Stiller Reflux: Unterschätzte Gefahr für Kehlkopfkrebs
14.01.2026 - 12:00:12Chronischer Reflux verdoppelt das Risiko für Kehlkopfkrebs. Das zeigen aktuelle Studien. Besonders tückisch ist der sogenannte „Stille Reflux“, der oft ohne typisches Sodbrennen verläuft.
HNO-Ärzte und Onkologen schlagen Alarm. Neue Analysen rücken die Langzeitfolgen von saurem Aufstoßen in den Fokus. Dabei geht es nicht mehr nur um die Speiseröhre, sondern zunehmend um den empfindlichen Kehlkopf.
Die Gefahr heißt Laryngopharyngealer Reflux (LPR). Dabei steigen Magensäure und das Verdauungsenzym Pepsin bis in Rachen und Kehlkopf auf. Das Problem: Die Schleimhaut dort ist viel empfindlicher als in der Speiseröhre.
Pepsin lagert sich im Gewebe ab. Wird es durch erneute Säure reaktiviert, beginnt es, die Zellen zu schädigen. Diese chronische Reizung kann über Jahre zu bösartigen Tumoren führen.
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Doppelt so hohes Krebsrisiko für Reflux-Patienten
Große Kohortenstudien belegen den Zusammenhang eindeutig. Patienten mit chronischem Reflux haben ein etwa doppelt so hohes Risiko für Kehlkopfkrebs. Für bestimmte Karzinome im Kopf-Hals-Bereich liegt der Faktor sogar noch höher.
Diese Zahlen sind besonders relevant für eine Gruppe: Nichtraucher, die wenig Alkohol trinken. Bei ihnen könnte der Reflux der entscheidende Auslöser sein – und nicht die klassischen Risikofaktoren.
Warnsignale, die kein Sodbrennen sind
Der „Stille Reflux“ tarnt sich oft. Viele Betroffene spüren kein Brennen hinter dem Brustbein. Stattdessen treten andere, häufig verkannte Symptome auf:
- Anhaltende Heiserkeit ohne Infekt
- Chronischer Räusperzwang und Hustenreiz
- Ein ständiges Kloßgefühl im Hals
- Schluckbeschwerden
Halten diese Beschwerden länger als zwei bis drei Wochen an, raten Ärzte zur Kehlkopfspiegelung.
Drei Regeln schützen den Halt
Medikamente wie Säureblocker helfen, verhindern aber nicht immer den Rückfluss des Mageninhalts. Die Ernährung wird daher zum zentralen Schutzschild.
Die effektivsten Alltagsmaßnahmen:
* 3-Stunden-Regel: Mindestens drei Stunden vor dem Schlafen nichts mehr essen.
* Säurearme Basis: Viel Gemüse, wenig tierische Fette und scharfe Gewürze.
* Gewicht im Griff: Übergewicht drückt Magensäure nach oben.
Ein Paradigmenwechsel in der Medizin
Die Diskussion markiert eine Wende. Sodbrennen gilt nicht länger als reine Befindlichkeitsstörung. Die Erkenntnis erinnert an die Aufklärung über Helicobacter pylori und Magenkrebs vor Jahrzehnten.
Die Folgen für Vorsorge und Behandlung sind weitreichend. Diagnoseverfahren wie die pH-Metrie im Rachen gewinnen an Bedeutung. In Zukunft könnten sogar Speicheltests Pepsin nachweisen, bevor Gewebeschäden entstehen. Bis dahin bleibt eine Botschaft: Chronisches Räuspern ist keine Bagatelle.
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