Strato, Wichtige

Strato: Wichtige E-Mails landen im Spam-Ordner

22.01.2026 - 05:17:12

E-Mails des Webhosters Strato werden bei Empfängern häufig als Spam eingestuft. Das betrifft auch kritische Sicherheitsbenachrichtigungen und stellt ein erhebliches Risiko dar.

Kunden des Webhosters Strato erhalten wichtige Nachrichten nicht mehr. Ihre E-Mails werden bei Empfängern fälschlicherweise als Spam aussortiert. Das Problem betrifft auch kritische Sicherheitswarnungen.

Aktuelle Nutzerberichte zeigen ein kritisches Muster: E-Mails, die über Strato-Server versendet werden, landen bei anderen Anbietern häufig im Spam-Ordner. Das Risiko ist erheblich, denn betroffen sind auch automatische Benachrichtigungen für Passwort-Rücksetzungen oder Warnungen vor unbefugten Kontozugriffen. Nutzer könnten diese Warnungen schlicht übersehen.

Strato verweist auf allgemeine Ursachen für Spam-Klassifizierungen. Technische Analysen deuten jedoch auf ein mögliches Konfigurationsproblem bei den zentralen E-Mail-Authentifizierungsprotokollen hin.

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SPF, DKIM, DMARC: Wo hakt es?

Die Zustellung von E-Mails hängt heute von drei Schlüsselprotokollen ab: SPF, DKIM und DMARC. Sie verifizieren die Echtheit des Absenders und bekämpfen Phishing.

  • SPF legt fest, welche Server E-Mails für eine Domain senden dürfen.
  • DKIM versieht jede Nachricht mit einer digitalen Signatur.
  • DMARC gibt Empfängern Anweisungen, wie mit nicht verifizierten E-Mails zu verfahren ist.

Beobachter vermuten, dass bei einigen Strato-Servern die zugehörigen DNS-Eintriffe nicht korrekt abgefragt werden können. Andere Anbieter stufen die Mails dann vorsorglich als Spam ein. Strato selbst bietet Anleitungen zur korrekten Einrichtung an – was darauf hindeutet, dass die Verantwortung teilweise auch bei den Nutzern liegt.

Die unterschätzte Gefahr: Übersehene Sicherheitsalarme

Die größte Bedrohung ist nicht der verlorene Alltagsverkehr. Viel gravierender ist das Risiko, kritische Sicherheitsbenachrichtigungen zu verpassen.

Online-Dienste versenden automatische Warnungen bei:
* Anmeldeversuchen von unbekannten Geräten
* Passwortänderungen
* Links zur Kontowiederherstellung

Landen diese E-Mails im Spam, agieren Cyberkriminelle möglicherweise ungestört. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt regelmäßig vor solchen Szenarien. Eine zuverlässige E-Mail-Zustellung ist damit ein fundamentaler Baustein der Cybersicherheit.

Ein branchenweites Dilemma mit geteilter Verantwortung

Das Problem der Zustellbarkeit betrifft nicht nur Strato. Nahezu alle großen Provider haben ihre Spam-Filter massiv verschärft, um die Flut an Phishing-Mails einzudämmen. Eine Nebenwirkung: mehr “False Positives”, bei denen auch legitime Nachrichten aussortiert werden.

Die Verantwortung liegt auf beiden Seiten. Die Anbieter müssen ihre Filteralgorithmen verfeinern. Die Versender – und ihre Hosting-Partner – müssen jedoch sicherstellen, dass ihre technischen Domänen-Konfigurationen einwandfrei sind.

Was betroffene Nutzer jetzt tun sollten

Experten raten Strato-Kunden zu proaktivem Handeln. Eine saubere Konfiguration ist die beste Verteidigung gegen die Spam-Falle.

Diese Schritte helfen:

  1. Spam-Ordner prüfen: Kontrollieren Sie ihn regelmäßig auf falsch aussortierte, wichtige E-Mails.
  2. Absender whitelisten: Fügen Sie kritische Kontakte manuell Ihren Kontakten oder einer Whitelist hinzu.
  3. Domain-Konfiguration checken: Nutzen Sie die Strato-Werkzeuge, um die Einträge für SPF, DKIM und DMARC für Ihre Domain zu überprüfen und korrekt einzurichten.
  4. Support kontaktieren: Bei anhaltenden Problemen sollten Sie den Strato-Support mit detaillierten Fehlermeldungen kontaktieren, um serverseitige Ursachen auszuschließen.

Langfristig bleibt E-Mail-Sicherheit eine geteilte Aufgabe. Die Provider sind für eine robuste Infrastruktur verantwortlich. Die Nutzer müssen durch sorgfältige Konfiguration und Wachsamkeit ihren Teil beitragen.

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