Stellantis, Aktie

Stellantis Aktie: 1 Milliarde für Mulhouse-Umbau

03.06.2026 - 20:19:39 | boerse-global.de

Stellantis investiert über eine Milliarde Euro in französische Werke, um mit der neuen STLA One Plattform Kosten zu senken und die Produktion zu modernisieren.

Stellantis Aktie: 1 Milliarde für Mulhouse-Umbau - Bild: über boerse-global.de
Stellantis Aktie: 1 Milliarde für Mulhouse-Umbau - Bild: über boerse-global.de

Stellantis steckt mehr als 1 Milliarde Euro in seine französischen Aktivitäten. Der Schwerpunkt liegt auf dem Werk Mulhouse. Es ist ein klarer Versuch, die Produktion moderner, flexibler und kosteneffizienter zu machen.

Der Konzern verbindet das mit seinem Plan „FaSTLAne 2030“. Im Zentrum steht die neue Plattform STLA One. Sie soll Fahrzeuge verschiedener Antriebsarten tragen können, vom Elektroauto bis zum Hybrid.

Plattformwechsel mit Kostendruck

Stellantis will mit STLA One vor allem Kosten senken. Das Unternehmen rechnet mit einer Effizienz von 20 Prozent gegenüber früheren Plattformen. Die Architektur setzt auf 800-Volt-Technik, LFP-Batterien und Cell-to-Body-Lösungen.

Für Mulhouse bedeutet das konkrete Arbeit. Rund 40 Prozent der Mittel fließen direkt in das Werk. Etwa 50 Prozent gehen in Forschung und Entwicklung. Der Rest stützt andere Standorte in der Region.

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Das Werk beschäftigt 4.500 Menschen. Ab 2029 sollen dort drei neue Peugeot-Modelle vom Band laufen, elektrisch und hybrid. Der C-Segment-Markt bleibt dafür zentral. Er steht für etwa 30 Prozent der Pkw-Verkäufe in der EU.

Europas Antwort auf den Wettbewerbsdruck

Der Umbau ist auch eine Reaktion auf den Druck aus China. Stellantis will weniger Plattformen nutzen und Teile stärker vereinheitlichen. So soll der Konzern näher an die Kostenstruktur der Rivalen heranrücken. Das ist für einen Hersteller mit schwacher Börsenbilanz kein Nebenpunkt.

Die Aktie notiert bei 6,36 Euro und verliert heute 3,79 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen liegt sie fast 10 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund ein Drittel eingebüßt. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt fast 20 Prozent.

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Kapazität schrumpft, neue Modelle kommen

Parallel dazu baut Stellantis in Europa Überkapazitäten ab. Die Produktion soll dort um 20 Prozent sinken, also um 800.000 Fahrzeuge pro Jahr. Das passt zum Kurswechsel nach den hohen Abschreibungen auf frühere E-Auto-Investitionen.

Die Plattform STLA One soll nicht nur in Frankreich anlaufen. In Spanien ist der Start für 2027 mit einem neuen Peugeot 208 vorgesehen. Bis 2035 will Stellantis damit mehr als 2 Millionen Fahrzeuge pro Jahr bauen. Für den Konzern ist das ein harter Umbau, aber auch eine Wette auf ein schlankeres und belastbareres Industriemodell.

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