Steuerreform, Entlastung

Steuerreform 2026: Entlastung für Selbstständige, aber Bürokratie bleibt Problem

25.03.2026 - 07:01:40 | boerse-global.de

Die Bundesregierung erhöht Grundfreibetrag und Pendlerpauschale, um Selbstständige finanziell zu entlasten. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage, dass Bürokratieabbau für Gründer weiterhin höchste Priorität hat.

Steuerreform 2026: Entlastung für Selbstständige, aber Bürokratie bleibt Problem - Foto: über boerse-global.de

Die Bundesregierung entlastet Selbstständige und Gründer steuerlich. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt: Der Wunsch nach weniger Bürokratie ist ungebrochen.

Berlin, 25. März 2026 – Das neue Jahr bringt konkrete finanzielle Erleichterungen für Unternehmer in Deutschland. Die Anhebung des Grundfreibetrags auf 12.348 Euro und die Anpassung der Einkommensteuertarife sollen vor allem Solo-Selbstständigen und kleinen Betrieben mehr Liquidität verschaffen. Gleichzeitig bestätigt eine aktuelle Blitzbefragung der KfW vom 18. März: Bürokratieabbau steht für Gründer nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste.

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Deutliche Entlastung durch höheren Grundfreibetrag und Soli-Reform

Ein größerer Teil des Einkommens bleibt nun steuerfrei. Die Anhebung des Grundfreibetrags entlastet insbesondere Gewerbetreibende mit niedrigeren und mittleren Einnahmen. Ergänzt wird dies durch die Anpassung der Einkommensteuertarife, um die kalte Progression auszugleichen. Für viele bedeutet das: Einkommenssteigerungen zwischen 30.000 und 80.000 Euro führen nicht sofort zu einem sprunghaft höheren Steuersatz.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Solidaritätszuschlag. Die erneut angehobene Freigrenze sorgt dafür, dass der Soli für die meisten Selbstständigen mit mittlerem Einkommen vollständig entfällt oder deutlich reduziert wird. Zudem profitieren Pendler: Die Pendlerpauschale wurde vereinheitlicht und auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer erhöht. Für Selbstständige mit regelmäßigen Fahrten zur Betriebsstätte kann das eine erhebliche Erleichterung bedeuten.

Vereinfachungen: Kleinunternehmer und Gastronomie im Fokus

Für Kleinunternehmer gelten 2026 die bereits 2025 erhöhten Umsatzgrenzen weiter. Die Regelung kommt zur Anwendung, wenn der Umsatz im Vorjahr maximal 25.000 Euro betrug und im laufenden Jahr die Grenze von 100.000 Euro nicht überschritten wird. Vorteil: Es entfällt die Pflicht zur Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung. Allerdings gilt seit der Reform das „Harte-Grenze-Modell“. Wird die 100.000-Euro-Marke im laufenden Jahr gerissen, endet die Regelung sofort – eine präzise Umsatzüberwachung ist daher essenziell.

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Ein großer Schritt zur Planungssicherheit gelang der Gastronomie. Der während der Corona-Pandemie eingeführte ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent für Speisen gilt ab 1. Januar 2026 dauerhaft. Dies soll zur finanziellen Stabilität von Restaurants, Cafés und Caterern beitragen. Für Getränke gilt weiterhin der Regelsatz von 19 Prozent.

Bürokratieabbau: Die große Baustelle bleibt

Trotz der Entlastungen bleibt der administrative Aufwand eine zentrale Herausforderung. Die KfW-Befragung unterstreicht, dass einfachere Regelungen und schnellere Prozesse oberste Priorität haben. Die Bundesregierung plant zwar digitale Entlastungen wie elektronische Steuerbescheide und vereinfachte Online-Gründungen. Doch die Betroffenen warten auf die spürbare Wirkung.

Neben den Steuern wurden auch Freibeträge für Ehrenamtliche angehoben. Die Übungsleiterpauschale steigt auf 3.300 Euro, die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro jährlich. Für gut verdienende, freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige steigen zudem die Beitragsbemessungsgrenzen.

Fazit: Licht und Schatten für Gründer

Die Reformen von 2026 signalisieren den Willen zur Entlastung. Höhere Freibeträge und vereinfachte Regeln für Kleinunternehmer können die Startphase erleichtern. Doch die anhaltend komplexen Vorschriften und bürokratischen Hürden trüben das Bild. Experten raten zu proaktiver Steuerplanung, um die neuen Vorteile voll auszuschöpfen. Die Bdabatte um einen echten Bürokratieabbau, der die Gründungsdynamik in Deutschland nachhaltig stärkt, ist damit noch lange nicht beendet.

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