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Steam Machine 2026: AMD bestätigt Starttermin für Valves Konsolen-PC

04.02.2026 - 22:01:12

Valves Steam Machine für TV-Gaming erscheint Anfang 2026. AMD liefert exklusiven Zen-4/RDNA-3-Chip, während der finale Preis in unsicheren Märkten noch offen ist.

Valves Steam Machine kommt Anfang 2026 – AMD-Chefin Lisa Su hat den Zeitplan für den erwarteten Konsolen-PC bestätigt. Die Ankündigung erfolgte während des Quartalsgesprächs des Chipherstellers und beendet wochenlanges Schweigen um das TV-fokussierte Gaming-Gerät. AMD liefert den exklusiven Halbleiter für das Projekt.

Die Bestätigung beendet Spekulationen über den Verbleib der Hardware, die Valve erstmals im November 2025 vorgestellt hatte. Als alleiniger Lieferant des maßgeschneiderten Chips liefert AMDs Statement die verbindlichste Statusmeldung seit Monaten. Die Steam Machine ist Valves ambitioniertester Vorstoß, das PC-Gaming-Erlebnis auf den Fernseher zu bringen – und baut dabei auf den Erfolg des tragbaren Steam Deck auf.

Die Hardware: Zen-4-CPU trifft auf RDNA-3-Grafik

Im Kern der Steam Machine steckt ein spezieller AMD-Accelerated Processing Unit (APU). Sie kombiniert Rechenkerne der Zen-4-Architektur mit einer integrierten Grafikeinheit auf Basis von RDNA 3. Unterstützt wird das System von 16 GB Arbeitsspeicher – eine Spezifikation, die für moderne Spiele ausgelegt ist.

Analysten schätzen die Grafikleistung auf dem Niveau einer Desktop-Radeon RX 7600. Während diese Leistung klassisch für flüssiges Gaming in 1080p reicht, zielt Valve höher: Das Unternehmen peilt 4K-Auflösungen an. Erreichen will man dieses ambitionierte Ziel vor allem durch AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR). Diese Upscaling-Technologie soll die Bildraten bei hohen Auflösungen steigern, ohne die Bildqualität stark zu beeinträchtigen. Ob diese Strategie aufgeht, wird ein zentraler Testpunkt für Fachmedien sein.

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Der Preis: Die große Unbekannte in unsicheren Zeiten

Die Bekanntgabe des Startfensters fällt in eine wirtschaftlich angespannte Phase. AMD-Führungskräfte verwiesen während des Gesprächs auf inflationsbedingte Druck bei Komponentenkosten. Besonders die global steigenden Preise für DRAM-Speicher bereiten Sorgen – ein Faktor, der den Endpreis der Steam Machine mit ihren 16 GB RAM direkt beeinflussen könnte.

Valve hat noch keinen Preis bekannt gegeben. Die Volatilität des Komponentenmarktes macht frühe Schätzungen schwierig. Die finale Preispositionierung wird entscheidend sein: Wird die Steam Machine als wettbewerbsfähige Alternative zu Playstation 5 und Xbox Series X wahrgenommen? Oder bleibt sie ein Nischenprodukt für Enthusiasten? Die Antwort wird über die Akzeptanz entscheiden.

Valves zweiter Anlauf: Lektionen aus dem Misserfolg

Für Valve ist es der zweite große Vorstoß in den Wohnzimmer-Markt. Der erste Versuch Mitte der 2010er Jahre scheiterte: Diverse „Steam Machines“ von Drittherstellern fanden kaum Absatz. Kritikpunkte damals: Zersplitterte Hardware, uneinheitliche Leistung und ein unreifes SteamOS mit limitierter Spielkompatibilität.

Die Lektion daraus ist ein einheitlicher, hauseigener Hardware-Ansatz – ähnlich dem erfolgreichen Steam Deck. Das Gerät läuft auf einer neuen Version von SteamOS, das über Jahre gereift ist. Die Proton-Kompatibilitätsschicht ermöglicht es tausenden Windows-Spielen, nahtlos unter Linux zu laufen. Das Ziel: Die Einfachheit einer Konsole mit der offenen Spielbibliothek einer PC-Plattform zu vereinen.

Marktkontext: AMD sucht neue Wachstumsimpulse

Der Zeitpunkt der Einführung ist strategisch. AMD-Chefin Su verwies darauf, dass die Erlöse aus dem Semi-Custom-Geschäft – also den Chips für Playstation 5 und Xbox Series X|S – 2026 voraussichtlich „zweistellig“ sinken werden. Die aktuelle Konsolengeneration erreicht die zweite Hälfte ihres Lebenszyklus. Die Steam Machine bietet AMD hier eine neue Wachstumschance.

Weiterhin bestätigte Su, dass die Entwicklung des Semi-Custom-Chips für Microsofts nächste Xbox-X-Generation planmäßig verläuft. Deren Start ist für 2027 vorgesehen. Die Steam Machine platziert sich damit genau zwischen der aktuellen und der nächsten Konsolen-Generation.

Mit dem bestätigten „Anfang 2026“-Fenster richtet sich der Fokus nun auf Valve: Wann kommt der offizielle Verkaufsstart? Wie lautet der Preis? Und wie ausgereift ist die Software? Die Branche erwartet eine Markteinführung in der ersten Jahreshälfte, möglicherweise vor den großen Sommer-Spielemessen. Der Erfolg wird nicht nur von Technik und Preis abhängen, sondern auch davon, ob Valve Gamern überzeugend vermitteln kann: Das ultimative PC-Erlebnis hat jetzt einen festen Platz im Wohnzimmer.

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