Steuerreform, Netto

Steuerreform 2026 bringt mehr Netto vom Brutto

16.01.2026 - 19:52:12

Die Bundesregierung hat die Einkommensteuer angepasst, um die kalte Progression auszugleichen. Höherer Grundfreibetrag, verschobene Tarifgrenzen und gezielte Entlastungen für Familien und Pendler treten in Kraft.

Millionen Steuerzahler in Deutschland haben seit Jahresbeginn mehr Geld in der Tasche. Die Bundesregierung hat die Einkommensteuer-Tarifstufen angepasst, um die kalte Progression auszugleichen. Kern der Reform sind ein höherer Grundfreibetrag und verschobene Tarifgrenzen.

So wirkt die Tarifverschiebung

Die kalte Progression frisst oft Gehaltserhöhungen auf: Steigt das Einkommen nur inflationsbedingt, kann es in eine höhere Steuerprogression rutschen – die reale Kaufkraft sinkt. Dagegen wirkt die Reform 2026:

  • Grundfreibetrag: Steigt auf 12.348 Euro (Einzelveranlagte).
  • Tarifzonen: Verschieben sich um rund 2,0 Prozent nach oben.
  • Spitzensteuersatz: Greift jetzt erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 69.879 Euro.

Der Höchststeuersatz von 45 Prozent bleibt unverändert ab 277.826 Euro fällig.

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Familien und Pendler profitieren besonders

Neben der Tarifanpassung treten weitere gezielte Entlastungen in Kraft. Für Familien steigt das Kindergeld auf 259 Euro monatlich. Der steuerliche Kinderfreibetrag wird auf 6.828 Euro angehoben.

Pendler erhalten eine pauschale Erleichterung: Die Entfernungspauschale gilt einheitlich ab dem ersten Kilometer mit 38 Cent. Bisher lag der Satz für die ersten 20 Kilometer bei nur 30 Cent. Auch der Soli-Zuschlag fällt für mehr Menschen weg – die Freigrenze liegt jetzt bei 20.350 Euro Einkommensteuer.

Neue Anreize für Ehrenamt und Rentner

Die Reform stärkt auch das gesellschaftliche Engagement. Steuerfreie Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche wurden deutlich erhöht:

  • Übungsleiterpauschale: 3.300 Euro pro Jahr
  • Ehrenamtspauschale: 960 Euro pro Jahr

Eine neue Aktivrente soll Senioren im Job halten: Rentner können künftig bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Die Maßnahme zielt auch darauf ab, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Wirtschaftlicher Kontext und Ausblick

Die Entlastungen sollen die Binnennachfrage stützen und heimliche Steuererhöhungen durch Inflation verhindern. Wirtschaftsexperten sehen die Anpassung als überfälligen Schritt. Kritiker mahnen jedoch, dass steigende Sozialabgaben die Effekte schmälern könnten.

Die Debatte über grundlegendere Steuerstrukturreformen dürfte weitergehen. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Entwicklung genau zu beobachten und bei Bedarf nachzusteuern. Für viele Haushalte bedeutet die Reform 2026 erst einmal eine spürbare finanzielle Atempause.

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