STMicroelectronics, Aktie

STMicroelectronics Aktie: 7,3-Prozent-Sturz trotz Barclays-Upgrade

01.07.2026 - 20:24:28 | boerse-global.de

Trotz positiver Analystenstimmen von Barclays verliert die STMicroelectronics-Aktie deutlich. Der Kurs fällt um über sieben Prozent.

STMicroelectronics Aktie: Kurssturz nach monatelanger Rallye
STMicroelectronics - Abstrakte, atmosphärische Darstellung der Halbleiterindustrie, die Volatilität und Unsicherheit zeigt, aber auch Wachstumspotenzial. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

STMicroelectronics erlebt zur Wochenmitte einen harten Rückschlag. Nach einer monatelangen Rallye haben Anleger am Mittwoch massiv Gewinne mitgenommen. Der Kurssturz überrascht die Fachwelt. Erst vor zwei Tagen hatte ein Schwergewicht der Branche sein Urteil über den Chiphersteller revidiert.

Barclays hebt den Daumen

Barclays stufte das Papier am Montag von „Underweight“ auf „Equal Weight“ hoch. Die Analysten erhöhten ihr Kursziel drastisch. Statt 34 US-Dollar trauen sie der Aktie nun 65 US-Dollar zu. Grund für den Optimismus ist die verbesserte Umsatzlage. Frühere Bedenken bezüglich der Bruttomargen seien nicht mehr haltbar.

Die Bank sieht insbesondere Chancen durch Preiserhöhungen und das Geschäft mit Satelliten. Ein wesentlicher Wachstumsmotor bleibt die Künstliche Intelligenz. Barclays prognostiziert für diesen Bereich im Jahr 2027 Erlöse von 2,3 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr 2026 sollen es rund eine Milliarde Euro sein.

Satelliten und Rechenzentren

Die Satellitensparte soll parallel dazu kräftig wachsen. Experten erwarten hier für 2027 Umsätze von 1,3 Milliarden Euro. Das Management verfolgt ambitionierte Ziele. Bereits im Juni hob STMicroelectronics die Messlatte für das Geschäft mit Rechenzentrum-Chips an.

Dort peilt der Konzern für 2026 einen Umsatz von einer Milliarde Dollar an. Im Folgejahr könnte sich dieser Betrag verdoppeln. Allerdings gibt es kurzfristige Bremsspuren. Die übliche Saisonalität beim Großkunden Apple könnte die Prognose für das dritte Quartal belasten.

Kurssturz trotz Rekordjahr

An der Börse überwog am Mittwoch dennoch die Skepsis. Die Aktie verlor 7,32 Prozent an Wert und fiel auf 61,00 Euro. Damit vergrößert sich der Abstand zum Rekordhoch von Ende Juni auf rund 14 Prozent. Die hohe Volatilität von zuletzt 84 Prozent sorgt für zusätzliche Unruhe im Handel.

Die langfristige Bilanz bleibt trotzdem beeindruckend. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um rund 161 Prozent zu. Damit notiert der Titel weiterhin über dem 50-Tage-Durchschnitt von 57,49 Euro.

Anleger fokussieren sich nun auf das vierte Quartal. In diesem Zeitraum soll das Geschäft mit optischen Sensoren spürbar anziehen. Die Experten rechnen dann mit einem Wachstum, das über den marktüblichen Erwartungen liegt.

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