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Super Micro Computer Aktie: 1,1 bis 1,4 Milliarden Oracle-Verlust

05.05.2026 - 05:19:22 | boerse-global.de

Super Micro Computer legt Quartalszahlen vor. Analysten erwarten starkes Umsatzwachstum, doch Klagen und ein verlorener Auftrag belasten die Aktie.

Super Micro Computer Aktie: 1,1 bis 1,4 Milliarden Oracle-Verlust - Foto: über boerse-global.de
Super Micro Computer Aktie: 1,1 bis 1,4 Milliarden Oracle-Verlust - Foto: über boerse-global.de

Heute Abend nach Börsenschluss legt Super Micro Computer seine Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2026 vor. Der Optionsmarkt preist eine Kursbewegung von rund 12,5 Prozent ein — in beide Richtungen.

Hohe Erwartungen, knappe Margen

Wall Street rechnet mit einem Umsatz von etwa 12,4 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von rund 170 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Der Konsens beim bereinigten Gewinn je Aktie liegt bei 0,62 Dollar. Das Management selbst hat für das Quartal mindestens 12,3 Milliarden Dollar Umsatz und 0,60 Dollar bereinigten Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt.

Im Vorquartal erzielte das Unternehmen 12,68 Milliarden Dollar Umsatz — allerdings bei einer Bruttomarge von nur 6,4 Prozent. Dieser schmale Wert bleibt ein zentrales Thema. Institutionelle Investoren, die rund 84 Prozent der ausstehenden Aktien halten, beobachten vor allem, wie schnell Super Micro die Blackwell-GPU-Systeme von Nvidia skalieren kann.

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Rechtliche Belastungen und verlorene Aufträge

Das Bild trübt sich durch eine Reihe von Belastungsfaktoren. Oracle soll einen Auftrag im Wert von 1,1 bis 1,4 Milliarden Dollar storniert haben. Hinzu kommen laufende Aktionärsklagen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Exportkontrollregeln bei Serverlieferungen nach China.

Analysten sind gespalten. Der Konsens lautet derzeit "Hold", einige Häuser haben ihre Ratings zuletzt auf "Sell" gesenkt. Die Aktie notiert mit 27,92 Dollar rund 54 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 60,71 Dollar — hat sich vom Märztief bei 20,53 Dollar aber bereits um 36 Prozent erholt. Das dürfte die Erwartungshaltung vor dem heutigen Abend prägen.

Was der Markt hören will

Neben den reinen Zahlen richtet sich der Fokus auf das Management-Kommentar zur Lieferkette, zu den Folgen des Oracle-Auftragsverlusts für die künftige Umsatzplanung und zum Fortschritt beim neuen Campus in San Jose. Am 26. Mai läuft zudem die Frist für Lead-Plaintiff-Anmeldungen in den laufenden Klagen ab — ein weiterer Termin, der die rechtliche Unsicherheit in den kommenden Wochen nicht verschwinden lässt.

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