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Steyr Motors Aktie: CORNUS-Plattform mit RTC

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 19:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Steyr Motors steigt mit Partnern in den Markt für unbemannte Fahrzeuge ein und meldet einen Auftragsbestand von über 300 Millionen Euro.

Steyr Motors: Roboter-Offensive und Rekordaufträge
Abstrakte Szene, die industrielle Technologie und Innovation darstellt, mit Andeutungen von Datenverarbeitung und präziser Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Steyr Motors verlässt bekannte Pfade. Der oberösterreichische Motorenbauer drängt massiv in den Markt für unbemannte Landsysteme. Das Ziel ist eine technologische Nische, die bis 2033 auf ein Volumen von über 67 Milliarden Dollar wachsen könnte.

Vorstoß in neue Märkte

In Kooperation mit dem Spezialisten RTC integriert Steyr seine Technik in die Plattform „CORNUS“. Bisher konzentrierte sich das Unternehmen vor allem auf klassische Marine- und Verteidigungsanwendungen. Nun sollen kompakte Hochleistungsmotoren autonome Fahrzeuge antreiben.

Diese Aggregate müssen extremen thermischen Belastungen standhalten. Steyr Motors will sich hier als unverzichtbarer Zulieferer etablieren. Das diversifiziert das Portfolio deutlich über das Geschäft mit bemannten Fahrzeugen hinaus.

Integration und volle Auftragsbücher

Die Übernahme der dänischen BUKH A/S markiert einen weiteren Meilenstein. Dieser Zukauf stärkt das Vertriebsnetz in Asien und Südamerika. Parallel dazu erreicht der Auftragsbestand ein Volumen von über 300 Millionen Euro.

Ein Großteil dieser Summe ist durch langfristige Verträge mit Partnern wie Rheinmetall abgesichert. CEO Julian Cassutti peilt für das Gesamtjahr einen Umsatz von bis zu 95 Millionen Euro an. Die operative Marge soll dabei mindestens 15 Prozent erreichen.

Finanzvorstand Björn Krausmann festigt derweil die Holding-Struktur für künftige Zukäufe. Die Aktie sendete zuletzt ein vorsichtiges Lebenszeichen. Sie kreuzte am Freitag die kurzfristig wichtige 20-Tage-Linie nach oben.

Analysten von Baader und NuWays sehen das Kursziel weiterhin bei rund 60 Euro. Sie stützen sich auf die hohe Dynamik im globalen Verteidigungssektor. Im August liefert der offizielle Halbjahresbericht die nächsten Fakten.

Dabei steht die Frage im Zentrum, wie schnell die BUKH-Integration die Profitabilität steigert. Erweist sich die Strategie als erfolgreich, könnte die Aktie ihren Abwärtstrend dauerhaft beenden.

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