SCA, SE0000112724

Svenska Cellulosa AB SCA-Aktie (SE0000112724): Q1-Zahlen 2026, Waldstrategie und was deutsche Anleger wissen sollten

20.05.2026 - 21:50:30 | ad-hoc-news.de

Svenska Cellulosa AB SCA hat frische Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt und investiert weiter in Forstwirtschaft und erneuerbare Energie. Was hinter dem Gewinnrückgang steckt und welche Rolle die Aktie im skandinavischen Holz- und Verpackungszyklus spielen könnte.

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Svenska Cellulosa AB SCA steht als einer der größten privaten Waldbesitzer Europas im Fokus der Märkte. Mit den neuesten Quartalszahlen für Q1 2026 und einer klar betonten Strategie für Forstwirtschaft sowie erneuerbare Energie rückt die SCA-Aktie erneut in den Blick vieler Anleger. Der Konzern meldete einen Gewinnrückgang, setzt aber gleichzeitig den Ausbau seiner Wald- und Energieaktivitäten fort, wie aus aktuellen Marktberichten hervorgeht.

Nach Angaben eines Branchenberichts meldete Svenska Cellulosa für das erste Quartal 2026 einen Gewinn von rund 380 Millionen schwedischen Kronen und ein Ergebnis von 0,54 Kronen je Aktie, veröffentlicht im Mai 2026, wie ein Überblicksartikel auf IT Boltwise zusammenfasst, der sich auf Unternehmensangaben stützt, vgl. IT Boltwise Stand 15.05.2026. Damit liegt das Ergebnis unter dem Vorjahreswert, was im Markt als Gewinnrückgang aufgegriffen wurde und die Diskussion über den Zyklus bei Holz- und Verpackungsprodukten neu entfacht hat.

Stand: 20.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Svenska Cellulosa AB SCA
  • Sektor/Branche: Forstwirtschaft, Zellstoff, Verpackungsmaterialien, erneuerbare Energie
  • Sitz/Land: Sundsvall, Schweden
  • Kernmärkte: Nordische Länder, übriges Europa, ausgewählte Exportmärkte
  • Wichtige Umsatztreiber: Forstwirtschaftliche Aktivitäten, Schnittholz, Zellstoff, Kraftliner und Verpackungspapiere, erneuerbare Energie aus Biomasse und Wind
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Nasdaq Stockholm (Ticker: SCA B)
  • Handelswährung: Schwedische Krone (SEK)

Svenska Cellulosa AB SCA: Kerngeschäftsmodell

Svenska Cellulosa AB SCA ist ein integrierter Forst- und Holzkonzern mit Schwerpunkt auf der Bewirtschaftung großer Waldflächen in Nordschweden. Das Unternehmen besitzt mehrere Millionen Hektar Waldland und nutzt diese Flächen für nachhaltige Holzernte, Wiederaufforstung, Biodiversitätsprojekte und die Produktion von Rohstoffen für die Holz- und Papierindustrie. Der Konzern versteht sich als langfristig orientierter Waldbesitzer, der Wertsteigerung über Zyklen hinweg anstrebt.

Aus dem geernteten Holz erzeugt SCA Schnittholz, Holzprodukte und Zellstoff, die an Kunden in Europa und weltweit geliefert werden. Ein wesentlicher Teil des Geschäfts umfasst die Produktion von Kraftliner und anderen Verpackungspapieren, die in der Wellpappenindustrie eingesetzt werden. Diese Produkte profitieren vom anhaltenden Trend zu nachhaltigen Verpackungen und vom Wachstum des E-Commerce, der stabile und qualitativ hochwertige Verpackungslösungen benötigt. Damit verknüpft SCA die klassische Forstwirtschaft mit modernen Anwendungen entlang der Wertschöpfungskette.

Ein weiterer Pfeiler des Geschäftsmodells ist der Bereich erneuerbare Energie. SCA nutzt Reststoffe aus der Holzverarbeitung zur Produktion von Bioenergie und Biokraftstoffen und stellt außerdem Flächen für Windparks zur Verfügung. In aktuellen Investorenunterlagen betont das Unternehmen, dass diese Aktivitäten mittelfristig einen wachsenden Beitrag zum Ergebnis leisten sollen, indem sie zusätzliche Einnahmequellen erschließen und die Abhängigkeit von traditionellen Papiermärkten verringern, vgl. SCA Investor Relations Stand 10.05.2026.

