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Super Micro: Jensen Huang fordert Compliance-Schärfung

Veröffentlicht am: 24.05.2026 um 04:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz starkem KI-Wachstum gerät Super Micro durch Ermittlungen und Nvidias öffentliche Forderung nach Compliance-Verschärfung unter Druck.

Super Micro: Jensen Huang fordert Compliance-Schärfung Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Super Micro: Jensen Huang fordert Compliance-Schärfung Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Super Micro Computer erlebt an der Börse eine zweigeteilte Realität. Während der Kurs binnen einer Woche um rund 15 Prozent auf 35,58 US-Dollar kletterte, wächst der Druck durch Regulierungsbehörden und wichtige Partner massiv. Die operative Stärke wird zunehmend von rechtlichen Risiken überschattet.

Nvidia-Chef Jensen Huang forderte das Unternehmen nun öffentlich auf, seine Compliance-Standards deutlich zu verschärfen. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmaßlicher Exporte von High-End-KI-Servern nach China. In Taiwan kam es bereits zu Razzien und Festnahmen wegen gefälschter Dokumente, die Lieferungen nach Hongkong und Macau ermöglichen sollten.

Parallel dazu belastet eine Untersuchung des US-Justizministeriums das Klima. Es geht um einen mutmaßlichen Schmuggelring mit einem Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar, der US-Exportkontrollen umgangen haben soll. Mitgründer Wally Liaw verließ im Zuge dieser Verfahren bereits das Board of Directors.

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Hinzu kommt eine neue Sammelklage der Kanzlei Hagens Berman gegen das Management. Investoren werfen dem Konzern vor, illegale Exportwege verschleiert zu haben. Die Frist für die Benennung eines Hauptklägers läuft bereits am 26. Mai ab.

Operativ profitiert Super Micro indes weiter vom KI-Boom. Der Umsatz im dritten Quartal 2026 stieg um 123 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar. Über 80 Prozent dieser Erlöse stammen direkt aus dem Geschäft mit GPU-Plattformen.

Analysten bleiben angesichts der Governance-Risiken vorsichtig und stufen den Titel im Konsens als "Hold" ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 38,43 US-Dollar. Im Juni 2026 wird das Unternehmen neue Finanzdaten vorlegen, die Aufschluss über die Bewältigung der Netto-Schuldenlast von 7,5 Milliarden US-Dollar geben.

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