Stellantis, Aktie

Stellantis Aktie: 1,3 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen

09.06.2026 - 20:37:34 | boerse-global.de

Stellantis ruft über 1,3 Millionen Fahrzeuge wegen Brandgefahr zurück und startet zeitgleich ein autonomes Fahrprojekt in Luxemburg.

Stellantis: Milliarden-Rückruf belastet, Robotaxi-Pilot startet
Stellantis - Nahaufnahme eines Armaturenbretts mit Warnleuchten und verschwommenem Fließband im Hintergrund, das einen Rückruf symbolisiert. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Nachrichtenlage bei Stellantis könnte kaum gegensätzlicher sein. Während der Autobauer einen massiven Sicherheitsrückruf für über 1,3 Millionen Fahrzeuge weltweit verkündet, startet das Unternehmen zeitgleich ein neues Pilotprojekt für autonomes Fahren in Europa.

Der Kurs der Stellantis-Aktie notiert am Dienstag bei 6,08 Euro — ein Minus von 0,8 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 37,6 Prozent.

Brandgefahr bei über einer Million Jeep-Modellen

Der Rückruf betrifft die Modelle Jeep Wrangler und Gladiator der Baujahre 2021 bis 2025. Konkret geht es um einen Defekt in der Verkabelung der elektrohydraulischen Servolenkung.

Die Folge: Die Kabel können überhitzen — und zwar auch dann, wenn der Motor aus ist. Das erhöht die Brandgefahr erheblich.

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Stellantis rät den Besitzern, die Fahrzeuge bis zur Reparatur im Freien zu parken. Der Austausch und die Inspektion sind für die Kunden kostenlos. Knapp 1,08 Millionen der rund 1,3 Millionen betroffenen Fahrzeuge stehen in den USA.

Hinzu kommt ein separater Rückruf von rund 17.300 Chrysler Pacifica Plug-in-Hybriden. Hier liegt das Problem im Batteriesystem. Mit einer Lösung rechnet der Konzern bis Juli.

Autonomes Fahren in Luxemburg

Parallel zum Rückruf setzt Stellantis auf Fortschritt. Gemeinsam mit Bolt und Pony.ai startet das Unternehmen ein Pilotprojekt für autonomes Fahren in Luxemburg.

Ziel ist es, Level-4-Technologie im realen Stadtverkehr zu testen. Stellantis stellt einen mittelgroßen Van auf einer dafür entwickelten Plattform. Pony.ai liefert die autonome Software der siebten Generation. Bolt integriert den Dienst in sein Ride-Hailing-Angebot.

Laut Plan soll der Pilot bis zum vollständig fahrerlosen Betrieb führen. Die Partnerschaft zeigt, wie Stellantis seine Hardware mit externen Softwarelösungen verknüpfen will.

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Die technische Perspektive ist vielversprechend. Doch die unmittelbaren operativen Herausforderungen wiegen schwerer: Der Rückruf ist teuer, aufwendig und bringt Imageschäden mit sich.

Für Stellantis zählt jetzt, wie schnell der Konzern die Produktionsfehler in den Griff bekommt. Der Aktienkurs notiert unter der 50-Tage-Linie (6,59 Euro) und klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt (7,88 Euro). Der RSI von 37,3 signalisiert eine angespannte Lage. Das 52-Wochen-Hoch von 10,49 Euro liegt weit zurück — der Abstand beträgt 42 Prozent.

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