Das Kerngeschäftsmodell von SCA basiert somit auf einem integrierten Ansatz: Von der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder über die industrielle Verarbeitung des Rohstoffs bis zur Energiegewinnung aus Holz und Wind versucht der Konzern, möglichst viele Wertschöpfungsstufen in eigener Hand zu behalten. Diese Integration soll Skaleneffekte liefern, die CO2-Bilanz verbessern und langfristig berechenbare Cashflows ermöglichen.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Svenska Cellulosa AB SCA

Für SCA sind die Holzernte und der Verkauf von Rundholz an eigene Werke und externe Kunden zentrale Umsatztreiber. Die Preisentwicklung für Schnittholz, Zellstoff und Verpackungspapiere hängt stark von der globalen Konjunktur, dem Bausektor und dem Konsumgütermarkt ab. In Phasen hoher Bauaktivität und starker Nachfrage nach Verpackungen für Onlinehandel können die Preise steigen und die Margen von SCA deutlich verbessern. Umgekehrt führen schwächere Zyklen im Bau und im Einzelhandel zu Druck auf Volumen und Preise.

Im Segment Papier und Verpackungsmaterialien ist besonders Kraftliner, ein starkes Packpapier für Wellpappen, von Bedeutung. Viele europäische und internationale Verpackungshersteller beziehen diesen Rohstoff, wodurch SCA in einem global vernetzten Markt agiert. Eine Effizienzsteigerung in den Papierwerken, optimierte Logistik und Energieeinsparungen spielen hier eine große Rolle für die Profitabilität. Durch Modernisierungen an Produktionsstandorten will der Konzern stetig die Kostenbasis senken, wie aus Investorenpräsentationen hervorgeht, vgl. SCA Berichte Stand 08.05.2026.

Im Bereich erneuerbare Energie zählen Einnahmen aus Windkraftprojekten sowie aus Bioenergie und Pellets zu den wachstumsstarken Segmenten. Langfristige Stromabnahmeverträge mit Versorgern oder industriellen Abnehmern können dabei für planbare Erlöse sorgen. Zudem ist der Verkauf von Zertifikaten rund um CO2-Einsparungen und erneuerbare Energien ein ergänzender Faktor, auch wenn er je nach Regulierung und Marktpreis erheblich schwanken kann. Für Investoren ist daher entscheidend, wie stark SCA die Energieerträge ausbaut und wie hoch die Investitionskosten dafür ausfallen.

Die mit Abstand wichtigste Einflussgröße auf die Ergebnisentwicklung bleibt der Preiszyklus von Holz, Zellstoff und Verpackungsmaterialien. Diese Märkte sind global, aber SCA profitiert von einem hohen Anteil eigener Waldflächen, die Zugangssicherheit zum Rohstoff und eine gewisse Kostenkontrolle bieten. Gleichzeitig ist der Konzern mit seinen Produkten auch der Entwicklung von Wechselkursen, insbesondere zwischen Schwedischer Krone und Euro bzw. US-Dollar, ausgesetzt, was die Ergebnisse in der Berichtswährung SEK zusätzlich beeinflussen kann.

Q1 2026 bei Svenska Cellulosa AB SCA: Gewinnrückgang im Zyklus

Die frischen Zahlen zum ersten Quartal 2026 zeigen, dass SCA trotz eines soliden operativen Umfelds mit einem rückläufigen Ergebnis zu kämpfen hat. Der Konzern meldete laut einem Marktüberblick einen Gewinn in der Größenordnung von 380 Millionen SEK und ein Ergebnis von 0,54 SEK je Aktie für Q1 2026, veröffentlicht im Mai 2026, wobei diese Werte unter dem Vorjahresquartal liegen, wie IT Boltwise unter Verweis auf Unternehmensangaben berichtet, vgl. IT Boltwise Stand 15.05.2026. Die Ursachen liegen nach Brancheneinschätzung in einem normalisierten Preisumfeld und gestiegenen Kosten.

