SÜBA und Hallmann belasten Immobilienmarkt 2026
02.01.2026 - 21:52:12Zwei große Pleiten überschatten den Jahresstart am österreichischen Immobilienmarkt. Die Insolvenzen der SÜBA AG und des Investors Klemens Hallmann belasten die Branche schwer und treiben die Konkursstatistik in die Höhe. Analysten warnen vor weiteren Nachbeben.
Sanierungsversuch endet im Konkurs
Die Rettung der einst renommierten SÜBA AG ist endgültig gescheitert. Nach der Insolvenzantstellung im April 2025 kippte das Verfahren im Herbst von der Sanierung in den Konkurs. Der Grund: Vereinbarte Teilzahlungen an Gläubiger konnten nicht bedient werden.
Selbst der Einstieg des Investors Revetas im Sommer brachte keine Wende. Der Bauträger hinterlässt Verbindlichkeiten von über 200 Millionen Euro. Die Abwicklung belastet nun den Wiener Neubaumarkt, da verbliebene Projekte in einem schwierigen Umfeld verkauft werden müssen.
Passend zum Thema Immobilienkrise: Wenn Bauträgerprojekte in Schieflage geraten, stehen Vermieter und Käufer vor unerwarteten Kosten und rechtlichen Fragen – besonders bei der Betriebskostenabrechnung. Der kostenlose PDF-Report erklärt Vermietern in 5 Minuten, welche Kosten wirklich umlagefähig sind, welche Fallstricke zu beachten sind und wie Sie Ihre Abrechnung rechtssicher gestalten, um finanzielle Schäden zu begrenzen. Betriebskosten-Report 2025 kostenlos herunterladen
Private Insolvenz eines Immobilien-Stars
Parallel zur Firmenpleite erschüttert die private Insolvenz von Klemens Hallmann das Vertrauen der Branche. Der Investor beantragte im August 2025 ein Sanierungsverfahren.
Die Dimensionen sind enorm:
* Anerkannte Forderungen belaufen sich bereits auf rund 119 Millionen Euro.
* Ein Großteil stammt aus persönlichen Haftungen für Kredite seiner Unternehmensgruppe.
* Die Holding betont zwar die operative Trennung, doch der Imageschaden für den gesamten Markt ist beträchtlich.
Branche führt Insolvenz-Ranking an
Die aktuellen Statistiken der Kreditschutzverbände sind eindeutig: Die Baubranche steht an der Spitze der Insolvenzen. Das Jahr 2025 brachte eine Welle von Pleiten im mittleren dreistelligen Millionenbereich.
Experten sehen einen gefährlichen Trend. Nicht mehr nur kleine Projektgesellschaften gehen unter, sondern etablierte Player mit komplexen Strukturen. Die Pleiten wirken wie Dominosteine – viele Zulieferer und Handwerker der SÜBA geraten nun selbst in Schieflage.
Symptom einer tiefen Marktkorrektur
Wirtschaftsbeobachter deuten die Fälle nicht als Einzelphänomene. Sie sind vielmehr Symptome einer strukturellen Krise. Expansionsstrategien, die auf ewige Niedrigzinsen und steigende Preise setzten, sind gescheitert.
Die Folgen sind bereits spürbar:
* Banken prüfen Kreditanträge für Bauprojekte extrem streng.
* Die anhaltend hohen Baukosten und Zinsen verschärfen die Lage.
* Viele Projekte wurden mit zu knapper Eigenkapitaldecke und zu optimistischen Kalkulationen gestartet.
Was bedeutet das für das Jahr 2026? Experten prophezeien eine schmerzhafte, aber notwendige Bereinigung. Der weitere Verlauf der Hallmann-Sanierung und der Abverkauf der SÜBA-Projekte werden zu wichtigen Stimmungsbarometern. Die Euphorie des “Betongolds” ist einer Phase des nüchternen Realismus gewichen.
PS: In Zeiten steigender Unsicherheit sollten Vermieter und Eigentümer ihre Preispositionen und Mieterhöhungen sorgfältig begründen. Der gratis Mietspiegel-Report 2025 liefert einen schnellen, rechtssicheren Überblick zu Vergleichsmieten, regionalen Preisindikatoren und Formulierungen für Mieterhöhungen – ideal bei Neuvermietungen oder Anpassungen nach Marktstörungen. Er spart Zeit und schützt vor formalen Fehlern in der Kommunikation mit Mietern und Behörden. Jetzt Mietspiegel-Report 2025 anfordern


