Stillzeit, Ernährung

Stillzeit: Ernährung der Mutter entscheidet über Babys Gesundheit

10.02.2026 - 03:09:12

Experten warnen vor Nährstoffmangel in der Stillzeit. Der Energiebedarf steigt massiv, Jod, DHA und Vitamin B12 sind kritisch. Vegane Ernährung erfordert ärztliche Begleitung.

Eine optimale Nährstoffversorgung ist in der Stillzeit entscheidend. Sie beeinflusst direkt die Gesundheit von Mutter und Kind. Experten warnen: Ein Mangel kann langfristige Folgen haben.

Energiebedarf steigt massiv an

Der Körper einer stillenden Mutter leistet Schwerarbeit. Für die Produktion von einem Liter Muttermilch benötigt er bis zu 940 Kilokalorien. Der tägliche Mehrbedarf liegt bei voll stillenden Frauen bei etwa 500 kcal.
Dieser wird teilweise aus den Schwangerschaftsreserven gedeckt. Dennoch ist eine erhöhte Kalorien- und Nährstoffaufnahme unerlässlich. Der Eiweißbedarf steigt beispielsweise um 15 Gramm pro Tag.

Diese Nährstoffe sind jetzt kritisch

Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe sind besonders wichtig. Ihr Gehalt in der Muttermilch hängt direkt von der Ernährung der Mutter ab.

  • Jod: Essenziell für die Schilddrüse und die Entwicklung des Babys. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 260 Mikrogramm täglich. Da das über die Ernährung schwer zu schaffen ist, raten Experten zu Jod-Tabletten (100-150 µg/Tag).
  • Omega-3-Fettsäure DHA: Sie unterstützt die Entwicklung von Gehirn und Sehkraft. Ideal sind ein bis zwei Portionen fettreicher Seefisch pro Woche. Bei Fischverzicht sollte eine Ergänzung von 200 mg DHA täglich erwogen werden.
  • Vitamin D: Wichtig für Immunsystem und Knochen. Da Muttermilch nur wenig enthält, erhalten Säuglinge ein eigenes Präparat. Mütter sollten dennoch auf ihre eigene Versorgung achten.

Auch Folsäure, Eisen und Kalzium stehen jetzt hoch im Kurs. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn und Milchprodukten bildet die Basis.

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Vegane Ernährung: Risiko ohne Beratung

Bei vegetarischer Ernährung kann der Bedarf mit sorgfältiger Lebensmittelauswahl gedeckt werden. Bei einer veganen Ernährung wird es kritisch.
Sie wird ohne ärztliche Begleitung und Nahrungsergänzungsmittel nicht empfohlen. Ein Mangel an Vitamin B12 kann beim Säugling zu schweren neurologischen Schäden führen.

Warum Diäten jetzt tabu sind

Die mütterlichen Nährstoffspeicher sind die Reservebank für die Milchproduktion. Greift der Körper darauf zurück, leert sich das Konto der Mutter.
Fachgesellschaften warnen deshalb eindringlich vor Diäten zur Gewichtsreduktion in der Stillzeit. Sie gefährden die Versorgung von Mutter und Kind. Eine individuelle Ernährungsberatung – besonders für Risikogruppen – gewinnt immer mehr an Bedeutung.

@ boerse-global.de