Ein separater Überblick auf einer internationalen Finanzplattform hebt hervor, dass SCA mit den Q1-2026-Zahlen seine Strategie in den Bereichen Forst und erneuerbare Energie untermauert und trotz Gegenwinds an den Endmärkten weiter in Wald- und Energieprojekte investiert, vgl. Ad-hoc-news Stand 16.05.2026. Damit signalisiert das Management, dass der aktuelle Gewinnrückgang im Kontext eines langfristigen Ausbaukurses zu sehen ist, der auf höhere Wertschöpfung aus dem Wald und mehr Einnahmen aus nachhaltigen Energielösungen zielt.

Konkrete Details zur Umsatzentwicklung nach Segmenten sind in den regulären Quartalsberichten von SCA zu finden. Üblicherweise teilt das Unternehmen seine Aktivitäten in Bereiche wie Forest, Wood, Pulp und Containerboard bzw. Kraftliner sowie Renewable Energy auf. In zyklisch schwächeren Phasen kann es vorkommen, dass einzelne Sparten rückläufige Preise sehen, während andere von stabiler Nachfrage profitieren. Für Q1 2026 deuten die Berichte darauf hin, dass insbesondere Papier- und Verpackungsmärkte mit einem anspruchsvolleren Preisumfeld konfrontiert waren, während die Forstbewirtschaftung weiter planmäßig verlief.

Der Gewinnrückgang im Quartal ist aus Investorensicht nicht automatisch ein strukturelles Warnsignal, sondern häufig Ausdruck des Rohstoff- und Produktzyklus. Allerdings ist die Frage, ob und wie schnell sich die Margen in den kommenden Quartalen erholen, für die Bewertung der SCA-Aktie entscheidend. Der Verlauf der Holz- und Zellstoffpreise in den kommenden Monaten wird einen erheblichen Einfluss darauf haben, ob sich die Profitabilität wieder an frühere Niveaus annähern kann.

Strategische Ausrichtung: Wald, Verpackung und erneuerbare Energie

SCA betont in seinen Investorenunterlagen seit Jahren die langfristige Ausrichtung auf nachhaltige Forstwirtschaft und den Ausbau erneuerbarer Energie. Der Konzern sieht seine großen Waldflächen als strategischen Vorteil, weil sie zugleich eine Rohstoffquelle, einen CO2-Speicher und eine Plattform für Energieprojekte darstellen. Durch ein aktives Bewirtschaftungsmodell sollen Holzvorräte und Wert des Waldbestands über Jahrzehnte gesteigert werden, während Biodiversitätsziele berücksichtigt werden.

Im Verpackungsbereich zielt SCA darauf, seine Position im Markt für Kraftliner und verwandte Produkte zu stärken. Dazu gehören Investitionen in Effizienz, Kapazitätsanpassungen und Produkterweiterungen, die auf hochwertige und besonders belastbare Papiere ausgerichtet sind. Die Nachfrage kommt vor allem aus der Wellpappenindustrie, die wiederum stark vom E-Commerce, von Konsumgüterherstellern und von der allgemeinen Konjunktur im Warenhandel beeinflusst wird. Daraus ergibt sich für die Strategie eine gewisse Abhängigkeit von makroökonomischen Entwicklungen.

Der Bereich erneuerbare Energie umfasst bei SCA mehrere Säulen. Zum einen nutzt das Unternehmen Biomasse und Reststoffe aus der Holzverarbeitung zur Erzeugung von Wärme und Strom in eigenen Werken und zum Verkauf an externe Abnehmer. Zum anderen stellt SCA Flächen für Onshore-Windparks bereit oder betreibt entsprechende Anlagen in Kooperation mit Energieunternehmen. Dieser Fokus auf erneuerbare Energie wird in Investorenpräsentationen als wichtiges Wachstumsfeld beschrieben, das zusätzliche Einnahmen und einen Beitrag zur Dekarbonisierung liefern soll, vgl. SCA Nachhaltigkeit Stand 05.05.2026.

