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Surface Hub: Veraltete Whiteboards als Sicherheitsrisiko

25.01.2026 - 06:02:12

Seit dem Support-Ende für ältere Surface Hubs laufen viele Konferenzsysteme ohne Updates. Dies birgt erhebliche IT-Sicherheits- und Compliance-Risiken, da nur ein kompletter Austausch Abhilfe schafft.

Deutsche Unternehmen setzen auf abgelaufene Konferenzsysteme – und riskieren damit Compliance-Verstöße und Cyberangriffe. Seit dem offiziellen Support-Ende für die erste Generation der Microsoft Surface Hubs im Oktober 2025 laufen zahlreiche digitale Whiteboards in deutschen Konferenzräumen ohne Sicherheitsupdates. Experten warnen vor einem stillen, aber ernsthaften IT-Risiko.

Ein offenes Einfallstor im Konferenzraum

Das Problem betrifft die ursprünglichen Surface Hub-Modelle (55 und 84 Zoll) sowie Surface Hub 2S-Geräte mit der alten Windows 10 Team Edition. Seit dem Stichtag erhalten sie weder Sicherheits-Patches noch technischen Support von Microsoft. Kritisch: Die Microsoft Teams-App ist auf diesen Systemen nicht mehr funktionsfähig – der Kernnutzen als Kollaborationstool entfällt.

Die veraltete, ungepatchte Software in oft zentral vernetzten Konferenzräumen bietet Cyberkriminellen eine ideale Angriffsfläche. Jede neue Sicherheitslücke im Betriebssystem bleibt offen und könnte für den Zugriff auf interne Systeme oder sensible Daten genutzt werden.

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Hohe Bußgelder und Compliance-Verstöße drohen

Die Risiken gehen über reine IT-Sicherheit hinaus. Der Betrieb von Hardware mit abgelaufenem Support widerspricht fundamental den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Diese verlangt angemessene technische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten. Bei Prüfungen oder Sicherheitsvorfällen drohen Aufsichtsbehörden daher hohe Bußgelder. Ein effektives IT-Asset-Management wird zur Compliance-Pflicht.

Kein Upgrade möglich – nur der komplette Austausch hilft

Anders als bei herkömmlichen PCs existiert für die erste Surface Hub-Generation kein Software-Upgrade-Pfad. Ein Update auf Windows 11 oder die moderne “Microsoft Teams Rooms”-Plattform ist technisch unmöglich. Microsofts Empfehlung ist eindeutig: Hardware austauschen. Die alten Geräte können allenfalls noch als teure externe Monitore dienen.

Für Surface Hub 2S-Besitzer gab es Migrationspfade – jedoch nur bis zum Stichtag im Oktober 2025. Wer die Frist verpasst hat, steht nun vor demselben Problem: Nur ein kompletter Gerätetausch stellt Sicherheit und Funktionalität wieder her.

Der Trend zum kürzeren Technologie-Lebenszyklus

Der Fall zeigt einen branchenweiten Trend: IT-Lebenszyklen werden kürzer, und softwarebasierte Ökosysteme erzwingen regelmäßige Modernisierungen. Was 2016 als Zukunftsinvestition galt, ist heute ein Sicherheitsrisiko. Microsoft bietet für die Windows 10 Team Edition – anders als für andere Windows-10-Versionen – keine erweiterten Sicherheitsupdates an. Das zwingt Kunden zum Handeln.

Moderne Nachfolgesysteme wie der Surface Hub 3 oder zertifizierte “Microsoft Teams Rooms”‑Lösungen anderer Hersteller sind als “Kiosk”‑Geräte konzipiert. Diese Architektur reduziert die Angriffsfläche deutlich und vereinfacht die Verwaltung.

Handlungsdruck für IT-Verantwortliche wächst

Die Botschaft für betroffene Unternehmen ist klar: Jeder weitere Betriebstag erhöht das Risiko. IT-Verantwortliche sollten umgehend eine Bestandsaufnahme machen und Budget für den Austausch bereitstellen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell die veralteten Systeme ersetzt werden müssen – bevor ein kostspieliger Sicherheitsvorfall eintritt.

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