Stellantis Aktie: Leapmotor B10 vor Ende 2026
11.05.2026 - 04:08:28 | boerse-global.deStellantis treibt seine Elektrostrategie mit Leapmotor spürbar voran. Der Konzern vertieft die industrielle Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner und verlagert Teile der Entwicklung und Produktion stärker nach Europa. Im Zentrum steht dabei ein Ziel: niedrigere Kosten, mehr Tempo und mehr Wettbewerbsfähigkeit.
Spanien wird zum Testfeld
Besonders konkret wird es in Spanien. In Figueruelas bei Saragossa prüft Stellantis eine neue Linie für einen elektrischen C-SUV der Marke Opel. Die Entwicklung des Modells soll weniger als zwei Jahre dauern, der Produktionsstart könnte 2028 folgen. Vorher könnte bereits der Leapmotor B10 anlaufen, dessen Start vor Ende 2026 angestrebt wird.
Auch das Werk Villaverde in Madrid spielt eine Rolle. Dort erwägt der Konzern, die Anlage in das Gemeinschaftsunternehmen einzubringen und ab der ersten Hälfte 2028 ein neues Leapmotor-Modell fertigen zu lassen. Dafür würden die bisherigen Citroën-Modelle auslaufen. Stellantis versucht damit, die Kostenstruktur chinesischer Elektroarchitektur mit europäischer Fertigung zu verbinden.
Der Schritt ist strategisch klar: Der Konzern will mehr EV-Kompetenz aufbauen, ohne die Produktion komplett aus Europa zu verdrängen. Genau diese Mischung dürfte für die Margen entscheidend werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Stellantis?
Zahlen zeigen den Druck
Parallel dazu hat Stellantis auch frische Quartalszahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 38,1 Milliarden Euro, ein Plus von 6 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 0,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 1,0 Milliarden Euro, die Marge bei 2,5 Prozent.
Weniger erfreulich ist der freie industrielle Cashflow. Er lag bei minus 1,9 Milliarden Euro, verbesserte sich aber um 37 Prozent gegenüber früheren Perioden. Die industrielle Liquidität von 44,1 Milliarden Euro bleibt solide. Anfang des Jahres hatte sich der Konzern zusätzlich mit 5 Milliarden Euro über ewige Hybridanleihen finanziert.
An der Börse kommt die Aktie trotzdem nicht richtig vom Fleck. Am Freitag schloss sie bei 6,57 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von gut 30 Prozent zu Buche, vom 52-Wochen-Hoch ist der Titel noch weit entfernt. Der Kurs liegt aber leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt, was zumindest kurzfristig etwas Stabilisierung signalisiert.
Stellantis vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Der Blick richtet sich auf den Investor Day
Spannender als die Vergangenheit wird nun der Ausblick. Später in diesem Monat will CEO Antonio Filosa in Auburn Hills die Strategie für die 14 Marken des Konzerns erläutern. Vor allem Chrysler steht dabei auf dem Prüfstand. Die Linie für künftige Elektro-Modelle und die Modellpalette insgesamt bleiben dort offenbar noch in Arbeit.
Für Stellantis geht es damit um mehr als ein paar neue Werke in Spanien. Der Konzern muss zeigen, dass sich die Kooperation mit Leapmotor nicht nur auf dem Papier rechnet, sondern auch bei Kosten, Marge und Modelltempo trägt. Am Investor Day dürfte sich zeigen, wie weit dieser Plan schon gereift ist.
Stellantis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stellantis-Analyse vom 11. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Stellantis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stellantis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Stellantis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Stellantis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
