Stromnetz-Sabotage, Schuster

Stromnetz-Sabotage: Schuster warnt vor Motiv-Spekulationen

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 14:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Sachsens Innenminister Armin Schuster hat nach der Festnahme eines 48-Jährigen nach den Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz vor vorschnellen Schlüssen über die Tathintergründe gewarnt.

"Der Fall ist schon außergewöhnlich in der Art der Tatbegehung, in der Art der Bekennung", sagte der CDU-Politiker in Dresden.

Schuster: Bekennerschreiben mysteriös

Schuster bezeichnete das Bekennerschreiben als mysteriös. Der Inhalt sei für eine Selbstbezichtigung ungewöhnlich. Die Tatmotivation komme extrem knapp weg. Zudem sei es handschriftlich und mit voller Adresse verfasst, so als ob der Täter gefasst werden wolle.

Es könne sich um Linksextremismus handeln oder mit dem Klima zu tun haben. Es sei aber auch möglich, dass der Täter im Auftrag gehandelt habe. Dazu, wer hinter einem möglichen Auftrag stecken könnte, wollte sich Schuster nicht äußern. "Ich will nicht spekulieren", betonte Schuster. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen ähnlichen Fall wie bei dem Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle handle, sei aber gering.

48-Jähriger bei Aachen festgenommen

Die nordrhein-westfälische Polizei hatte am Morgen in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen einen 48-Jährigen festgenommen. Er soll für die Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen verantwortlich sein. Nach dem Mann war mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Cottbus gesucht worden.

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