Steuerhilfe-Reform: Mehr Freiheit für Freunde und Familie
03.02.2026 - 08:17:12Eine geplante Gesetzesreform erlaubt künftig deutlich mehr Menschen, bei der Steuererklärung zu helfen – ohne Angst vor Bußgeldern.
Berlin – Die Bundesregierung will die Regeln für private Steuerhilfe massiv lockern. Der Gesetzentwurf, den das Kabinett Mitte Januar auf den Weg brachte, soll es Freunden, Nachbarn oder Lebenspartnern erlauben, unentgeltlich bei der Steuererklärung zu unterstützen. Bisher drohten dafür Bußgelder von bis zu 5.000 Euro. Diese Hürde fällt nun.
Wer darf künftig helfen?
Bisher war unentgeltliche Hilfe im Wesentlichen dem engsten Familienkreis vorbehalten. Der neue Entwurf erweitert den Kreis auf „andere nahestehende Personen“. Damit reagiert der Gesetzgeber auf die moderne Lebensrealität, in der Unterstützung längst nicht mehr nur in der Kernfamilie stattfindet.
Die Reform beseitigt eine große Rechtsunsicherheit. Viele Steuerzahler waren verunsichert, ob die Hilfe eines versierten Freundes oder Nachbarn rechtlich in Ordnung ist. Künftig sollen solche ehrenamtlichen Helfer rechtssicher tätig werden können.
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Mehr als nur private Hilfe
Die Reform geht aber weit über die private Freundschaftshilfe hinaus. Ein zentraler Punkt ist die geplante Zulassung von „Tax Law Clinics“. Das sind studentische Rechtsberatungsstellen an Hochschulen, die unter Aufsicht Steuerberatung für bestimmte Personengruppen anbieten sollen.
Auch die Lohnsteuerhilfevereine profitieren. Ihre Beratungskompetenzen werden ausgeweitet, und Betragsgrenzen für beratungsrelevante Einnahmen entfallen. Schätzungen zufolge könnten so rund 35.500 zusätzliche Steuerpflichtige die günstigeren Dienste dieser Vereine nutzen.
Bürokratieabbau und Bürgerfreundlichkeit
Die geplante Änderung des Steuerberatungsgesetzes ist ein klares Signal für mehr Bürgerfreundlichkeit. Sie erkennt an, dass Hilfe im Alltag oft über traditionelle Grenzen hinausgeht. Experten sehen den Schritt als überfällig an.
Vor allem Menschen mit geringeren Einkommen, Senioren oder Personen mit Sprachbarrieren dürften profitieren. Sie sind häufig auf niederschwellige Unterstützung angewiesen. Die Reform schafft hier mehr Rechtssicherheit und fördert das zivilgesellschaftliche Engagement.
Was kommt als Nächstes?
Nach der Kabinettsbefassung liegt der Entwurf nun dem Bundesrat zur Stellungnahme vor. Anschließend berät der Bundestag. Mit einem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens wird noch in diesem Jahr gerechnet.
Steht die Ära der Steuer-Angst vor Freunden und Bekannten damit vor dem Ende? Die Reform macht einen großen Schritt in diese Richtung und markiert eine spürbare Vereinfachung für Millionen Bürger.
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