiten willst, reicht eine Playlist mit den Alben "Toxicity", "Mezmerize" und ausgewählten Tracks von "Hypnotize" und dem Debüt. Songs wie "Prison Song", "Deer Dance", "Question!", "Lost in Hollywood" oder "Forest" tauchen immer wieder in Livesets auf und geben dir einen guten Eindruck, wie breit das Spektrum dieser Band ist – von extrem politisch bis völlig absurd, von melancholisch bis zerstörerisch.

Wie sicher ist es, dass System of a Down noch lange weitermacht?

Bei einer Band, die so lange aktiv ist und so unkonventionell agiert, sind Prognosen immer schwierig. Die Mitglieder haben neben System of a Down erfolgreiche Solo- und Nebenprojekte, Familien, unterschiedliche politische Prioritäten und zum Teil verschiedene Vorstellungen von künstlerischer Arbeit. Gleichzeitig zeigt jede neue Welle an Shows und jeder spontane Release, dass der Kern der Band noch funktioniert, wenn die Umstände stimmen.

Realistisch ist: Wir befinden uns in einer Phase, in der jede größere Aktivität – sei es ein Festivalrun, eine EP oder eine kleine Tour – als Bonus gesehen werden sollte, nicht als selbstverständlich. Genau das macht den aktuellen Hype so intensiv: Fans wissen, dass jede Gelegenheit, System of a Down noch einmal als komplette Band zu erleben, etwas Besonderes ist. Diese Dringlichkeit sorgt für ausverkaufte Shows, explodierende Suchanfragen und massive Social-Media-Reaktionen, sobald sich auch nur das kleinste Gerücht verdichtet.

Wie bleibe ich seriös über System-of-a-Down-News up to date?

Angesichts unzähliger Fanpages, Clickbait-Titel und "Leak"-Accounts ist es sinnvoll, deine Infoquellen zu sortieren. Die wichtigsten Anlaufstellen bleiben die offizielle Bandseite, die Social-Kanäle der Bandmitglieder und die Seiten großer, etablierter Festivals und Veranstalter. Alles, was nicht von dort kommt, solltest du als Gerücht behandeln – egal, wie oft es auf Reddit geteilt oder auf TikTok neu verpackt wurde.

Guter Pro-Tipp: Wenn mehrere seriöse Musikmedien dasselbe bestätigen und gleichzeitig offizielle Ticketlinks oder Festivalposter auftauchen, steigt die Glaubwürdigkeit massiv. Screenshot-Postings ohne Quellenangabe sind dagegen oft reine Klickmagneten. Gerade bei einer Band wie System of a Down, bei der jedes kleine Lebenszeichen viral geht, ist die Versuchung groß, Behauptungen als Fakten zu verkaufen. Bleib skeptisch und schau im Zweifel immer einmal mehr bei den Originalquellen rein.


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