Für Anleger bedeutet diese strategische Ausrichtung, dass SCA nicht nur vom klassischen Papier- und Holzzyklus abhängt, sondern zunehmend auch von Energie- und Umweltmärkten. Langfristig könnte der Fokus auf CO2-arme Produkte, nachhaltige Verpackungen und erneuerbare Energie eine stärkere Position im Rahmen der europäischen Klimapolitik ermöglichen. Kurzfristig bleibt die operative Entwicklung jedoch maßgeblich von den Preisniveaus in den Kernsegmenten Holz, Zellstoff und Kraftliner geprägt.

Forst- und Verpackungszyklen: Einordnung des Q1-Gewinnrückgangs

Der Gewinnrückgang im ersten Quartal 2026 löst die Frage aus, ob sich SCA in einer zyklischen Talsohle oder am Beginn eines längeren Abschwungs befindet. Forst- und Verpackungsmärkte sind traditionell zyklisch: Nach Phasen mit hoher Nachfrage und steigenden Preisen kommt es häufig zu Korrekturen. Dabei wirken mehrere Faktoren zusammen, etwa gesunkene Bauaktivität, abnehmendes Wachstum im Onlinehandel oder eine Normalisierung von Lagerbeständen bei Kunden.

In früheren Zyklen zeigte sich, dass Holz- und Zellstoffpreise teils deutlich schwanken können. Unternehmen wie SCA versuchen, diese Volatilität durch langfristige Lieferverträge, Diversifikation der Abnehmerstruktur und eine integrierte Wertschöpfungskette zu dämpfen. Dennoch bleibt der Einfluss der globalen Nachfrage nach Bauholz, Möbeln, Verpackungsmaterial und Papier deutlich spürbar. Der aktuelle Rückgang beim Gewinn dürfte in diesem Rahmen vor allem eine Anpassung an ein weniger euphorisches Marktumfeld darstellen.

Hinzu kommen Kostenfaktoren. Steigende Energiepreise, höhere Löhne und strengere Umweltauflagen können die Margen belasten, wenn sie nicht durch Preiserhöhungen oder Effizienzgewinne ausgeglichen werden. SCA arbeitet an der Verbesserung seiner Energieeffizienz und nutzt verstärkt erneuerbare Energiequellen, um die Kosten zu stabilisieren. Inwieweit diese Maßnahmen den Kostendruck im Q1 2026 kompensieren konnten, geht aus Übersichtsberichten nur begrenzt hervor, da Detailzahlen typischerweise in den vollständigen Quartalsunterlagen zu finden sind.

Für die weitere Entwicklung der SCA-Aktie ist entscheidend, wie sich die Nachfrage nach Holz- und Verpackungsprodukten im weiteren Jahresverlauf entwickelt. Sollte die Konjunktur in Europa und anderen Kernmärkten anziehen oder sich stabil auf moderatem Niveau halten, könnte dies zu einer Erholung der Preise und einer Verbesserung der Margen führen. Bleibt das Umfeld dagegen verhalten oder verschärfen sich die Rahmenbedingungen, könnte der Gewinnrückgang über Q1 hinaus anhalten.

Kapitalmarktprofil: SCA als Teil nordischer Indizes und Fonds

Die Aktie von SCA ist an der Nasdaq Stockholm gelistet und Teil verschiedener nordischer Indizes und ETFs. So taucht SCA unter anderem in der Liste der Bestandteile des XACT-Fonds für nordische Unternehmen, einem börsengehandelten Fonds, auf. In einer aktuellen Übersicht führt der Anbieter SCA B mit einem Gewicht von rund 1,41 Prozent im Portfolio, publiziert im Mai 2026, wie aus der Bestandsliste hervorgeht, vgl. XACT Stand 17.05.2026. Dies unterstreicht den Charakter der Aktie als etablierten nordischen Blue Chip im Forst- und Verpackungssektor.

Für institutionelle Investoren sind Titel wie SCA interessant, weil sie Exponierung gegenüber Forstwirtschaft, nachhaltigen Materialien und erneuerbarer Energie bieten. Zugleich ist die Aktie, aufgrund ihrer Größe und Liquidität, in verschiedenen thematischen und breiten europäischen Indizes vertreten. Die Präsenz in ETFs kann die Handelsvolumina erhöhen, die Kursentwicklung aber auch stärker an allgemeine Marktbewegungen koppeln. Wenn Anleger verstärkt nordische oder nachhaltige Strategien verfolgen, kann dies die Nachfrage nach SCA-Aktien erhöhen.

