Steuerberaterprüfung: Tausende erhalten schriftliche Ergebnisse
24.01.2026 - 21:21:11Die Nervenprobe hat ein Ende: Seit Anfang Januar erreichen die Bescheide der schriftlichen Steuerberaterprüfung vom Oktober 2025 die Prüflinge. Die gestaffelte Veröffentlichung durch die Länderkammern sorgt für Erleichterung und Enttäuschung – und markiert einen Meilenstein in einem der härtesten Berufsexamen Deutschlands.
Anders als bei vielen bundeseinheitlichen Tests gibt es keinen einzigen Stichtag. Jede der 21 Steuerberaterkammern legt den Versandtermin selbst fest, was sich von Mitte Dezember bis Ende Januar zieht. In Baden-Württemberg konnten Kandidaten ihre Ergebnisse bereits online einsehen, während die Bescheide in Nordrhein-Westfalen erst am 20. Januar verschickt wurden.
Diese asynchrone Veröffentlichung führt in Foren und sozialen Netzwerken zu einem wochenlangen Austausch. Für diejenigen, die noch auf Post warten, erhöht das die Anspannung zusätzlich. Die Prüfung selbst besteht aus drei sechsstündigen Klausuren und gilt als größte Hürde auf dem Weg zum begehrten Titel.
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Eine der härtesten Hürden im Berufsleben
Die Steuerberaterprüfung ist berüchtigt für ihre hohe Durchfallquote. Sie spiegelt die enormen Anforderungen an den Berufsstand wider. Die offiziellen Zahlen für 2025/26 liegen zwar noch nicht vor, doch die Statistik des Vorjahres gibt eine Richtung vor: 2024/2025 bestanden nur rund 56,1 Prozent die schriftliche Prüfung. Historisch scheitert oft knapp die Hälfte aller Kandidaten an dieser ersten Etappe.
Die Herausforderung liegt nicht nur im Detailwissen aus Verfahrensrecht, Ertragsteuern sowie Buchführung und Bilanzierung. Gefragt ist auch die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte unter extremem Zeitdruck zu lösen. Die Vorbereitung dauert meist viele Monate, häufig parallel zum Job. Mit Kosten für Kurse und Gebühren von über 10.000 Euro ist das Examen auch eine finanzielle Belastungsprobe.
Und jetzt? Die mündliche Prüfung wartet
Für die Bestandenen beginnt sofort der Endspurt. Die mündliche Prüfung findet zwischen Januar und April statt und besteht aus einem Fachvortrag sowie Prüfungsgesprächen. Wer durchgefallen ist, darf den Versuch zweimal wiederholen – viele erfolgreiche Steuerberater schafften es nicht im ersten Anlauf.
Die Ergebnisse haben immense Bedeutung für eine Branche, die händeringend Nachwuchs sucht. Jeder neue Steuerberater sichert die Beratungsqualität, während die konstant hohen Durchfallquoten den Personalmangel in Kanzleien verschärfen. Die vollständige Bundesstatistik wird in den kommenden Monaten zeigen, ob sich der Trend fortsetzt.
Parallel modernisiert sich das Verfahren: Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern ermöglichen inzwischen die digitale Prüfungsablegung am Laptop. Für die aktuellen Kandidaten gilt nun aber erst einmal: volle Konzentration auf die letzte Hürde.
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