Stellantis Aktie: Der Milliarden-Reset
01.04.2026 - 16:05:12 | boerse-global.deAm 14. April richtet sich der Blick der Investoren nach Amsterdam. Stellantis hat heute die digitalen Zugangsdaten für seine anstehende Hauptversammlung freigeschaltet. Es ist das erste große Aktionärstreffen, nachdem der Autokonzern einen historischen Jahresverlust von 22,3 Milliarden Euro verbuchen musste und nun eine weitreichende strategische Kurskorrektur einleitet.
Abkehr vom reinen E-Auto
Verantwortlich für das tiefe Loch in der Bilanz waren vor allem Abschreibungen in Höhe von 25,4 Milliarden Euro auf Elektroauto-Investitionen. Das Management musste eingestehen, dass das Tempo der Energiewende im Rahmen des ursprünglichen „Dare Forward 2030“-Plans überschätzt wurde. Der nun ausgerufene „2026 Business Reset“ zieht die Konsequenzen aus dieser Fehleinschätzung. Stellantis rückt von der reinen E-Mobilität ab und fokussiert sich stattdessen auf ein flexibleres Produktionsmodell. Künftig sollen verstärkt Hybrid- und klassische Verbrennertechnologien parallel zu reinen Stromern vom Band rollen, um flexibler auf die tatsächliche Kundennachfrage reagieren zu können.
Frisches Kapital sichert Liquidität
Um diesen massiven Umbau zu finanzieren und die Bilanz zu schonen, strich der Konzern bereits die Dividende für 2026. Mitte März sicherte sich Stellantis zudem über eine umfangreiche Hybridanleihe frisches Kapital. Das Unternehmen schöpfte den vom Vorstand genehmigten Rahmen voll aus und sammelte umgerechnet fünf Milliarden Euro ein.
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An der Börse spiegeln sich diese harten Einschnitte deutlich wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 36 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 6,25 Euro. Damit bewegt sich der Kurs nur knapp über dem erst im März markierten 52-Wochen-Tief von 5,50 Euro.
Trotz der angespannten Lage zeigen die operativen Zahlen erste Stabilisierungstendenzen. In der zweiten Jahreshälfte 2025 stiegen die weltweiten Auslieferungen sequenziell auf 2,8 Millionen Fahrzeuge. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer leicht positiven operativen Marge. Das wichtigste Ziel für die Hauptversammlung am 14. April lautet nun, die Aktionäre von der Machbarkeit des neuen Plans und der Rückkehr zu einem positiven freien Cashflow bis zum Jahr 2027 zu überzeugen.
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