Auf der anderen Seite kann es bei risikoreichen Marktphasen zu ETF-bedingten Abflüssen kommen, die den Kurs zusätzlich belasten, unabhängig von unternehmensspezifischen Daten. Somit bildet sich im Kurs von SCA sowohl die Entwicklung des eigenen Geschäfts als auch die Stimmung gegenüber nordischen Aktien, Forstunternehmen und ESG-orientierten Strategien ab. Deutsche Anleger, die über europäische oder globale Fonds investieren, sind damit häufig indirekt an SCA beteiligt, selbst wenn sie die Einzelaktie nicht gezielt ausgewählt haben.

ESG, Nachhaltigkeit und regulatorische Aspekte

Nachhaltigkeit spielt bei SCA eine zentrale Rolle. Der Konzern präsentiert sich als Vorreiter in der verantwortungsvollen Bewirtschaftung von Wäldern und hebt regelmäßig hervor, wie seine Produkte zur Substitution fossiler Materialien beitragen. Dazu zählen Holzprodukte, die in Bau und Möbeln eingesetzt werden, sowie Verpackungspapiere, die Plastikverpackungen ersetzen können. Zudem verweist SCA auf Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität und zum Schutz bestimmter Waldflächen.

Im ESG-Kontext (Environmental, Social, Governance) ist besonders der Umweltaspekt relevant. Die EU-Klimapolitik, Vorgaben zur nachhaltigen Forstwirtschaft und regulatorische Standards prägen die Rahmenbedingungen für SCA. Die EU-Taxonomie und andere Nachhaltigkeitsregeln definieren, welche Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten und für bestimmte Investorenportfolios geeignet sind. SCA positioniert sich mit seinen Forst- und Energieaktivitäten so, dass der Konzern von einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Anlagen profitieren kann, wie aus ESG-bezogenen Informationsseiten hervorgeht, vgl. SCA ESG-Strategie Stand 05.05.2026.

Für Investoren bleibt aber die Frage, inwieweit Nachhaltigkeitsziele finanzielle Renditen unterstützen oder belasten. Investitionen in CO2-arme Technologien und Zertifizierungsprozesse verursachen zunächst Kosten, können jedoch langfristig neue Märkte eröffnen und regulatorische Risiken reduzieren. Insbesondere strengere EU-Regeln zu Abholzung, Recyclingquoten und Energieeffizienz könnten Unternehmen belasten, die weniger gut aufgestellt sind. SCA versucht, hier mit einer aktiven Kommunikations- und Nachhaltigkeitsstrategie eine Führungsrolle zu übernehmen.

Relevanz von Svenska Cellulosa AB SCA für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger ist die SCA-Aktie insbesondere als Baustein im Bereich Forstwirtschaft, nachhaltige Materialien und Verpackungen interessant. Der deutsche Markt ist ein wichtiger Absatzraum für Verpackungshersteller, Konsumgüterkonzerne und Handel, die wiederum auf stabile Lieferketten bei Verpackungspapieren angewiesen sind. SCA liefert mit seinem Kraftliner- und Holzportfolio indirekt auch in die Wertschöpfungsketten hinein, die in Deutschland eine zentrale Rolle spielen.

Zudem ist Deutschland einer der größten Märkte für nachhaltige Geldanlagen in Europa. Viele Fonds, die sich an ESG-Kriterien orientieren, investieren in Unternehmen, die eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie vorweisen und in klimarelevanten Branchen aktiv sind. SCA erfüllt mit seiner Rolle als großer Waldbesitzer, Holzverarbeiter und Energieerzeuger mehrere dieser Kriterien. Dadurch können deutsche Anleger über Fonds oder ETFs mit ESG-Schwerpunkt mittelbar an der Entwicklung von SCA teilhaben, ohne die Aktie direkt zu halten.

