STMicroelectronics: 200.000 Aktien für 11,4 Millionen
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 20:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
STMicroelectronics erhöht kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen das Tempo. Der europäische Chiphersteller kauft massiv eigene Aktien zurück. Das Signal an den Markt ist deutlich: Das Management vertraut offenbar auf die anstehende Erholung der Branche.
Zwischen dem 13. und 17. Juli erwarb das Unternehmen knapp 200.000 Stammaktien an der Euronext Paris. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 57,25 Euro. Insgesamt investierte der Konzern rund 11,4 Millionen Euro in dieser kurzen Zeitspanne.
Das Rückkaufprogramm dient primär dazu, Verpflichtungen aus Aktienoptionen für Mitarbeiter und Führungskräfte zu bedienen. Inzwischen hält STMicroelectronics etwa 19,2 Millionen eigene Papiere im Bestand. Dies entspricht rund 2,1 Prozent des gesamten Grundkapitals.
Erholung nach der Bestandsflaute
Anleger blicken nun gespannt auf den anstehenden Bericht für das zweite Quartal 2026. Analysten erwarten eine deutliche Kehrtwende nach den jüngsten Lagerbereinigungen im Sektor. Die Schätzungen für den bereinigten Gewinn je Aktie liegen bei 0,26 US-Dollar.
Beim Umsatz rechnet der Markt mit 3,45 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von fast 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor allem die Bereiche Industrie und Unterhaltungselektronik zeigen Anzeichen einer robusten Nachfrageerholung.
Fokus auf KI und Automotive
Die Aktie reagiert positiv auf die jüngsten Entwicklungen und notiert aktuell bei 58,75 Euro. Trotz einer kurzfristigen Korrektur im letzten Monat bleibt die langfristige Bilanz beeindruckend. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von über 160 Prozent.
Die strategische Ausrichtung auf KI-Infrastruktur und Halbleiter für die Automobilindustrie stützt die Bewertung. Ob die Margen durch die höhere Fabrikauslastung tatsächlich steigen, klärt das Management Ende Juli im Earnings Call. Ein konkreter Beleg für den Turnaround steht unmittelbar bevor.
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