Steiermark, Masterplan

Steiermark startet Masterplan gegen Pflege-Krise

06.02.2026 - 20:14:12

Der steirische Masterplan Pflege reagiert auf die demografische Entwicklung mit einem massiven Ausbau mobiler Dienste und einer Neuausrichtung der stationären Pflege.

Die steirische Landesregierung hat den „Masterplan Pflege Steiermark“ gestartet. Die umfassende Strategie soll die Pflege in der Region zukunftssicher machen und das Personal entlasten. Der Plan reagiert auf einen massiven Anstieg des Pflegebedarfs bei gleichzeitig schrumpfender Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.

Landesrat Karlheinz Kornhäusl (FPÖ) betonte die Dringlichkeit: Ohne sofortiges Handeln drohe die Pflege für viele unbezahlbar zu werden. Die Ausarbeitung soll in einem breiten gesellschaftlichen Dialog mit Veranstaltungen in den Regionen erfolgen.

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Die demografische Zeitbombe tickt

Die Zahlen sind alarmierend: Bis 2050 sinkt die Zahl der Erwerbstätigen in der Steiermark von 750.000 auf 680.000. Gleichzeitig verdoppelt sich die Zahl der Hochbetagten über 85 Jahre von 40.000 auf 88.000. Immer weniger Beitragszahler und potenzielle Pflegekräfte stehen einer rapide wachsenden Gruppe mit hohem Pflegebedarf gegenüber.

„Unser derzeitiges System ist nicht zukunftsfit“, warnte Kornhäusl. Der Masterplan sei die notwendige Antwort, um diese gefährliche Schere zu schließen.

Fokus auf Ausbau mobiler Pflege

Der neue Masterplan baut auf dem „Bedarfs- und Entwicklungsplan 2030“ auf. Ein zentraler Pfeiler ist der massive Ausbau der mobilen Pflege- und Betreuungsdienste.

  • Die jährlich verfügbaren Stunden sollen von 1,35 Millionen auf rund 2,1 Millionen steigen – eine Steigerung von über 50 Prozent.
  • Damit soll der Wunsch vieler Menschen erfüllt werden, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden versorgt zu werden.
  • Parallel sind 250 neue Plätze in der Tagesbetreuung und eine Erweiterung der Kapazitäten im betreuten Wohnen von 1.700 auf mindestens 2.670 Plätze geplant.

Neuausrichtung der Pflegeheime

Während mobile Angebote gestärkt werden, erfolgt eine Neuausrichtung im stationären Bereich. Die Obergrenze für Pflegeheim-Betten wird bis 2030 bei 14.600 Plätzen festgeschrieben.

Diese Zahl liegt deutlich unter den derzeit bewilligten 16.500 Plätzen. Ziel ist nicht die Schließung von Heimen, sondern ein Anreiz für Träger, neue mobile und teilstationäre Angebote in Regionen mit Aufholbedarf zu schaffen. Besonders in Graz werden die stationären Kapazitäten als ausreichend, die mobilen Dienste jedoch als ausbaufähig bewertet.

Politische Debatte um Qualität

Der Start des Masterplans fällt in eine hitzige Debatte über die Pflegezukunft. Zuletzt sorgten Sorgen vor einer Absenkung des Personalschlüssels in Heimen für Kritik der Opposition.

Die Regierungskoalition aus ÖVP und FPÖ stellte klar, dass eine Verschlechterung zu Lasten der Betreuungsqualität nicht infrage komme. Der Masterplan soll nun eine Gesamtstrategie liefern, die über einzelne Stellschrauben hinausgeht. Experten fordern neben strukturellen Reformen auch mehr Attraktivität für den Pflegeberuf und weniger Bürokratie.

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