Aus Währungssicht ist die Schwedische Krone für Anleger in Euro ein zusätzlicher Einflussfaktor. Kursbewegungen der Krone gegenüber dem Euro können die in Euro umgerechnete Rendite beeinflussen. Für breit gestreute Portfolios kann dies jedoch auch einen Diversifikationseffekt bieten, da sich skandinavische Märkte in manchen Phasen von der Entwicklung in der Eurozone abkoppeln. Wer gezielt nach Streuung über verschiedene Währungsräume und Wirtschaftsstrukturen sucht, berücksichtigt solche Aspekte bei der Portfoliozusammenstellung.

Risiken und offene Fragen bei Svenska Cellulosa AB SCA

Trotz des langfristigen Potenzials ergeben sich für SCA auch klare Risiken. Die Abhängigkeit von Rohstoff- und Produktpreisen im Holz- und Verpackungssektor bleibt erheblich. Stärkere Preisrückgänge oder Überkapazitäten im Markt können die Margen belasten, selbst wenn das Unternehmen operativ effizient arbeitet. Der Gewinnrückgang in Q1 2026 zeigt exemplarisch, wie rasch sich die Kennzahlen in einem veränderten Marktumfeld anpassen können.

Ein weiteres Risiko liegt in der Regulierung von Forstwirtschaft und Klima. Verschärfte Auflagen zum Waldschutz, strengere Biodiversitätsstandards oder Restriktionen bei der Nutzung bestimmter Flächen könnten die Holzernte begrenzen oder zusätzliche Kosten auslösen. Das betrifft nicht nur die direkte Forstwirtschaft, sondern auch die Nutzung von Flächen für Windparks und Energieprojekte. SCA ist daher darauf angewiesen, seine Bewirtschaftungsmodelle fortlaufend an neue Vorgaben anzupassen.

Währungsschwankungen und konjunkturelle Risiken ergänzen das Bild. Als in Schweden ansässiger Konzern mit globalen Absatzmärkten ist SCA Wechselkursbewegungen zwischen SEK, Euro und Dollar ausgesetzt. Zudem hängt die Nachfrage nach Bauholz und Verpackungen von der wirtschaftlichen Lage in Europa und anderen Regionen ab. Eine schwächere Konjunktur oder strukturelle Veränderung in Konsum- und Handelsmustern kann die Volumina dämpfen. Für Anleger bleibt daher wichtig, die Kombination aus konjunkturellem Umfeld, Rohstoffpreisen und Regulierung im Blick zu behalten.

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Fazit

Svenska Cellulosa AB SCA verbindet ein traditionelles Forst- und Papiergeschäft mit einer zunehmend wichtigen Rolle in den Bereichen nachhaltige Materialien und erneuerbare Energie. Die Q1-2026-Zahlen mit einem Gewinn von rund 380 Millionen SEK und 0,54 SEK je Aktie, veröffentlicht im Mai 2026, zeigen einen deutlichen Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr, der vor allem auf ein normalisiertes Preisumfeld und Kostenfaktoren im Holz- und Verpackungszyklus zurückgeführt wird. Zugleich bekräftigt das Management laut Marktberichten seine langfristige Strategie, die auf die Bewirtschaftung großer Waldflächen, die Produktion von Kraftliner und Holzprodukten sowie den Ausbau von Energieprojekten setzt.

Für deutsche Anleger ist SCA sowohl als direkte Aktie an der Nasdaq Stockholm als auch indirekt über Fonds und ETFs relevant, die sich auf nordische oder ESG-orientierte Strategien konzentrieren. Die Aktie bietet eine Kombination aus Forstexponierung, Verpackungsnachfrage und erneuerbarer Energie, bleibt jedoch zyklischen Schwankungen und regulatorischen Risiken ausgesetzt. Wie sich die SCA-Aktie künftig entwickelt, hängt maßgeblich von der Preisentwicklung bei Holz, Zellstoff und Verpackungsmaterialien, der Umsetzung der Energie- und ESG-Strategie sowie der konjunkturellen Lage in Europa und weltweit ab. Eine gründliche Analyse der Quartalsberichte und der zugrunde liegenden Marktbedingungen ist daher zentral, um die Chancen und Risiken des Papiers einzuordnen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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