Super Micro Computer Aktie: Mitgründer flieht
25.03.2026 - 10:15:24 | boerse-global.deEin Mitgründer tritt zurück, Analysten kappen reihenweise ihre Kursziele, und US-Senatoren schalten die Behörden ein. Der Skandal um angeblich illegal nach China geschmuggelte KI-Server zieht immer weitere Kreise — und die Aktie hat innerhalb eines Jahres fast die Hälfte ihres Wertes verloren.
Indictment, Rücktritt, Kooperation
Am 19. März 2026 enthüllte das US-Justizministerium eine Anklageschrift gegen Mitgründer und Vorstandsmitglied Yih-Shyan „Wally" Liaw sowie zwei weitere Personen aus dem Unternehmensumfeld. Der Vorwurf: Verschwörung zum Schmuggel hochentwickelter KI-Server nach China unter Umgehung amerikanischer Exportbeschränkungen. Liaw trat noch am folgenden Tag mit sofortiger Wirkung zurück.
Laut DOJ-Unterlagen sollen zwischen 2024 und 2025 Server mit Nvidia-GPUs im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar illegal exportiert worden sein. Allein zwischen April und Mai 2025 sollen über 510 Millionen Dollar an Nvidia-Hardware umgeleitet worden sein — getarnt durch gefälschte Dokumentation und sogenannte „Dummy"-Server, um Compliance-Prüfungen zu täuschen. Super Micro selbst wurde nicht angeklagt und kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden. Die betroffenen Mitarbeiter wurden suspendiert, ein Vertrag mit einem externen Broker gekündigt.
Analysten reagieren mit Kurszielsenkungen
Die Reaktion der Finanzbranche ließ nicht lange auf sich warten. Citigroup senkte das Kursziel von 39 auf 25 US-Dollar und behielt das Rating „Neutral" bei. Die Citi-Analysten warnten, die Schmuggel-Vorwürfe könnten Großkunden dazu bewegen, zu Wettbewerbern wie Dell Technologies oder Hewlett Packard Enterprise zu wechseln. Bank of America folgte mit einer Senkung auf 24 US-Dollar und einem „Underperform"-Rating, Northland Capital reduzierte sein Ziel auf 22 US-Dollar.
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Erschwerend kommt hinzu, dass die jüngsten Quartalszahlen fundamental schwach ausfielen. Im zweiten Fiskalquartal 2026 erzielte das Unternehmen zwar einen Umsatz von 12,68 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die GAAP-Bruttomarge brach jedoch auf 6,3 Prozent ein, nach 11,8 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Politischer Druck aus Washington
Am 24. März 2026 richteten die US-Senatoren Elizabeth Warren und Jim Banks eine formelle Anfrage an das Handelsministerium. Sie forderten eine Untersuchung, ob frühere Aussagen von Nvidia-Führungskräften zur Exportkontrolle irreführend waren, und drängten darauf, Nvidias Exportlizenzen für KI-Chips in mehrere südostasiatische Länder — die im Fall Super Micro als Umschlagplätze dienten — auszusetzen.
Parallel dazu kündigte die Anwaltskanzlei Kirby McInerney LLP eine Untersuchung wegen möglichen Wertpapierbetrugs an. Im Fokus steht die Frage, ob das Unternehmen oder seine Führungskräfte Aktionäre über interne Kontrollmechanismen und die Einhaltung von Exportgesetzen getäuscht haben.
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Kurs nahe Jahrestief, Earnings im Mai entscheidend
Unmittelbar nach der DOJ-Ankündigung am 20. März verlor die Aktie rund 33 Prozent — von 30,79 auf 20,53 US-Dollar, das aktuelle 52-Wochen-Tief. Seitdem hat sich der Kurs leicht erholt, bewegt sich aber weiterhin weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 40 US-Dollar.
Der nächste wichtige Termin ist der 5. Mai 2026: Das Earnings-Call wird zum ersten öffentlichen Forum, auf dem das Management konkret zu den DOJ-Ermittlungen und zur Kundenbindung Stellung nehmen muss. Einige Analysten verweisen auf ein niedriges Forward-KGV von rund 11x und einen soliden Auftragsbestand bei Blackwell-Ultra-Chips als Gegenargument — doch solange die rechtliche und regulatorische Lage ungeklärt bleibt, dürfte institutionelles Vertrauen das knappe Gut bleiben.
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